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Interview mit Antonia Michaelis

„Zwei Fragen. Erstens: Ist es sinnvoll, weiterzuleben? Und Zweitens: Ist es sinnvoll, allein Geburtstag zu feiern?“ – Mit diesen Sätzen beginnt der Roman „Niemand liebt November“ meiner Lieblingsautorin Antonia Michaelis. Etwas mehr als diese zwei Fragen hatte ich dann aber doch an sie als ich die Möglichkeit bekam, ein Interview mit ihr zu führen. Warum aber Antonia Michaelis? Nun ja, ich bin sozusagen mit ihren Büchern aufgewachsen und habe sie seitdem nie aus der Hand gelegt. Begonnen bei wilden und freien Geschichten der Kinder von Ammerlo, über eine Reise zum „Zwölften Kontinent“ und endend im dunklen Hinterzimmer des „Botelled“ aus „Niemand liebt November“ waren sie quasi immer dabei. Dieser ganz besondere Stil, die mitschwingende Ironie trotz der Dunkelheit und Tiefe und die verschwommene Grenze zwischen Realität und Fiktion haben mich zweifellos zum Fan gemacht. Ziemlich aufgeregt tippte ich also alle Fragen, die sich über die Jahre so angesammelt hatten, in das offene Mailfenster und schickte sie noch immer so aufgeregt ab. – Klang das vielleicht zu steif? Oder hätte ich die letzte Frage nicht lieber …

Was macht eigentlich … mit Kinderbüchern?

Seit Januar 2010 gibt es die Buecherkinder auch auf Facebook. Ebenso lange betreibe ich die Facebookseite  Ich mach was mit Kinder-Büchern, auf der ich Interessantes aus der Kinder- und Jugendbuchwelt poste. Mit rund 4.000 Fans, die entweder selbst was mit Kinderbüchern machen (hiermit ist natürlich alles vom Bilderbuch bis zur jungen Literatur gemeint) oder am Thema interessiert sind, hat die Seite mittlerweile eine beachtliche Stammleserschaft. Da ich online wie offline gerne Menschen mit ähnlichen Vorlieben zusammenbringe, möchte ich die Reichweite der Facebook-Seite für weitere Vernetzungen nutzen, weshalb ab Mitte August für jeweils eine Woche ein Kinderbuchmensch zum Co-Admin von Ich mach was mit Kinder-Büchern ernannt wird. In dieser Woche wird sie oder er den Lesern einen Einblick geben, wie beispielsweise das (Arbeits-)Leben eines Autors oder eines Pressesprechers, einer Illustratorin oder einer Hörbuchverlegerin, einer Kinderbuchhändlerin oder eines Leseförderers aussieht. Die jeweiligen Co-Admins werden immer sonntags von mir vorgestellt bevor sie montags ihre „Stelle“ antreten. Den Anfang macht der Kinder- und Jugendbuchautor Frank Maria Reifenberg. Ich freue mich schon sehr darauf herauszufinden, was denn eigentlich die anderen …

Was macht den Autor „frei“?

In den Kurzbiografien zahlreicher Bücher trifft man regelmäßig auf die Bezeichnung „freier Autor“. Aber was genau unterscheidet denn nun den Autor vom „freien“ Autor? Obgleich die größte aller Suchmaschinen zahlreiche Ergebnisse zum Thema ausspuckt, liefert sie nicht wirklich Antworten. Anzeigen sogenannter Zuschussverlage werden eingeblendet, es ist von freier Mitarbeit und nebenberuflicher Tätigkeit die Rede. Ich will es genauer wissen und hake nach bei einem, der erst kürzlich beschlossen hat, als freier Autor zu arbeiten. Der freie Autor Frank Maria Reifenberg Frank Maria Reifenberg wurde 1962 in der Nähe von Siegen geboren und wuchs wohlbehütet in einem Dorf im Westerwald auf. Nach Abitur und Ausbildung zum Buchhändler wurde er in den späten 80er Jahren Texter und Mitinhaber einer Public Relations-Agentur. Anfang des neuen Jahrtausends absolvierte Reifenberg an der Internationale Filmschule Köln das Ausbildungsprogramm für Drehbuchautoren. Fortan schrieb er Drehbücher und Konzepte für Film und Fernsehen bevor er 2003 begann Romane für Verlage wie Thienemann, Rowohlt, Bloomoon/arsEdition, Ueberreuter oder Ravensburger zu schreiben. Seit 2008 widmet Reifenberg sich der Jungenleseförderung mit Workshops nur für Jungen, Seminaren und Vorträgen …

Bücherkind trifft auf Autorin

Am 11. Juli fand in Berlin ein exklusives Lunch statt, an dem die Schriftstellerin Alexa Hennig von Lange ihren neuen Roman „Die Welt ist kein Ozean“ vorstellte. Lena Hansen, langjähriges Mitglied der Buecherkinder-Redaktion, war vor Ort und schildert ihr Erlebnis hier. Als ich die Einladung zum Lunch und persönlichen Gespräch mit der Autorin Alexa Hennig von Lange erhielt, war ich etwas verunsichert, ich hatte zuvor noch nie mit einer Autorin persönlich gesprochen und machte mir Sorgen, dass mir keine guten Fragen einfallen würden, die ich ihr stellen könnte. Am Samstag machte ich mich dann auf den Weg ins „Fame“, ein Restaurant in Berlin-Friedrichshain direkt an der Spree, wo das Autorentreffen stattfand. Nachdem ich den etwas unscheinbaren Eingang erspäht hatte, wurde ich gleich ganz herzlich von Alexa Hennig von Lange und ihrem Mann begrüßt. Nach und nach trudelten auch andere Leserinnen und Bloggerinnen ein und so wurden wir insgesamt 10 Buchliebhaberinnen, die an diesem Treffen teilnehmen konnten. Die Autorin stellte sich und ihr neues Buch „Die Welt ist kein Ozean“ kurz vor und wir uns ebenso. …

Britta Sabbag liest im Garten

Manchmal muss man flexibel sein, besonders wenn die äußeren Umstände mit tropischen 35 Grad Lufttemperatur so gar nicht für eine Wohnzimmerlesung sprechen. Kurzerhand wanderten wir deshalb gestern aus und verlagerten die bereits 27. Wohnzimmerlesung, die zweite mit Britta Sabbag, in den Garten – selbstverständlich mit rotem Ohrensessel. Eine gute Entscheidung, denn unter den Bäumen mit einer leichten Brise ließ es sich gut aushalten und mit Britta Sabbag im roten Ohrensessel ist man eh bestens unterhalten. Obwohl es bereits um den zweiten Teil von Sannys Geschichte ging, gab Britta Sabbag uns zunächst einen kurzen Überblick über die Geschehnisse im Buch „Stolperherz“, das – so erfuhren wir – durchaus autobiografische Züge enthält. Und so manche jugendliche Erfahrung der Autorin floss auch in die Fortsetzung „Herzriss“ ein, das man allerdings aufgrund einiger Rückblicke „zur Not“ auch ohne Kenntnis des ersten Romans lesen kann. Allerdings empfehle ich euch wärmstens beide Bücher zu lesen, denn Britta Sabbag hat einen wunderbar leichten und humorvollen Schreibstil und trotzdem stecken – gerade für Jugendliche – viele Erkenntnisse in ihren Texten. Für mich zwei …