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Wer ist Schabalu?

Endlich ist es soweit! Am morgigen 20. September erscheint das neue Buch von Oliver Scherz „Wenn der geheime Park erwacht, nehmt euch vor Schabalu in Acht“, das dieses Mal von Daniel Napp illustriert wurde.

Oliver Scherz, der mit seiner Familie in Berlin lebt, wurde im vergangenen Jahr von der Arbeitsgemeinschaft Leseförderung des Sortimenter-Ausschusses im Börsenverein des Deutschen Buchhandels zum Lesekünstler 2015 gewählt, denn der gebürtige Essener schreibt nicht nur ausgezeichnete (Vorlese-)Geschichten, er zelebriert sie förmlich bei seinen Lesungen. Er imitiert mit vollem Körpereinsatz Laute und Stimmen seiner Protagonisten, spielt Gitarre und geht beim Singen so richtig schön ab, so wie hier bei seinem Song zum neuen Buch:

„Wenn der geheime Park erwacht,
nehmt euch vor Schabalu in Acht“

OD_18445_Scherz_Schabalu_U1.inddIm neuen (Vor-)Leseabenteuer von Oliver Scherz begleiten wir die Geschwister Mo, Kaja und Jonathan in einen verlassenen Vergnügungspark, den sie verbotenerweise betreten. Doch plötzlich erwachen Dinosaurier, Indianer, Wahrsager und Riesen zum Leben. Und wer ist bloß dieser Schabalu, vor dem der Sheriff des Parks die Kinder warnt?

„Wenn der geheime Park erwacht,
nehmt euch vor Schabalu in Acht“
Thienemann Verlag
für Zuhörer ab 6 Jahren

VERLOSUNG von "Wenn der geheime Park erwacht, nehmt euch vor Schabalu in Acht"!
Verratet mir per Kommentar, wen ihr in einem Vergnügungspark gerne zum Leben erwecken
würdet und vor wem ihr eher Angst hättet. Unter allen Kommentierenden, die mir ihr 
persönliches "Schabalu"-Abenteuer verraten, verlose ich insgesamt 5 Exemplare des 
Vorlesebuches von Oliver Scherz
Bis zum 21. September 2016 um 18:00 Uhr habt ihr Zeit zu kommentieren. Bei mehr als 
5 Teilnehmern entscheidet das Los per random.org. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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Der Tag, an dem ich Andy Warhol traf

Kennst du eigentlich Andy Warhol?

Aber sicher, wirst du antworten. Das ist doch der mit den Campbell-Suppendosen! Ja, natürlich, das weiß ich auch. Aber was weißt du noch über ihn, über seine Kindheit, seine Studienzeit, seine Arbeit als Grafiker, seine Factories, sein künstlerisches Schaffen, sein Leben?

Ich muss zugeben, dass ich über diesen Ausnahmekünstler so gut wie gar nichts wusste. Das änderte sich nach der gestrigen Lesung schlagartig, denn da lernte ich Andy Warhol, der eigentlich Andrej Warhola heißt, kennen. Er besuchte mich in meinem Wohnzimmer und brachte gleich noch Marilyn Monroe, Marlon Brando und Elvis mit.

9783407812070Mitgebracht hat ihn – in Buchform – Maren Gottschalk, die bereits zum dritten Mal zur Wohnzimmerlesung nach Solingen kam.

Maren Gottschalk ist freie Autorin, arbeitet unter anderem für den WDR (ZeitZeichen, Stichtag …), ist Projektleiterin des „WDR-Kinderrechtepreis“ und hat – last but not least – bei Beltz & Gelberg schon diverse Biografien bekannter Persönlichkeiten wie beispielsweise Nelson Mandela, Astrid Lindgren oder Sophie Scholl veröffentlicht.

Im vergangenen Jahr erschien ihr aktuelles Buch „Factory Man – Die Lebensgeschichte des Andy Warhol“, ein Buch, das im November 2015 den Kinder- und Jugendbuchpreis Luchs erhielt und das sie mir und den Gästen der mittlerweile 30. Wohnzimmerlesung vorstellte.

Wohnzimmerlesung mit Maren Gottschalk

Abende mit Maren Gottschalk sind immer etwas ganz Besonders. Sie gehören fraglos zu den Lesungs-Highlights im Leo’schen Wohnzimmer. Der Autorin aus Leverkusen merkt man ihr große Erfahrung in der Aufbereitung und kurzweiligen Präsentation historischer Daten oder Persönlichkeiten an. Gespannt lautschten wir auch dieses Mal ihren Ausführungen, die sie gekonnt mit an die Leinwand geworfenen Fotos von Andy Warhol und seinen Werken ergänzte.

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Bei Maren Gottschalks Lesungen hat man stets das Gefühl, sie hätte die Personen ihrer Biografien leibhaftig getroffen. Auch dieses Mal nahm sie uns Zuhörer mit an die Hand nach Pittsburgh und New York und zeigte uns den Menschen Andy Warhol. Nachdem mich ihre Biografien von Astrid Lindgren, Nelson Mandela und Sophie Scholl bereits begeisterten, freue ich mich nun, mit meinem frisch signierten Buch, auch in die Welt des Andy Warhol einzutauchen.

Und übrigens, wer die Möglichkeit hat, einmal einer Lesung mit Maren Gottschalk zu lauschen, der sollte diese unbedingt ergreifen. Aktuelle Termine findet man auf der Webseite der Autorin.

 

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Übersetzer – unbekannte Wesen

Liebe Verlage, wir müssen reden und zwar schleunigst! Denn ich bin gerade richtig sauer, wie ihr zum Teil mit euren Übersetzer*innen umgeht.

Um euch das zu erläutern, muss ich mal kurz ausholen …
Man mag es kaum glauben, aber tatsächlich führe ich die Datenbank meiner Webseite www.buecherkinder.de noch liebevoll selbst. Will heißen: Alle bibliografischen Daten zu den rund 600 Titeln, die Jahr für Jahr neu aufgenommen werden, tippe ich sorgfältig ein und bediene mich keines Automatismus‘, der diese auf wunderbar magische Weise in meine Datenbank zaubert.

Dies ist Arbeit, keine Frage. Dies bedeutet aber auch, dass sich mir die Namen der Autoren, Illustratoren und Übersetzer (und selbstverständlich der weiblichen Pendants) nach rund 6.000 eingepflegten Büchern eingeprägt haben und ich besonders die Übersetzer*innen beim Öffnen eines Titels wohlwollend zur Kenntnis nehme.

Und deshalb, liebe Verlage, müssen wir reden!

Wie kann es sein, dass ich Übersetzer*innen zum Teil immer noch mühevoll im Impressum suchen muss? Wieso muss ich ein eingeschweißtes, 350 Seiten starkes Jugendbuch tatsächlich aus seiner Folie befreien, weil ihr den Übersetzer auf eurer Webseite nicht nennt? Besonders ihr müsst doch wissen, wie unerlässlich eine anständige Übersetzung für den Erfolg eines Titels ist – im Bilderbuch ebenso wie im Jugendbuch!

Und last but not least ist der Übersetzer schließlich auch Urheber seines Werkes. In § 3 des Urheberrechtsgesetzes heißt es dazu: „Übersetzungen und andere Bearbeitungen eines Werkes, die persönliche geistige Schöpfungen des Bearbeiters sind, werden unbeschadet des Urheberrechts am bearbeiteten Werk wie selbständige Werke geschützt. […]“

So wie ich den Autor eines Werkes in meinen bibliografischen Daten nenne, möchte ich auch den Urheber der deutschen Übersetzung erwähnen. Also, liebe Verlage, macht es mir nicht unnötig schwer und würdigt die Arbeit der Übersetzerinnen und Übersetzer angemessen durch deren Nennung in der Titelei und auf euren Webseiten und lasst sie für uns nicht länger unbekannte Wesen sein.

DANKE

Foto: Pixabay.com

 

 

Das Bilderbuchprojekt „Komm, spielen wir!“

Wer steckt hinter diesem Bilderbuchprojekt?

VIEL & MEHR e. V. ist ein gemeinnütziger Berliner Verein mit dem Ziel der Förderung von Vielfalt und Mehrsprachigkeit in Bilderbüchern. In diesem thematischen Rahmen werden in der Vereinsarbeit Bilderbuchkonzepte entwickelt und veröffentlicht, welche die vorhandene Diversität von Lebensrealitäten gleichberechtigt und unabhängig von ethnischer wie sozialer Herkunft, von Geschlecht oder Alter sowie von individuellen Fähigkeiten zeigen, ohne sie in den Vordergrund zu stellen.

Alle Kinder lieben es zu spielen und sie haben ein Recht darauf – mal ausgelassen und fröhlich, mal konzentriert und in sich gekehrt, mal allein und mal zusammen. Das möchte VIEL & MEHR in „Komm, spielen wir!“ zeigen und zwar so, dass sich viele Kinder in Sprache und Bild damit identifizieren können.

Darum geht es

„Komm, spielen wir!“ ist ein Foto-Bilderbuch in 5 + 1 Sprachen – arabisch, deutsch, englisch, französisch, türkisch und einer Sprache, die frei ergänzt werden kann. Die Fotos zeigen Kinder verschiedenster Herkunft bei dem, was sie am liebsten tun – nämlich Spielen. Auch geflüchtete Kinder, die derzeit in einer Berliner Notunterkunft leben, sind mit dabei. Beiläufig und selbstverständlich bildet Vielfalt die Folie, auf der ganz alltägliche Spielszenen mit großem Wiedererkennungseffekt gezeigt werden.

Das Bilderbuch wendet sich an ALLE Neugierigen im Kleinkindalter, also die eigenen Kinder, die von Freunden und Nachbarn, Nichten, Neffen und Patenkinder, aber selbstverständlich auch Kitas, Familienzentren usw. Besonders angesprochen werden Kinder, die in einer binationalen Familien- und mehrsprachigen Lebenssituation aufwachsen.

Und warum Crowdfunding?

Einen möglichst großen Teil der Erstauflage möchte VIEL & MEHR an geflüchtete Kinder spenden, um ihnen in ihrer aktuellen, sehr schwierigen Lebenssituation ein persönliches Stück Ausgelassenheit und Fröhlichkeit zu schenken. Je mehr Geld zusammen kommt, desto mehr Bücher können gespendet werden.

Alle Infos zur Crowdfunding-Kampagne gibt es HIER. Noch fehlen knapp 500 €, also macht doch einfach mit! Die Kampagne läuft noch bis 30. Juni.

 

 

 

Besuch beim Ehrengast der Buchmesse (Teil 3)

Hier entlang zu Teil 2 der Reise …

„Flandern & die Niederlande“ präsentieren sich als Ehrengast auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse (siehe Vorbericht).

Auffällig sind die vielen Kinder- und Jugendbücher, die auch dieses Jahr ins Deutsche übertragen wurden. Sie machen ein Drittel der aktuellen Neuerscheinungen – rund 80 Titel – aus. Grund genug für die Flämische und die Niederländische Stiftung für Literatur einige Pressevertreter auf Bücherreise zu schicken, um die lebendige Kinder- und Jugendbuchszene des zukünftigen Gastlandes kennenzulernen.

In love with Amsterdam

Die letzte Station unserer Bücherreise führte uns ins schöne Amsterdam. Für mich der erste (und sicherlich nicht der letzte) Besuch in dieser freundlichen und weltoffenen Stadt.

Vorbei an bezaubernden Häusern immer entlang der Amstel führte uns unser morgendlicher Spaziergang zum Hermitage Museum, einem Ableger der weltberühmten Eremitage im russischen Sankt Petersburg. Wahrlich ein passender Rahmen um auf acht ganz unterschiedliche Illustratorinnen und Illustratoren aus Amsterdam zu treffen.

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Ted van Lieshout bei der Vorstellung seiner Kollegin Marit Törnqvist

Nach der Begrüßung durch den stellvertretenden Direktor des Museums, Paul Mosterd, übernahm der Illustrator Ted van Lieshout das Wort und stellte uns seine Kolleginnen und Kollegen auf äußerst charmante Art und Weise vor.

Im Anschluss hatten wir dann ausreichend Zeit mit den Künstlern ins Gespräch zu kommen. Im Titelbild sind zu sehen (von links): Mies van Hout, Charlotte Dematons, Marije Tolman, Dieter Schubert, Ted van Lieshout, Marit Törnqvist, Floor Rieder und Ingrid Schubert.

Die Stiftung CPNB

Ein kleines, liebevoll restauriertes Boot, Jahrgang 1913, brachte und auf verwundenen und teils verwunschenen Wegen durch die Grachten Amsterdams zu unserem nächsten Ziel, der Stiftung CPNB (Collectieve Propaganda van het Nederlandse Boek).

2016: Das Jahr des Buches in den Niederlanden

2016: Das Jahr des Buches in den Niederlanden

Seit 1930 gibt es diese Kooperation zwischen Buchhandel und Verlagen, die zwei Ziele verfolgt, zum einen das idealistische Ziel, die Menschen zum Lesen zu bringen, und zum anderen natürlich auch die Leser zum Kauf von Büchern in die Buchhandlungen zu locken. So gibt es seit 1932 jährlich die zehntägige Buchwoche, die im Frühjahr stattfindet und zu der ein Geschenkbuch einer namhaften Schriftstellerin oder Schriftstellers herausgebracht wird. Dies waren beispielsweise Cees Nooteboom 1991, Renate Dorrestein 1997, Arnon Grunberg 1998, Harry Mulisch 2000 und Salman Rushdie 2001. Jeder Käufer eines niederländischen Buches (Original oder Übersetzung) zum Preis von mindestens 12,50 € erhält in der Buchwoche das Geschenkbuch gratis dazu. Dieses erfreut sich großer Beliebtheit und erreicht mittlerweile  eine Auflage von über 750.000 Exemplaren!

Und auch sonst werden unsere niederländischen Nachbarn nicht müde, Buchwochen zu den verschiedensten Themen wie beispielsweise Krimi, Hörbuch oder Kinderbuch mit dem jeweils passenden Buchgeschenk ins Leben zu rufen.

ehrengast-amsterdam-5Das Geschenkbuch zur diesjährigen Kinderbuchwoche, die vom 5. bis 16. Oktober stattfindet und unter dem Motto „Omas und Opas – Für immer jung“ steht, wurde vom mittlerweile 87-jährigen Dolf Verroen geschrieben und von Charlotte Dematons illustriert. Anlässlich des Ehrengastauftritts erscheint der Titel nahezu zeitgleich auf deutsch im Verlag Freies Geistesleben.

Ebenfalls zur Kinderbuchwoche erscheint ein Bilderbuch, das dieses Jahr von der Künstlerin Floor Rieder gestaltet und zum Sonderpreis von 5 € erhältlich ist.

Auf dem Weg zur Niederländischen Stiftung für Literatur machten wir schließlich noch kurz Halt in der Kinderbuchhandlung De Kinderboekwinkel, natürlich nicht ohne das eine oder andere Buch zu erwerben.

Niederländische Stiftung für Literatur

In der Niederländischen Stiftung für Literatur angekommen ließ uns die Journalistin und Buchkritikerin Mirjam Noorduijn einen Blick in „Het Boeken-Boek“ (Das Buch-Buch) werfen, das anlässlich der Frankfurter Buchmesse 2016 erscheinen wird. Dieses Buch über Bücher wird dem Leser auf über 300 Seiten die enorme Bandbreite flämischer und niederländischer Kinder- und Jugendliteratur der letzten 60 Jahre zeigen. Dabei widmet sich jedes der 50 Kapitel auf drei Doppelseiten intensiv einem Titel, dem jeweiligen Autor oder Illustrator und seinem Werk und schlägt dabei noch mühelos Brücken zu weiteren internationalen Buchtiteln. Die ersten bereits verfügbaren Innenseiten, auf die wir einen Blick werfen konnten, lassen jedenfalls auf eine sehr interessante und aufgrund der Gestaltung alles andere als trockene Lektüre schließen. Schön, dass dieses Werk im Herbst auf englisch und deutsch erscheinen wird und sicher bei so manchem Leser Begehrlichkeiten in Sachen Buchkauf wecken wird.

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Blick in die Bibliothek der Niederländischen Stiftung für Literatur

Krönender Abschluss der dreitätigen Bücherreise zum Ehrengast „Flandern & die Niederlande“ war schließlich ein lockeres Abendessen mit zahlreichen niederländischen Autorinnen und Autoren, den Übersetzerinnen Birgit Erdmann und Andrea Kluitmann und einigen Verlegerinnen und Verlegern bei schönstem Sonnenschein im Hof der niederländischen Stiftung für Literatur (weshalb es auch nur ein Foto der verwaisten Bibliothek gibt).

Bleibt mir nur „hartelijk bedankt“ zu sagen für drei spannende Tage mit unzähligen Kinderbuchmenschen und einer Kinder- und Jugendbuchszene, die wirklich als äußerst lebendig beschrieben werden kann. Ich bleibe dran am Kinderbuch aus „Flandern & den Niederlanden“ und freue mich schon sehr, den einen oder anderen „neuen Bekannten“ in Frankfurt wiederzusehen.

 

 

 

 

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