Alle Artikel in: Büchermenschen

Deutsch-englische Lesung mit Julie Kagawa

Am 28. Oktober fand in Berlin die Buchpräsentation zu „Talon“ von Julie Kagawa statt. Redaktionsmitglied Lena Hansen war vor Ort und lauschte der deutsch-englischen Lesung. Am Rosenthaler Platz purzelte ich aus der U-Bahn und machte mich auf die Suche nach „Mein Haus am See“, dem Veranstaltungsort der deutsch-englischen Lesung der amerikanischen Bestsellerautorin Julie Kagawa, die die „Plötzlich Fee“-, „Plötzlich Prinz“- und „Unsterblich“-Reihe geschrieben hat. Nach dem ich den Eingang endlich gefunden hatte, wurde ich durch eine mysteriöse Tür ins Untergeschoss geschickt. Unten angekommen suchte ich mir noch schnell ein Plätzchen zwischen den anderen Zuschauern bzw. Zuhörern und der Abend konnte beginnen. Durch den Abend geführt wurden wir von Theresa Feldhaus, die Julie Kagawa interessante Fragen stellte und ihre Antworten für das Publikum auch noch übersetzte. Wir erfuhren, dass Julie Kagawa gerne Computerspiele spielt und sich beispielsweise von den Settings in den Spielen für ihre Bücher inspirieren lässt. Auf die Frage, ob sie auch mal etwas weniger phantastisches geschrieben habe oder schreiben möge, meinte sie, dass sie es durchaus schon versucht hätte, aber letztendlich seien doch …

Interview mit der Autorin Irmgard Kramer

Mit „Am Ende der Welt traf ich Noah“ hat Irmgard Kramer ein packendes Jugendbuch voller überraschender Wendungen und einer großen ersten Liebe geschrieben. Ich hatte die Möglichkeit, die Autorin zu interviewen und sie über das Schreiben, ihre Einstellung zu Buchverfilmungen und Schullektüren und vielem mehr auszufragen. „Am Ende der Welt traf ich Noah“ ist Ihr zweites Jugendbuch. Was ist für Sie das Besondere daran, Bücher für Kinder und Jugendliche zu schreiben? Meine Kinderzeit erschien mir endlos. Ich durfte mich sorglos durch Tag und Nacht träumen, während meine Mutter wie ein Schneepflug alle unschönen Seiten des Lebens beiseite räumte, ohne dass ich es merkte. Sie ließ mich verweilen auf Honigmonden und Himbeerwolken. In meiner Jugend brach dann die Realität über mir herein wie die Flut eines geborstenen Staudamms. Ich sah, wie es in der Welt rund um mich herum bestellt war und wehrte mich gegen alles. Meine Eltern verstanden nicht, wie aus einem verträumten braven Kind ein aufsässiger, schwieriger Teenager wurde. Sowohl meine Kindheit als auch meine Jugend haben sich tief in meine Erinnerung eingeprägt – …

Im Wohnzimmer mit Katrin Zipse

Vergangenen Freitag wurde bereits zum 28. Mal das heimische Wohnzimmer leer geräumt. Lampen mussten weichen, Stühle wurden gestellt und der rote Ohrensessel ins rechte Licht gerückt. Unverkennbar es war wieder Wohnzimmerlesungszeit. Gut zwanzig Gäste und die hiesige Presse warteten gespannt auf Katrin Zipse, die mit ihrem neuesten Werk „Die Quersumme von Liebe“ die Reise von Baden-Baden ins Ohligser Wohnzimmer angetreten hatte. Nachdem die Autorin im letzten Jahre für ihr Erstlingswerk „Glücksdrachenzeit“ den mit 10.000 Euro dotierten Thaddäus-Troll-Preis des Förderkreises deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg erhalten hatte, war ich sehr gespannt, wie ihr neuer Roman, der aufgrund verschiedener Erzähler und Erzählebenen für Lesungen durchaus anspruchsvoll ist, bei den Lesungsgästen ankommen würde. Katrin Zipse löste dieses Problem mit Bravour. Sie entschied sich, nur einen Erzählstrang (nämlich den der weiblichen Protagonistin Luzie) vorzulesen und Sprünge in die Vergangenheit, die im Buch kursiv gedruckt sind, kurz anzukündigen. So konnte das Publikum der spannenden Geschichte problemlos folgen. Nach gut einer Stunde Lesungszeit und fast auf die Sekunde genau mit den 9-Uhr-Schlägen der beiden Uhren beendete die Autorin die Lesung, natürlich nicht …

Book-Dating: 5 Minuten für dein Lieblingsbuch

Auch wenn das Speed-Dating seinen Ursprung in der Beziehungsanbahnung hat, erfreut sich die schnelle Art des Kennenlernens mittlerweile in vielen weiteren Bereichen großer Beliebtheit. Unter dem Motto „Buchfans lernen sich kennen!“ laden die Stadtbüchereien Düsseldorf im September und Oktober zum Book-Dating an. Im Mittelpunkt stehen bei dieser Art des Speed-Datings allerdings die mitgebrachten Lieblingsbücher, die man seinem Gegenüber schmackhaft machen will. Dafür hat man fünf Minuten Zeit ehe der Gong ertönt und man einen Sitzplatz weiter rutschen muss. Innerhalb kürzester Zeit erhält man auf diese Weise jede Menge Buchtipps aus erster Hand. Wie das Ganze ablaufen könnte, zeigt dieses Video im YouTube-Kanal der Stadtbüchereien Düsseldorf: Lust bekommen? Dann gibt es hier eine Übersicht, wann und in welcher Düsseldorfer Bibliothek die Book-Datings stattfinden. Anmeldung per Mail oder Telefon ist bis zwei Tage vor der Veranstaltung erwünscht. Mittwoch, 16. September um 20 Uhr Zentralbibliothek, Bertha-von-Suttner-Platz 1 Telefon 0211.8994027 Mittwoch, 30. September um 19 Uhr Stadtteilbibliothek Bilk, Friedrichstraße 127 Telefon 0211.899290 Freitag, 16. Oktober um 19:30 Uhr Stadtteilbücherei Gerresheim, Heyestraße 4 In Kooperation mit der KÖB St. Ursula …

Interview mit Antonia Michaelis

„Zwei Fragen. Erstens: Ist es sinnvoll, weiterzuleben? Und Zweitens: Ist es sinnvoll, allein Geburtstag zu feiern?“ – Mit diesen Sätzen beginnt der Roman „Niemand liebt November“ meiner Lieblingsautorin Antonia Michaelis. Etwas mehr als diese zwei Fragen hatte ich dann aber doch an sie als ich die Möglichkeit bekam, ein Interview mit ihr zu führen. Warum aber Antonia Michaelis? Nun ja, ich bin sozusagen mit ihren Büchern aufgewachsen und habe sie seitdem nie aus der Hand gelegt. Begonnen bei wilden und freien Geschichten der Kinder von Ammerlo, über eine Reise zum „Zwölften Kontinent“ und endend im dunklen Hinterzimmer des „Botelled“ aus „Niemand liebt November“ waren sie quasi immer dabei. Dieser ganz besondere Stil, die mitschwingende Ironie trotz der Dunkelheit und Tiefe und die verschwommene Grenze zwischen Realität und Fiktion haben mich zweifellos zum Fan gemacht. Ziemlich aufgeregt tippte ich also alle Fragen, die sich über die Jahre so angesammelt hatten, in das offene Mailfenster und schickte sie noch immer so aufgeregt ab. – Klang das vielleicht zu steif? Oder hätte ich die letzte Frage nicht lieber …