Alle Artikel in: Büchermenschen

Leipzig, ich komme! #lbm15

Am Mittwoch ist es soweit, dann werde ich mich mit einem Haufen Bücher „bewaffnet“ und rot beschuht auf die knapp 6-stündige Reise nach Leipzig begeben. Wie jedes Jahr freue ich mich auf das Wiedersehen mit alten Bekannten, auf Begegnungen mit Menschen, die ich bislang nur aus dem Netz kenne, und natürlich auf den Duft von vielen neuen Büchern. Und wie immer lautet die am häufigsten gestellte Frage: „Hey Steffi, wollen wir uns nicht auf einen Kaffee treffen?“. Da mein Terminkalender kaum noch Lücken aufweist, ich aber neben Verlagsgesprächen auch immer wieder an Veranstaltungen teilnehme, dachte ich mir, dass ich meinen Terminplaner einfach veröffentliche und vielleicht ergibt sich ja dann irgendwie und irgendwo ein lockeres Gespräch. Erkennen werdet ihr mich ja ohnehin, ich bin die „Kleine“, die mit den roten Schuhen zwischen den Hallen umherflitzt. Mittwoch Vielleicht treffe ich den einen oder die andere ja bereits am Mittwochabend im Gewandhaus zur Eröffnung der Leipziger Buchmesse. Ich winke dann einfach mal von der rechten Orchesterempore runter. Donnerstag Der Donnerstag steht ganz im Zeichen des Leipziger Lesekompass #llk15. …

Buchpremiere im roten Ohrensessel

Buchpremieren sind immer etwas besonderes, für das Publikum ebenso wie für den Autor oder die Autorin. Die Zuhörer kommen in den Genuss, als erste einem neuen Werk lauschen zu dürfen, für die Autorin – am gestrigen Abend Mechthild Gläser – ist es nicht weniger spannend herauszufinden, wie die gewählten Textpassagen auf die Lesungsgäste wirken. Die anfängliche Anspannung von Mechthild Gläser stellte sich zügig als völlig unbegründet heraus. Mehr als dreißig Augenpaare im völlig überfüllten Wohnzimmer hingen gespannt an ihren Lippen als die junge Autorin aus dem Ruhrgebiet aus ihrem neuesten Werk zu lesen begann. Dabei hatte sie die Textauszüge aus „Die Buchspringer“ geschickt gewählt und ergänzte das Gelesene zwischendurch immer durch kleine eigene Zusammenfassungen. Dass sie die Zuhörer bereits nach dem Prolog für sich und ihren Roman gewonnen hatte, konnte man sogar hören, denn die Lesungsgäste lauschten der Autorin derart gebannt, dass man die sprichtwörtliche Stecknadel hätte fallen hören können. Kein Wunder also, dass der Büchertisch nach der Lesung gut besucht war, schließlich wollten nun alle wissen, wie es mit Amy, Goethes Werther und den …

#bookupDE: Bücher, Menschen, Medien

Am vergangenen Samstag fand das erste #bookupDE in Münster statt. Der Coppenrath Verlag öffnete für zahlreiche Interessierte den Showroom im Münsteraner Hafen. Neben zahlreichen Veranstaltungen in Buchhandlungen und Bibliotheken war dies das vierte #bookupDE-Treffen in einem Verlag. „Handy RAUS! statt Handy aus.“ lautet die Devise. Bei einem #bookupDE treffen sich buchbegeisterte Onliner, die bei Facebook,Twitter, Instagram und Co. aktiv sind, an bibliophilen Orten wie Buchhandlungen, Verlagen oder Bibliotheken mit Gleichgesinnten. Von dort berichten sie per Smartphone live – und/oder im Anschluss im eigenen Blog – mit dem Hashtag #bookupDE über die Veranstaltung. Rund 40 interessierte Onliner – eine bunte Mischung aus Lesern, Bibliothekaren, Buchbloggern und Buchhändlern – fanden sich gegen 15 Uhr an der Alten Feuerwache in Münster ein, um einen Blick in das altehrwürdige Gebäude zu werfen, das neben der Coppenrath-Spiegelburg-Produktpalette auch zahllose Antiquitäten und Kuriositäten beherbergt. Der Verlag war bestens auf die vielen neugierigen Buchliebhaber vorbereitet und hatte neben wunderschönem Ambiente auch für leibliches Wohl gesorgt. Zu Beginn simulierte das Team des Verlags eine Vertreterkonferenz wie sie zweimal pro Jahr im Hause stattfindet. …

Mehr Sichtbarkeit für die Kinderbuchszene* schaffen!

* Mit Kinderbuchszene ist das breite Spektrum der Kinder- und Jugendliteratur gemeint. Ende Januar fand der 10. Hamburger Pub ’n‘ Pub-Stammtisch statt, in dem die fehlende Vernetzung und Sichtbarkeit der Kinderliteratur-Institutionen in der Hansestadt zur Diskussion standen. Tatsächlich hat Hamburg mit Oetinger und Carlsen zwei wirklich große Verlagshäuser zu bieten, ergänzt werden diese durch die Kinderbuchsparte des in Reinbek ansässigen Rowohlt Verlags, vielen kleinen Verlagen und sehr erfolgreichen Hörbuch-Labels. Keine andere Stadt weist eine derart hohe Konzentration von reinen Kinder- und Jugendbuchverlagen auf. Nichts desto trotz wird Hamburg nicht als Kinderbuchhauptstadt wahrgenommen, einen Zustand, den Katrin Hörnlein in ihrem ZEIT-Artikel „Wir sind doch ein Kinderdorf“ im Sommer letzten Jahres anprangerte. Sie sowie zahlreiche andere am Thema Interessierte trafen sich deshalb am 29. Januar zum Publishing-Stammtisch und ließen uns aus der Ferne via Twitter (hier die Zusammenfassung) an der lebhaften Diskussion teilhaben. Die Sorge, nicht ernst genommen zu werden innerhalb der Branche ist da.Kinderbuch ist literatur, also keine falsche Bescheidenheit! #pubnpub — Herzpotenzial (@Herzpotenzial) 29. Januar 2015 #kinderbuch in die Leseförderung schieben, dann bleibt’s günstig in …

Spaß am Lesen: Der Leipziger Lesekompass

Den Startschuss für den Leipziger Lesekompass bildete die Leipziger Buchmesse 2012. Seitdem wird diese Auszeichnung jährlich an 30 Titel in drei Kategorien verliehen. Seit der „Geburtsstunde“ sitze ich in der 17-köpfigen Jury, die auch dieses Jahr wieder von jugendlichen Lesescouts unterstützt wird. Sechs Jurymitglieder pro Kategorie haben ab Dezember die Qual der Wahl, aus 20 Büchern, Hörbüchern und Medien ihre 10 Favoriten auszuwählen. Da alle Titel, die zwischen zwei Buchmessen (März bis März) erscheinen, berücksichtigt werden, gibt es natürlich immer wieder einige Nachrücker, die uns etwas später erreichen. Die Idee hinter dem Leipziger Lesekompass Unglaubliche 8.000 Neuerscheinungen gibt es Jahr für Jahr für junge Leser. Kein Wunder also, dass die Orientierung da bisweilen schwer fällt, denn so unterschiedlich wie die Bücher selbst sind auch ihre Leser: Lesemuffel und Bücherfresser, Bilderbuchgucker und Erstleser, Jungen wie Mädchen, allen soll der Zugang zum Buch ermöglicht und schmackhaft gemacht werden. Der Spaß am Lesen steht beim Leipziger Lesekompass im Vordergrund, die prämierten Titel sollen Freude und Begeisterung für das Lesen wecken und bewahren. Dass die so erworbene Lesefertigkeit zugleich …