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Frohe Ostern!

Ich wünsche euch allen ein paar schöne Ostertage. Lasst euch die Stimmung vom Wetter nicht vermiesen, denn schlechtes Eiersuchwetter bedeutet gleichzeitig bestes Lesewetter!

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Nach den Ostertagen geht es hier fröhlich weiter. Das „Sammelsurium“ hat sich bereits gut gefüllt, weitere Verlagsvorstellungen sind in Vorbereitung und auch sonst gehen mir die Ideen ja bekanntlich nicht aus.

Danke, dass ihr hier mitlest!
Bis nächste Woche und fröhliches Lesen und Eiersuchen

Erwischt! – Mein Stapel ungelesener Bücher!

Im Netz stolpert man regelmäßig über Fotos von sogenannten SuBs, also den Stapeln ungelesener Bücher. Lange Zeit machte ich mir vor, der einzige Vielleser zu sein, der so einen Stapel nicht besitzt, schließlich sind die Kinder- und Jugendbücher in meinen Regalen nur temporäre Besucher, die nach und nach ihre Leser in der Buecherkinder-Redaktion finden. Selbstverständlich ziehe ich mir regelmäßig Bücher aus eben diesen Regalen zum Lesen heraus, nie jedoch bilden sie einen Stapel.

Aber was war mit den anderen Büchern, die ich mir bei Lesungen gekauft hatte oder am Indiebookday, Bücher, die ich geschenkt bekam? Clever verteilte ich diese auf verschiedene Bücherregale, in verschiedenen Räumen im Haus. Aus den Augen aus dem Sinn, denn schließlich lese ich selten abseits der Kinder- und Jugendliteratur und dann meist nur im Urlaub.

An diesem regnerischen Märztag nun entschloss ich mich, durchs Haus zu laufen und meine Bücherschätze zusammen zu tragen. Und siehe da, schneller als gedacht entstand er, mein erster Stapel ungelesener Bücher (nun ja, für das Foto habe ich ihn geteilt).

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Glücklicherweise ist Papier in vielerlei Hinsicht geduldig. Sechzehn ungelesene Titel, einige von ihnen schon ein paar Jahre in meinem Regal, andere gerade frisch dazu gekommen, warten brav bis sie an der Reihe sind. Der nächste Urlaub kommt bestimmt und dann werden wir ja sehen, wonach mir gerade ist …

Was meint ihr denn, mit welchem Buch ich beginnen sollte?

Gespensterjäger-Gewinnspiel zum Kinostart

Erst das Buch lesen, dann den Film gucken? Oder doch lieber anders herum? Für die Leser, die 2009 mit der „Gespensterjäger“-Reihe von Cornelia Funke starteten, stellte sich diese Frage nicht. Sechs Jahre später sieht das ganz anders aus, denn am 2. April kommt der Film, der auf dem ersten Band der Reihe beruht, in die Kinos.

Ganz viel Hintergrundwissen gibt es auf der Gespensterjäger-Webseite, damit lässt sich die Wartezeit auf den Film sicherlich gut verkürzen!

Eine andere, ebenfalls sehr beliebte Möglichkeit ist das Vorablesen des Buches!
Wie gut, dass ich zufällig drei Bücher verlose! 😉

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Du möchtest vor dem Film lieber erst einmal das Buch lesen? Dann bewirb dich bis 29. März 18:00 Uhr für eines von drei Exemplaren, indem du mir in einem Kommentar von deinem gruseligsten Erlebnis erzählst.

Bei mir war das als Kind übrigens der nächtliche Gang zur Toilette, da neben der Klöschüssel noch eine Tür abging und ich immer dachte, irgendwann käme dort einmal ein Gespenst heraus.

Bei mehr als drei Teilnehmern entscheidet das Los per random.org. Bücher verschicke ich augrund der Portokosten nur an Postadressen in Deutschland.

Buecherkinder & Eselsohr im März

Auch im Märzheft sind die Buecherkinder wieder mit von der Partie, auch wenn sich in diesem Monat der Foto-Fehlerteufel eingeschlichen hat.

Die Buecherkinder lesen!
Buchtipps aus der Kinder- & Jugendredaktion, März 2015

Flavia (7): Frerk, du Zwerg! (Hörbuch) von Finn-Ole Heinrich, Hörcompany
Ina (8): Koch mal!, Dorling Kindersley
Yannic (9): Die Muskeltiere von Ute Krause, cbj
Matteo (10): Das Kaninchenrennen von Boris Koch, Heyne
Alina (13): Kiss me, Cookie! von Usch Luhn, Pink bei Oetinger

eselsohr1503Zum Herunterladen (PDF) hier klicken.

Theresia Singer und der headroom Verlag

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Theresia Singer: Produzentin, Regisseurin, Autorin und Gründerin des headroom Verlags

Wenn man Theresia Singer begegnet, ist einem sofort klar, dass hier jemand Beruf und Berufung bestens unter einen Hut bekommen hat. Die Gründerin des headroom Verlags wusste schon früh, wohin ihr beruflicher Weg sie einmal führen sollte. Zu ihrem 12. Geburtstag bekam sie einen Radiorekorder mit eingebautem Mikrofon geschenkt, mit dem man vorzüglich Musik aus dem Radio mit Sprache kombinieren konnte. Erste Miniclips entstanden und spätestens mit 14 war der gebürtigen Niedersächsin klar, dass sie unbedingt zum Rundfunk wollte.

Nach dem Abitur bewarb sie sich als eine von tausend für einen Platz an der einzigen Schule, die damals Tontechniker und hauptsächlich Tontechnikerinnen (auf 10 Frauen kam etwa ein Mann) ausbildete, und wurde genommen. Singer absolvierte ein Praktikum beim NDR und startete dann die theoretische und praktische Ausbildung an der Schule für Rundfunktechnik in Nürnberg.

Als gelernte Tontechnikerin heuerte sie schließlich beim Westdeutschen Rundfunk an, dem sie 19 Jahre lang treu bleiben sollte. In diesen Jahren bekam die Wahlkölnerin nicht nur faszinierende Einblicke in die Regiearbeit sondern wurde auf internen Fortbildungswegen schließlich Toningenieurin, die erste Frau überhaupt am Mischpult des WDR.

Als sie bei einer Zusammenarbeit den preisgekrönten Sound-Designer Randy Thom kennenlernt und er sie bei einem vierwöchigen beruflichen Ausflug zur Skywalker-Ranch nicht nur in seine Tricks einweiht sondern ihr auch zeigt, dass das Equipment des großen Soundmasters sich kaum von dem ihrigen unterscheidet, steht der Entschluss fest. Theresia Singer möchte selbst produzieren und Regie führen. 1997 macht sie sich mit ihrer eigenen Produktionsfirma selbstständig.

DSC00123Von Anfang an liegt der Schwerpunkt auf Kinderproduktionen u.a. auch für den alten Arbeitgeber WDR, für den Singer heute noch arbeitet. Und letztlich ist auch ein Hörspiel für Kinder der Auslöser im Jahr 2000 neben der Produktionsfirma zusätzlich einen Verlag zu gründen. Zuvor hatte Singer das Radiohörspiel „Teddy Langohr“ produziert, das zwar beim WDR gesendet aber auf Nimmerwiedersehen in den Archiven verschwand. Diese Ostergeschichte ist schließlich das erste Hörspiel unter dem Label „Headroom“, rund 80 Titel werden es in den folgenden 15 Jahren werden.

Die erfolgreichste und umfangreichste Reihe „Abenteuer Wissen“, die 2004 startete, ist sogar ein komplettes Eigengewächs, dem keine Buchvorlage zugrunde liegt. Dort verhielt es sich sogar umgekehrt, denn Gerstenberg brachte erst später die Buchserie auf Grundlage der Hörspiele heraus. „Wir sind also sogar ein richtig echter Verlag mit Autoren und Lektorat!“, erklärt Singer augenzwinkernd, die für die Titel „Der Regenwald. Erforschung eines Paradieses“ und „Professor Grzimek. Ein Leben für die Serengeti“ selbst zur Autorin wurde und für letzteres Feature 2011 sogar den HÖRkulino erhielt. Übrigens eine von vielen Auszeichnungen, mit denen sich der kleine aber feine Verlag mittlerweile „schmücken“ darf.

DSC00118Die Neuerscheinungen des Frühjahrs sind gerade ausgeliefert da ist die Produzentin Singer schon gedanklich im nächsten Programm angekommen. Erste Entwürfe für die Herbstproduktion, die im September herauskommen soll, sind bereits in Arbeit. Dabei laufen die Arbeiten für Booklet und Gestaltung der Hülle meist parallel zu den eigentlichen Aufnahmen. Wenn die Textvorlage steht, benötigt Singer etwa zwei Wochen für die Findung der geeigneten Sprecher. Für die Aufnahmen selbst, beispielsweise der „Abenteuer Wissen“-Titel, werden rund 2 Tage veranschlagt, nach etwa 10 Tagen ist das Feature dann fertig gemischt und geht ins Presswerk.

„Manchmal dauert es natürlich auch länger.“, erklärt Singer. Möglicherweise gibt die Production Music Library nicht die geeignet Musik her oder die zwei Terabyte mit Geräuschdateien sind immer noch nicht ausreichend. Spätestens dann macht sich die Chefin des headroom Verlags auf den Weg, Geräusche mit ihrem stets griffbereiten Aufnahmegerät einzufangen.

Ob jemand wie sie überhaupt einmal zur Ruhe kommt, möchte ich abschließend natürlich doch noch wissen. „Nein!“, lacht Singer. „Meine 30 Jahre geschulten Ohren achten auf alles und hören alles!“ Das selektive Hören, beispielsweise in großen Gruppen, fällt ihr besonders schwer. Deshalb gönnt sie sich auch gerne Auszeiten in der Natur fernab der Zivilisation.

Umso mehr möchte ich mich bedanken, liebe Theresia, dass du mir, obwohl du viel um die Ohren hattest, dein Ohr geliehen hast.


Der headroom Verlag ist übrigens ein Indieverlag!

headroom
Rupprechtstr. 5
50937 Köln

www.headroom.info
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