Neueste Artikel

Ein roter Ohrensessel für den guten Zweck

Seit Januar 2012 veranstalten wir regelmäßig Wohnzimmerlesungen in unserem Zuhause in Solingen. Von „B“ (wie Zoë Beck) bis „Z“ (wie Sabine Zett) nahmen in den vergangenen vier Jahren an 29 Lesungen 19 unterschiedliche Autorinnen und Autoren auf dem großen roten Ohrensessel Platz.

Nach ausgiebigen Renovierungstätigkeiten in diesem Frühjahr und ein wenig Möbelgerücke im Wohnzimmer haben wir uns schließlich schweren Herzens von unserem großen roten getrennt und uns für ein kleineres Modell entschieden, das wir bald mit einer 30. Lesung einweihen wollen.

Lange haben wir überlegt, wie wir den roten Ohrensessel in den wohlverdienten Ruhestand schicken sollen. Sperrmüll kam für unser gutes Stück überhaupt nicht in Frage, per Kleinanzeige verkaufen oder per eBay versteigern schien uns für dieses Möbelstück mit bewegter Lesungsvergangenheit nicht angemessen. Schließlich stand unser Entschluss fest: Unser roter Ohrensessel soll für einen guten Zweck versteigert werden und was könnte da näher liegen als dies für das Netzwerk Autoren helfen zu tun.

Autoren helfen

Auf der Webseite der Initiative heißt es u.a.:

„Autoren helfen“ ist eine Initiative von deutschsprachigen Autorinnen und Autoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die ihre kreativen Kräfte bündeln und sich für humanitäre und soziale Anliegen einsetzen wollen. […]  Unter dem Motto „Autoren unterstützen Flüchtlinge“ sagen die Initiatoren der ersten Kampagne dieser Plattform sehr bewusst Nein zu Rassismus und Ja zur Integration von Asylbewerbern.

Welche konkreten Hilfsprojekte Autoren helfen derzeit unterstützt, kann man bei betterplace.org nachlesen.

Der rote Ohrensessel

Sie bieten auf einen gut erhaltenenen roten Ohrensessel (lediglich das Sitzkissen könnte über kurz oder lang eine Aufpolsterung gebrauchen), auf dem bereits folgende Autorinnen und Autoren saßen: Gina Mayer (3x), Jutta Wilke (2x), Edgar Franzmann, Frank Maria Reifenberg (4x), Kerstin Gier (2x), Gerd Ruebenstrunk, Frank Schmeißer, Antje Szillat (2x), Rüdiger Bertram, Maren Gottschalk (2x), Zoë Beck, Britta Sabbag (2x), Kathrin Lange, Sabine Zett, Kai Lüftner, Mechthild Gläser, Tanya Stewner, Jennifer Benkau, Katrin Zipse.

Roter Ohrensessel

Der Sessel hat folgende Maße:
H 114 cm, B 112 cm, T ca. 95 cm
Sitzkissen T 60 cm B 50 cm

Die Versteigerung

Da wir gerne den vollen Gesamtbeitrag an Autoren helfen weitergeben möchten, läuft diese Auktion über keinen Online-Marktplatz, da dort Gebühren anfallen würden.

Die Versteigerung startet mit Veröffentlichung dieses Beitrages und endet am Dienstag, den 10. Mai um 20 Uhr. Gebote werden per Mail an ohrensessel@buecherkinder.de entgegen genommen. Jeden Abend um 18 Uhr poste ich hier das aktuelle Höchstgebot, am Abend des letzten Tages je nach Bietaufkommen auch öfter.

Es gilt ein Startgebot von 50 €, Gebote bitte in ganzen Euro-Beträgen angeben.  Der Sessel muss in Solingen abgeholt oder auf eigene Kosten transportiert werden. Eine Lieferung im Umkreis von 30 km ist nach Absprache möglich.

Nach Abschluss der Auktion überweist der Höchstbietende den Beitrag als Spende mit dem Betreff „Roter Ohrensessel“ auf das betterplace-Spendenkonto und erhält dort auch eine Spendenquittung.

3 – 2 – 1 – los geht’s!

Das kleine Gespenst spukt jetzt auch im Bilderbuch!

Wer kennt es nicht das kleine Gespenst aus dem gleinamigen Buch von Otfried Preußler, das 1966 im Thienemann Verlag erschien und bis heute in über 30 Sprachen übersetzt wurde. Sollte ich eine Figur aus Preußlers Geschichtenschatz nennen, die auch nach knapp 40 Jahren einen besonderen Platz in meinem Herzen einnimmt, dann wäre es sicherlich das kleine Gespenst und sein Freund der Uhu Schuhu. Noch heute kenne ich nahezu jedes Detail der Geschichte und erinnere mich noch lebhaft daran, wie die 13 Schlüssel so manche verschlossene Türe öffneten.

Happy Birthday kleines Gespenst

Zum 50. Geburstag des Klassikers spukt „Das kleine Gespenst“ jetzt zum ersten Mal auch im Bilderbuch! Nach einer Idee von Otfried Preußler erzählt seine Tochter Susanne Preußler-Bitsch die wunderbare Geschichte vom kleinen Gespenst und jeder Menge Tohuwabohu auf Burg Eulenstein.

Daniel Napp, der bereits die Bilderbuch-Adaption von Preußlers „Der kleine Wassermann“ illustrierte, lässt auch das kleine Gespenst ganz vorzüglich über die Seiten schweben.

Das kleine Gespenst als Bilderbuch

Das kleine Gespenst

„Das kleine Gespenst – Tohuwabohu auf Burg Eulenstein“
erzählt von Susanne Preußler-Bitsch
illustriert von Daniel Napp
Thienemann Verlag

Wie jede Nacht, pünktlich zur Geisterstunde, erwacht das kleine Gespenst von Burg Eulenstein. Und es entdeckt: Im Burgmuseum wurde alles neu eingerichtet. Wie aufregend! Das kleine Gespenst nimmt die Museumsstücke ganz genau unter die Lupe. Dass es dabei nicht alles wieder an seinen Platz zurücklegt, ist ihm dabei einerlei. Im Gegenteil – das Umräumen macht großen Spaß! Als der Burgverwalter Finsterwalder am nächsten Tag ins Museum kommt, traut er seinen Augen kaum: So ein Durcheinander! Schon lange ahnt er, dass in der Burg ein Gespenst sein Unwesen treiben muss und er beschließt, es zu vertreiben. Aber so einfach lässt sich ein kleines Gespenst freilich nicht ins Boxhorn jagen …

Zum 50. Geburtstag von "Das kleine Gespenst" gibt es nun ein besonderes Geschenk. 
Unter allen Kommentierenden, die mir ihre persönliche "Das kleine Gespenst"-Geschichte
verraten, verlose ich insgesamt 5 Exemplare des Bilderbuchs.
Bis zum 10. Februar um 18:00 Uhr habt ihr Zeit zu kommentieren. Bei mehreren Teilnehmern
entscheidet das Los per random.org. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Rotation Curation vieler Kinderbuchmenschen

Was ist eigentlich Rotation Curation?

Normalerweise werden Accounts beispielsweise auf Twitter, Facebook oder Instagram von einer Person mit Leben gefüllt. Prominente Personen oder Unternehmen überlassen ihren Account bisweilen einem ganzen Social Media Team. Bei der Rotation Curation sieht das allerdings anders aus. Hier wird ein Social Media Account nach einem bestimmten Zeitraum (meist einer Woche) von einer anderen Person betreut. Vorreiter für das Wechseln von Social Media Kuratoren war der Twitter-Account @sweden, auf dem seit Dezember 2011 jede Woche ein anderer Schwede über sein Land twittert.

Als Kurator hat man so die Möglichkeit, seine „Filterblase“ zu verlassen und sozusagen in einen anderen Kreis zu schlüpfen. Als Follower bei Twitter oder Abonnent einer Seite bei Facebook kommt man in den Genuss abwechslungsreicher Inhalte und lernt neue Ideen, Konzepte und die Menschen dahinter kennen.

imwmkb1

Rotation Curation bei „Ich mach was mit Kinderbüchern“

Sechzehn ganz unterschiedliche Menschen aus der Kinder- und Jugendbuchbranche übernahmen im vergangenen Jahr von Mitte August bis Mitte Dezember die Facebookseite „Ich mach was Kinderbüchern“ (z. Z. etwa 4.400 Abonnenten). Jeweils für eine Woche gaben sie den Abonnenten einen Einblick in ihr Arbeitsleben, das sich irgendwie um die Kinder- und Jugendliteratur dreht.

Mit von der Partie waren (in der Reihenfolge ihres Auftretens): Der Autor Frank Maria Reifenberg, Pressesprecher Tomas Rensing vom Coppenrath Verlag, Kinderbuchautorin Barbara van den Speulhof, Hörbuchverlegerin Andrea Herzog von der Hörcompany, die Illustratorin Annette Swoboda, Kinderbuchautor Rüdiger Bertram, Birgit Arteaga von der Literaturagentur Arteaga, die Damen der Buchhandlung Kunterbuch in Wien, das Team der Stadtbüchereien Düsseldorf, die Kinderbuchhändlerin Kati Fräntzel von der Schiller Buchhandlung, Illustratorin Sabine Lohf, die nach England ausgewanderte Kinderbuchautorin Dagmar H. Mueller, Sandra Rudel von der Buchhandlung Schmitz Junior, Illustratorin Susanne Meier, Kinderbuchautorin Andrea Karimé und last but not least Barbara Zoschke, die von ihrer Arbeit bei Jugendstil, dem Kinder- und Jugendliteraturzentrum in Dortmund berichtete.

Mir hat es ungeheuer viel Spaß bereitet, diesen ganz unterschiedlichen Menschen über die Schulter zu schauen und deshalb habe ich beschlossen, die Rotation Curation auch 2016 fortzuführen. Der Januar ist bereits mit drei famosen Kuratoren bzw. Kuratoren-Teams besetzt, doch bei ausreichendem Interesse kann die Aktion auch im Februar fortgesetzt werden.

Wer eignet sich als Kurator?

Zunächst einmal muss der Kurator – wie der Titel der Seite es schon verrät – etwas mit Kinderbüchern machen, selbstverständlich fallen hier natürlich auch die Jugendbücher drunter. Ihre oder seine Arbeit (oder auch ehrenamtliche Freizeit) sollte sich in irgendeiner Form intensiv mit der Kinder- und Jugendliteratur beschäftigen. Vom Lektor zum Illustrator, von der Übersetzerin zum ehrenamtlichen Lesepaten, vom Verleger zur Autorin, vom Buchhändler zur Agentin, alles ist möglich. Natürlich muss ein potenzieller Kurator einen Facebook-Account besitzen und diesen mit viel Freude bereits seit einiger Zeit (eine Erfahrung von mehreren Monaten ist hier von Vorteil) nutzen. Als Autor und Illustrator sollte man zumindest ein Werk bei einem Publikumsverlag herausgebracht haben.

Was muss der Kurator tun?

Der Kuratoren-Wechsel findet immer montags statt. Am Sonntag davor wird der neue Kurator von mir vorgestellt, hierfür benötige ich eine Kurzvita und gegebenfalls Links zu Webseite und Social Media Accounts, auf die ich verlinken soll. Der Kurator wird dann von mir mit den benötigten Rechten der Facebook-Seite ausgestattet und darf ab Montag für eine Woche den Account bespielen. Dabei sollte er minimum zwei Beiträge pro Tag posten und sich die Zeit nehmen, auf Fragen und Kommentare der Abonnenten zu antworten. Die Beiträge sollen in erster Linie über den Menschen und sein Schaffen informieren und nicht zur Werbeveranstaltung für gerade veröffentlichte Werke fungieren. Technische Fragen zur Seitenbetreuung beantworte ich selbstverständlich im Vorfeld.

Wie kann ich mich bewerben?

Eine Bewerbung nehme ich gerne per Mail entgegen. Sie sollte neben einer kurzen Vorstellung auch Links zu vorhandenen Social Media Accounts enthalten. Gerne können auch schon eine Wunschwoche sowie mögliche Inhalte angegeben werden.

BEO – Bücher entern Ohren

beo_2015

„Der Beo besitzt ein munteres Wesen.
Wegen seiner ausgesprochenen Sprachbegabung ist er nicht nur in seiner Heimat ein beliebtes Heimtier.
Allerdings sind die vom Beo erzeugten Töne laut.“[1]

Am vergangenen Mittwochabend (25. November) war es soweit:  Der Deutsche Kinder- und Jugendhörbuchpreis wurde zum dritten Mal  in Hamburg verliehen und ich durfte dabei sein …

 

Um 20 Uhr begann die Preisverleihung im Thalia Theater in Hamburg-Altona. Alles, was Rang und Namen in der Kinderhörbuchwelt hat, fand sich in der Gaußstraße ein.

Begrüßt wurden wir Gäste durch das famose Trio Manugadjo Royal, das musikalisch durch den Abend führte. Doch pünktlich ging es trotzdem nicht los – Moderatorenpaar Alicia Aumüller und Hans Löw schlummerten noch selig hinter der Bühne: „Warum schlafe ich eigentlich immer ein, wenn ich ein Hörbuch höre?“ Eine Anspielung auf das Vorurteil mit dem Hörbücher immer noch zu kämpfen haben: Die taugen doch nur zum Einschlafen! Damit war gleich zu Beginn klar: Dies würde keine „normale“ Preisverleihung werden. Keine staubige, langweilige Aneinanderreihung von zu langen drögen Reden.

beo_2015_0992_Moderatoren-Duo Hans Löw und Alicia Aumüller amüsieren sich bei der Conference

Moderatoren-Duo Hans Löw und Alicia Aumüller
Foto: © Heiko Preller

Ich sollte Recht behalten. Selten war ich auf einer so unterhaltsamen Preisverleihung! Neben der Band, begleitete uns auch der Live-Künstler Stefan Pertschi durch den Abend und illustrierte das Gehörte wahlweise auf Overhead oder großflächig auf Leinwand. Das Moderatorenpaar Aumüller und Löw kokettierte sehr sympathisch mit einigen Hörbuch-Klischees (und miteinander). Running-Gag des Abends war jedoch der Beo im Käfig auf der Bühne. Dieser kommentierte einfach alle paar Minuten: „Blödmann“.

Als Gewinner wurden ausgezeichnet:

Kategorie I: 0 bis 6 Jahre
„Kommissar Gordon. Der erste Fall“ (von Ulf Nilsson, headroom)
Sprecher: Ulrich Noethen, Udo Kroschwald & Lotta Doll

Kategorie II: 7 bis 11 Jahre
„Yark“ (von Bertrand Santini, sauerländer audio)
Sprecher: Mechthild Großmann – und ihr Dankesvideo ist der Knaller!

Kategorie III: ab 12 Jahre
„Jetzt spricht Dylan Mint und Mr Dog hält die Klappe“ (von Brian Conaghans, Oetinger Audio)
Sprecher: Martin Baltscheit

Gewinner der Kinderjury 2015
„Bärenschwur“ (von Ryan Gebhart, Silberfisch)
Sprecher: Sebastian Rudolph

Gewinner Bestes Sound Design
Henning Schmitz, Martin Zylka und Gerrit Booms für ihre akustische Inszenierung von „Die Schule der Weihnachtsmänner“ (von Karlheinz Koingg, der Hörverlag)

beo_2015_1699_BEO 2015_Abschlussbild-001

Abschlussbild mit Projektleiterin, Preisträgern, Jurymitgliedern und Moderatoren
Foto: © Heiko Preller

Besonders beeindruckt hat mich im Nachhinein (neben der famosen Inszenierung dieses Abends) die Arbeit der Lehrerinnen der Kronach-Schule in Berlin-Lichterfelde. Ihre vierte Klasse fungierte als Kinder-Jury und setzte sich über einen langen Zeitraum intensiv mit den nominierten Hörbüchern auseinander. Die beiden sympathischen Lehrerinnen haben sich wirklich ins Zeug gelegt: Es wurde gelesen, gehört, Theaterstücke aufgeführt, gemalt, einander erzählt, abgestimmt und und und… Der begleitende Video-Clip sah nach unglaublich viel Spaß aus – eine großartige Leistung! Die meiner Meinung noch viel mehr gewürdigt werden sollte.

Vielen Dank, liebe Steffi, dass ich dabei sein durfte. Wenn du im nächsten Jahr nicht kannst: Auf mich kannst du zählen!

Laura Sonnefeld, Hamburg


Zum Preis

Der Deutsche Kinderhörbuchpreis BEO unter der Schirmherrschaft von Felicitas von Lovenberg ist eine Initiative von Kinder hören e.V. und wird durch den Arbeitskreis Hörbuch des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels organi­satorisch unterstützt. Er wurde 2015 zum dritten Mal vergeben.

Die Preisträger erhalten je 5.000 Euro, der Sonderpreis und der Preis der Kinderjury sind mit je 3.000 Euro dotiert.

Der Fachjury des BEO 2015 gehörten an: Christian Bärmann (Journalist, BÜCHER, Hannover), Volker Bernius (hr2-Bildung und Kultur/Stiftung Zuhören, Frankfurt a.M.), Georg Cadeggianini (Journalist/Autor, München), Ines Dettmann (Junges Literaturhaus, Köln), Heide Germann (Rezensentin, Darm­stadt), Christine Knödler (Journalistin, ELTERN family, München), Lothar Sand (Börsenverein, Frankfurt a.M.), Ilona Schulz (Schauspielerin/Sprecherin, Berlin) und Barbara Stoll (Buchhändlerin, LüneBuch in Lüneburg).

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Beo

Titelfoto: Miriam Gabriela Möllers 

Deutsch-englische Lesung mit Julie Kagawa

Am 28. Oktober fand in Berlin die Buchpräsentation zu „Talon“ von Julie Kagawa statt. Redaktionsmitglied Lena Hansen war vor Ort und lauschte der deutsch-englischen Lesung.

Am Rosenthaler Platz purzelte ich aus der U-Bahn und machte mich auf die Suche nach „Mein Haus am See“, dem Veranstaltungsort der deutsch-englischen Lesung der amerikanischen Bestsellerautorin Julie Kagawa, die die „Plötzlich Fee“-, „Plötzlich Prinz“- und „Unsterblich“-Reihe geschrieben hat. Nach dem ich den Eingang endlich gefunden hatte, wurde ich durch eine mysteriöse Tür ins Untergeschoss geschickt. Unten angekommen suchte ich mir noch schnell ein Plätzchen zwischen den anderen Zuschauern bzw. Zuhörern und der Abend konnte beginnen.

julie3

Durch den Abend geführt wurden wir von Theresa Feldhaus, die Julie Kagawa interessante Fragen stellte und ihre Antworten für das Publikum auch noch übersetzte. Wir erfuhren, dass Julie Kagawa gerne Computerspiele spielt und sich beispielsweise von den Settings in den Spielen für ihre Bücher inspirieren lässt. Auf die Frage, ob sie auch mal etwas weniger phantastisches geschrieben habe oder schreiben möge, meinte sie, dass sie es durchaus schon versucht hätte, aber letztendlich seien doch immer Vampire oder Feen in der Geschichte aufgetaucht, weshalb sie dann doch lieber Fantasy-Geschichten schreibt.

Anschließend hat sie ein paar Fragen zu ihrem Buch „Talon“ beantwortet und was ihre Überlegungen dazu gewesen sind. Julie Kagawa meinte, sie hätte sich Gedanken gemacht, was Drachen, wohl in unserer heutigen Welt machen würde und wie es ihnen ergehen würde. Daraus ist dann „Talon“ entstanden.

Danach hat Dennis Abrahams, eine Passage aus „Talon“ auf Deutsch vorgelesen. Da habe ich echt Gänsehaut bekomme, bei seiner tollen Stimme und der spannenden Art, wie er es vorgelesen hat.

Im Anschluss daran hat Julie Kagawa eine andere Stelle auf Englisch vorgelesen, was mich auch total begeistert hat.

julie-talonAbschließend durfte das Publikum noch Fragen an die Autorin stellen und es wurde eine kleine Drachenfigur, die die Protagonistin aus „Talon“ darstellte, verlost. Julie Kagawa macht diese kleinen Figuren selbst und arbeitet bis zu 5 Stunden daran. Sie hat sogar einen eigenen Etsy-Shop, wo sie die Figuren verkauft.

Die Lesung hat mir super gut gefallen und die Autorin war mir total sympathisch! Die Mischung aus Deutsch und Englisch an diesem Abend fand ich total interessant, da dies meine erste zweisprachige Lesung war.

Ich muss gestehen, ich habe vorher noch gar keins ihrer Bücher gelesen, aber nach der Lesung habe ich sofort mir ihrem neuen Buch „Talon“ angefangen und ich bin begeistert! Absolut empfehlenswert!