Alle Artikel mit dem Schlagwort: Bilderbuch

Diogenes – Kinderbücher mit Charakter!

Vor einigen Wochen suchte ich unter den Bilderbuch-Redakteuren jemanden, der die Bilderbücher aus dem Diogenes Verlag genauer unter die Lupe nimmt. Sabrina Kalmykov aus der Redaktion meldete sich sofort. Hier kommt nun ihr Blogbeitrag über … Kinderbücher mit Charakter Sollte es für den ein oder anderen nicht sofort greifbar sein: Diogenes, das sind so tolle Bücher wie zum Beispiel „Wo die wilden Kerle wohnen“, „Der Maulwurf Grabowksi“ oder „Ein Apfelbaum im Bauch“. Und auch eins meiner absoluten Lieblingsbücher ist in diesem Verlag erschienen: „Kein Kuss für Mutter“. Es sind keine Kinderbücher, so wie man sie sich vielleicht erst mal vorstellt: glatt und lieb, nicht unbedingt tiefgründig, oft mit absehbaren Friede Freude Eierkuchen Enden. Nein – hier handelt es sich um Kinderbücher mit Profil, mit Charakter, mit politischen und moralischen Botschaften. Die Geschichten und Bilder regen die Leser (Vorleser und Zuhörer) dazu an, ihre Fantasie zu nutzen und sich ihre Umwelt genauer anzuschauen. Kinder werden aufgefordert kritisch zu denken. Wir werden dazu angehalten, unseren Lebenswandel und unseren Umgang mit der Welt genauer zu betrachten: Warum wird …

Das Bilderbuchprojekt „Komm, spielen wir!“

Wer steckt hinter diesem Bilderbuchprojekt? VIEL & MEHR e. V. ist ein gemeinnütziger Berliner Verein mit dem Ziel der Förderung von Vielfalt und Mehrsprachigkeit in Bilderbüchern. In diesem thematischen Rahmen werden in der Vereinsarbeit Bilderbuchkonzepte entwickelt und veröffentlicht, welche die vorhandene Diversität von Lebensrealitäten gleichberechtigt und unabhängig von ethnischer wie sozialer Herkunft, von Geschlecht oder Alter sowie von individuellen Fähigkeiten zeigen, ohne sie in den Vordergrund zu stellen. Alle Kinder lieben es zu spielen und sie haben ein Recht darauf – mal ausgelassen und fröhlich, mal konzentriert und in sich gekehrt, mal allein und mal zusammen. Das möchte VIEL & MEHR in „Komm, spielen wir!“ zeigen und zwar so, dass sich viele Kinder in Sprache und Bild damit identifizieren können. Darum geht es „Komm, spielen wir!“ ist ein Foto-Bilderbuch in 5 + 1 Sprachen – arabisch, deutsch, englisch, französisch, türkisch und einer Sprache, die frei ergänzt werden kann. Die Fotos zeigen Kinder verschiedenster Herkunft bei dem, was sie am liebsten tun – nämlich Spielen. Auch geflüchtete Kinder, die derzeit in einer Berliner Notunterkunft leben, sind …

Das kleine Gespenst spukt jetzt auch im Bilderbuch!

Wer kennt es nicht das kleine Gespenst aus dem gleinamigen Buch von Otfried Preußler, das 1966 im Thienemann Verlag erschien und bis heute in über 30 Sprachen übersetzt wurde. Sollte ich eine Figur aus Preußlers Geschichtenschatz nennen, die auch nach knapp 40 Jahren einen besonderen Platz in meinem Herzen einnimmt, dann wäre es sicherlich das kleine Gespenst und sein Freund der Uhu Schuhu. Noch heute kenne ich nahezu jedes Detail der Geschichte und erinnere mich noch lebhaft daran, wie die 13 Schlüssel so manche verschlossene Türe öffneten. Happy Birthday kleines Gespenst Zum 50. Geburstag des Klassikers spukt „Das kleine Gespenst“ jetzt zum ersten Mal auch im Bilderbuch! Nach einer Idee von Otfried Preußler erzählt seine Tochter Susanne Preußler-Bitsch die wunderbare Geschichte vom kleinen Gespenst und jeder Menge Tohuwabohu auf Burg Eulenstein. Daniel Napp, der bereits die Bilderbuch-Adaption von Preußlers „Der kleine Wassermann“ illustrierte, lässt auch das kleine Gespenst ganz vorzüglich über die Seiten schweben. Das kleine Gespenst als Bilderbuch Wie jede Nacht, pünktlich zur Geisterstunde, erwacht das kleine Gespenst von Burg Eulenstein. Und es entdeckt: …

Rotation Curation vieler Kinderbuchmenschen

Was ist eigentlich Rotation Curation? Normalerweise werden Accounts beispielsweise auf Twitter, Facebook oder Instagram von einer Person mit Leben gefüllt. Prominente Personen oder Unternehmen überlassen ihren Account bisweilen einem ganzen Social Media Team. Bei der Rotation Curation sieht das allerdings anders aus. Hier wird ein Social Media Account nach einem bestimmten Zeitraum (meist einer Woche) von einer anderen Person betreut. Vorreiter für das Wechseln von Social Media Kuratoren war der Twitter-Account @sweden, auf dem seit Dezember 2011 jede Woche ein anderer Schwede über sein Land twittert. Als Kurator hat man so die Möglichkeit, seine „Filterblase“ zu verlassen und sozusagen in einen anderen Kreis zu schlüpfen. Als Follower bei Twitter oder Abonnent einer Seite bei Facebook kommt man in den Genuss abwechslungsreicher Inhalte und lernt neue Ideen, Konzepte und die Menschen dahinter kennen. Rotation Curation bei „Ich mach was mit Kinderbüchern“ Sechzehn ganz unterschiedliche Menschen aus der Kinder- und Jugendbuchbranche übernahmen im vergangenen Jahr von Mitte August bis Mitte Dezember die Facebookseite „Ich mach was Kinderbüchern“ (z. Z. etwa 4.400 Abonnenten). Jeweils für eine Woche gaben …

Ja, Übersetzer sind wichtig, aber …

Als ich vor über 10 Jahren mit meiner Webseite begann nannte ich zu jedem Titel zwar Autor, Illustrator und Verlag, jedoch keinen Übersetzer*. (*Ich beschränke mich in diesem Blogbeitrag auf die männliche Form der Bezeichnung „Übersetzer“, weiß aber, dass gerade Frauen zum großen Teil für die Übersetzungen in der Kinder- und Jugendliteratur zuständig sind.) Nennt mich dumm oder ignorant, bei meinen ersten Schritten auf der Internetbühne habe ich schlicht und ergreifend nicht daran gedacht. Erst der freundliche Kommentar einer Übersetzerin ließ mich aufhorchen und die Rubrik „Übersetzung“ einfügen. Seitdem gibt es diese Angabe zu fast jedem übersetzten Titel. Ich sage „fast“, da der Übersetzer – gerade bei Bilderbüchern – nicht immer zwingend auf dem Titelblatt genannt wird und auch auf den Webseiten der Verlage hin und wieder keine Erwähnung findet. Dann bleibt nur noch die Hoffnung, seinen Namen im Impressum zu finden. Übersetzer haben einen großen Anteil am Erfolg oder Misserfolg eines Titels, sie können eine gute Geschichte noch besser machen. In diesem Zusammenhang werde ich das Lob, das Markus Zusak auf einer Lesung seiner …