Alle Artikel in: Bücherregal

Leipziger Lesekompass 2015: Die Gewinner

Soeben wurden in Leipzig die diesjährigen Siegertitel des Leipziger Lesekompass prämiert. Der Leipziger Lesekompass zeichnet Kinder- und Jugendbücher aus, die Lesespaß mit kreativen Ansätzen der Leseförderung verbinden. Ausgewählt werden sie von einer Jury aus unabhängigen Fachleuten der Bereiche Kita, Schule, Bibliothek und Buchhandel, aber auch aus jugendlichen Lesern und Bloggern. Prämiert werden jeweils Neuerscheinungen, die im Zeitraum zwischen zwei Leipziger Buchmessen (zwischen März und März) erschienen sind. Hier findet ihr die Gewinner (10 Bücher und Medien) aus jeder Kategorie. Mit einem Klick auf das Cover könnt ihr in den Büchern blättern. Kategorie 2 bis 6 Jahre: Kategorie 6 bis 10 Jahre: Kategorie 10 bis 14 Jahre:

Deutscher Hörbuchpreis: Qualität für die Ohren

Wie gerne würde ich mit meinen roten Schuhen gleich auf zwei Hochzeiten tanzen und sowohl die Preisverleihung des Deutschen Hörbuchpreises in Köln, die auch das internationale Literaturfest lit.COLOGNE eröffnet, besuchen als auch an der feierlichen Eröffnung der Leipziger Buchmesse im Gewandhaus teilnehmen. Aber so oft ich die Hacken meiner diversen roten Schuhe auch aneinander schlage, dieser Spagat zwischen Köln und Leipzig ist selbst mir nicht möglich. So werde ich in diesem Jahr den Leipzigern den Vortritt lassen und die Daumen für eine bessere Terminabstimmung in 2016 gedrückt halten. Nichts desto trotz möchte ich euch den Deutschen Hörbuchpreis und seine Preisträger kurz vorstellen. Auf der Webseite des Preises heißt es: „Der Weg des Ohrs ist der gangbarste und nächste zu unsern Herzen.“ Friedrich Schiller (aus: „Über das teutsche Theater“) Der Deutsche Hörbuchpreis wird in 7 Kategorien vergeben und zeichnet deutschsprachige Hörbuchproduktionen aus, „die in besonderer Weise durch ihre Qualität die Stärken und Möglichkeiten des akustischen Mediums vorführen und hervorheben und die damit beispielhaft wirken“. Ende Januar wurden die Gewinner in sechs Kategorien bekannt gegeben. Der Preisträger …

Buchtipp: „Ben Fletchers total geniale Maschen“ von T.S. Easton, Ueberreuter

Manchmal fragt Frau Leo in einem der gerne genutzten sozialen Netzwerke per Foto, welches der abgebildeten Bücher sie denn nun als nächstes lesen solle. Und bestimmt zwei- oder dreimal sah ich dabei das Wollknäuel-Buch. „Ben Fletchers total geniale Maschen“ von T.S. Easton. Wollknäuel bringen mir ein behagliches Gefühl. Stricken ist gemütlich, bringt Entspannung. Bücher, in denen gestrickt wird, sind meist ebenfalls sehr entspannend und richtig nett zu lesen. Noch nie habe ich jedoch einen Jugendroman gesehen, in dem es um einen strickenden Jungen geht. Also war ich bereits beim ersten Foto von Frau Leo sehr, sehr neugierig auf Ben Fletcher. Aber Frau Leo entschied sich für ein anderes Buch. So auch bei der zweiten Nachfrage. Langsam wurde ich ungeduldig. Wann würde ich denn nun erfahren, ob die „genialen Maschen“ lesenswert waren? Auf meine Nachfrage, wurde mir die Aufgabe erteilt, es doch bitte endlich selbst zu lesen und mir meine Meinung zu bilden. „Ben Fletchers total geniale Maschen“ erscheint im Ueberreuter Verlag und ist ein 317 Seiten starkes Taschenbuch. Das Titelbild ist ein bisschen wirr und …

Buchpremiere im roten Ohrensessel

Buchpremieren sind immer etwas besonderes, für das Publikum ebenso wie für den Autor oder die Autorin. Die Zuhörer kommen in den Genuss, als erste einem neuen Werk lauschen zu dürfen, für die Autorin – am gestrigen Abend Mechthild Gläser – ist es nicht weniger spannend herauszufinden, wie die gewählten Textpassagen auf die Lesungsgäste wirken. Die anfängliche Anspannung von Mechthild Gläser stellte sich zügig als völlig unbegründet heraus. Mehr als dreißig Augenpaare im völlig überfüllten Wohnzimmer hingen gespannt an ihren Lippen als die junge Autorin aus dem Ruhrgebiet aus ihrem neuesten Werk zu lesen begann. Dabei hatte sie die Textauszüge aus „Die Buchspringer“ geschickt gewählt und ergänzte das Gelesene zwischendurch immer durch kleine eigene Zusammenfassungen. Dass sie die Zuhörer bereits nach dem Prolog für sich und ihren Roman gewonnen hatte, konnte man sogar hören, denn die Lesungsgäste lauschten der Autorin derart gebannt, dass man die sprichtwörtliche Stecknadel hätte fallen hören können. Kein Wunder also, dass der Büchertisch nach der Lesung gut besucht war, schließlich wollten nun alle wissen, wie es mit Amy, Goethes Werther und den …

Flucht, Vertreibung, Völkermord: Konfliktthemen im Jugendbuch

Bücher bieten Jugendlichen wie Erwachsenen die Möglichkeit, sich neben der Berichterstattung in Zeitung, TV und Internet aktuellen, aber auch vergangenen Konflikten lesend zu nähern. Biographien aber auch fiktive Erzählungen geben Tätern wie Opfern ein Gesicht, historische Geschichte und aktuelles Zeitgeschehen werden lebendig vermittelt und verkommen nicht im täglichen Einerlei ungreifbarer Zahlenstatistik. Bücher und ihre Geschichten lehren uns zu verstehen, mitzufühlen und im besten Fall für die Zukunft daraus zu lernen, eine Eigenschaft, die man recht trockenem Geschichtsunterricht oder Gesellschaftslehre nicht immer nachsagen kann. Folgende Kinder- und Jugendbücher, die sich den Themen „Flucht aus Afghanistan“, „Warschauer Ghetto“, „Völkermord in Ruanda“ und „Herrschaft der Roten Khmer“ widmen, möchte ich euch kurz vorstellen und empfehlen. Es handelt sich bei den Büchern nicht um sogenanntes „Lesefutter“, schnell weggelesen und leicht verdaulich, und sicherlich eignen sich diese Bücher nicht für jeden Leser. Dennoch sind es wichtige Bücher mit noch wichtigeren Inhalten, denen ich viele Leser wünsche. Das Schicksal der Sterne von Daniel Höra, erschienen bei Bloomoon Inhalt: Adib und Karl. Der eine ein junger Flüchtling aus Afghanistan, der andere ein …