Alle Artikel mit dem Schlagwort: Buchtipps

Buchtipp: Das Schicksal der Sterne

Als dem Autor Daniel Höra 2012 die Idee zu seinem Roman „Das Schicksal der Sterne“ kam, konnte er vermutlich nicht ahnen, wie hochaktuell die Flüchtlingsthematik, der sich das Buch widmet, zum Erscheinungstermin sein würde. Angesichts von über 50 Millionen Flüchtlingen weltweit und einer Bewegung im Osten, die „Wir sind das Volk!“ ruft, aber etwas ganz anderes meint, kommt das neueste Werk von Daniel Höra genau zum richtigen Zeitpunkt. In seiner Geschichte lässt der Autor den aus Schlesien stammenden Karl auf Adib aus Afghanistan treffen. Lediglich den Wohnort Berlin und die Vorliebe für Astronomie scheinen die beiden zu teilen, was sonst sollten ein über 80-jähriger Mann und ein Jugendlicher aus dem Flüchtlingsheim schon für Gemeinsamkeiten haben? Doch Stück für Stück taucht der Leser in die Vergangenheit der Beiden ein und es wird bald klar, dass sie einen viel größeren gemeinsamen Nenner besitzen: Sie mussten beide aus ihrer Heimat fliehen, der eine vor 70 Jahren, der andere in unserer heutigen Zeit. Geschickt lässt Höra Szenen ihrer jeweiligen Flucht in die Berliner Handlung einfließen, mal finden wir uns …

Buecherkinder & Eselsohr

Seit nunmehr drei Jahren empfehlen die Kinder und Jugendlichen der Redaktion monatlich fünf Titel in der Fachzeitschrift Eselsohr. Mit der Januar-Ausgabe 2015 beginnend werden wir im Blog zukünftig immer auf diese Kurzbewertungen hinweisen. Die Buecherkinder lesen! Buchtipps aus der Kinder- & Jugendredaktion, Januar 2015 Flavia (7): Superhugo startet durch von Salah Naoura, Oetinger Verlag Lucy (7): Ballettgeschichten von Vanessa Walder, Loewe Verlag Isabelle (12): Rosen und Seifenblasen von Sonja Kaiblinger, Loewe Verlag Rebekka (14): Ich heiße Parvana von Deborah Ellis, Verlag Jungbrunnen Paulina (14): Tausend Mal gedenk ich dein von Heike Eva Schmidt, Boje Verlag Zum Herunterladen (PDF) hier klicken.

Wie sehr schmerzt der Tod? Bilderbücher über Tod, Verlust und Trauer

„Manchmal bekomme ich eine richtige Wut deswegen. Dann sage ich mir: ‚Was fällt ihm ein, einfach so zu sterben? Was fällt ihm ein, mich so traurig zu machen?‘“ So erzählt Michael Rosen in seinem Bilderbuch „Mein trauriges Buch“. Starke Worte mit ebenso eindrucksvollen Illustrationen von Quentin Blake liest man in diesem Kinderbuch für ab 5-Jährige. Mein erstes Kinderbuch zum Thema Tod, Trauer und Verlust hielt ich im Frühjahr in den Händen. Ich kann mich noch recht genau erinnern, wie ich beim Lesen von Kai Lüftners „Für immer“ schlucken musste. Sein Bilderbuch erfuhr letztes Jahr viel Beachtung. Ich nahm es zwar am Rande wahr, denn schließlich tauchte es in meiner Internetblase immer wieder an verschiedenen Stellen auf, aber in den Händen hielt ich es erst viel später. Ich war mit der Zeit immer neugieriger auf das Kinderbuch geworden, dass bei diesem hochemotionalen Thema so viel gelobt wurde und schließlich als eines der ganz wenigen Kinderbücher sogar im Fernsehen zur besten Abendzeit vorgestellt wurde. Was braucht ein gutes Kinderbuch über Tod, Trauer und Verlust? Soll es pädagogisch …