Alle Artikel mit dem Schlagwort: Kinder- und Jugendredaktion

Ein Bücherkind auf der Frankfurter Buchmesse

Am 15.10.2015 um 21 Uhr: Morgen gehe ich endlich zur Buchmesse, denn schon im Juli haben wir es geplant. Bestimmt gibt es Hunderte von Ständen mit ganz vielen spannenden Büchern, die ich noch nicht kenne und mir gefallen werden. Ich glaube, dass auch noch ganz viele andere Kinder in meinem Alter da sind, doch meine Mutter ist da anderer Meinung. Ich habe auf jeden Fall eine Schulbefreiung, obwohl es gar nicht so einfach war, diese zu bekommen, denn zum Schluss wollten zwei Lehrer ausgerechnet am 16.10. (also morgen) die erste Klassenarbeit schreiben lassen. Schließlich haben wir es jedoch geschafft, die Arbeiten zu verlegen. So fahre ich morgen um 8 Uhr nicht zur Schule, sondern mit dem Zug nach Frankfurt: wie toll! Auf zwei Sachen freue ich mich besonders: Ich lerne einen Autor und einen Illustrator kennen (Bertram und Schulmeyer) und kann ihnen wahrscheinlich einige Fragen stellen. Ich gehe zur Verleihung des Jugendliteraturpreises (vielleicht wird es langweilig sein, wenn alle sehr viel reden, aber ich möchte unbedingt einmal dabei sein und sehen, wie es abläuft). Morgen …

Interview mit Antonia Michaelis

„Zwei Fragen. Erstens: Ist es sinnvoll, weiterzuleben? Und Zweitens: Ist es sinnvoll, allein Geburtstag zu feiern?“ – Mit diesen Sätzen beginnt der Roman „Niemand liebt November“ meiner Lieblingsautorin Antonia Michaelis. Etwas mehr als diese zwei Fragen hatte ich dann aber doch an sie als ich die Möglichkeit bekam, ein Interview mit ihr zu führen. Warum aber Antonia Michaelis? Nun ja, ich bin sozusagen mit ihren Büchern aufgewachsen und habe sie seitdem nie aus der Hand gelegt. Begonnen bei wilden und freien Geschichten der Kinder von Ammerlo, über eine Reise zum „Zwölften Kontinent“ und endend im dunklen Hinterzimmer des „Botelled“ aus „Niemand liebt November“ waren sie quasi immer dabei. Dieser ganz besondere Stil, die mitschwingende Ironie trotz der Dunkelheit und Tiefe und die verschwommene Grenze zwischen Realität und Fiktion haben mich zweifellos zum Fan gemacht. Ziemlich aufgeregt tippte ich also alle Fragen, die sich über die Jahre so angesammelt hatten, in das offene Mailfenster und schickte sie noch immer so aufgeregt ab. – Klang das vielleicht zu steif? Oder hätte ich die letzte Frage nicht lieber …

So schreibt doch kein 12-Jähriger! – Doch.

Seit über 10 Jahren gibt es nun schon die Kinder- und Jugendredaktion bei Buecherkinder.de. Besonders wichtig war und ist mir eine Kontinuität in der Mitarbeit der Nachwuchsredakteure, weshalb es auch nicht verwunderlich ist, dass einige von ihnen schon viele Jahre mit von der Partie sind. Die achtzehnjährige Miriam Thiel feiert dieses Jahr sogar schon 10-jähriges „Dienstjubiläum“. An ihren Kritiken von damals bis heute kann man ihre Schreibentwicklung bestens verfolgen. Eine 60-köpfige Redaktion zu führen bedeutet einen großen logistischen Aufwand, den ich aber nicht scheue, da er gegenüber dem Sammeln von Gastrezensionen Fremder viele Vorteile bietet. Ich kenne meine Redaktionsmitglieder, zwar oft nicht persönlich, aber eben ihre Vorlieben, ihr Lese- und Schreibverhalten. Niemand, der in der Redaktion anfängt, muss perfekte Buchkritiken abliefern, die Schreibqualitäten entwickeln sich bei den meisten über die Jahre ohnehin von alleine. Eines haben aber alle Kritiken der Kinder- und Jugendredakteure gemeinsam: Sie werden von den Kindern geschrieben, von mir auf Rechtschreibfehler und Verständlichkeit geprüft, jedoch NIE redaktionell überarbeitet!! Es handelt sich also definitiv um O-Töne! Ich sage dies so klar, weil mich …

Bücherkind trifft auf Autorin

Am 11. Juli fand in Berlin ein exklusives Lunch statt, an dem die Schriftstellerin Alexa Hennig von Lange ihren neuen Roman „Die Welt ist kein Ozean“ vorstellte. Lena Hansen, langjähriges Mitglied der Buecherkinder-Redaktion, war vor Ort und schildert ihr Erlebnis hier. Als ich die Einladung zum Lunch und persönlichen Gespräch mit der Autorin Alexa Hennig von Lange erhielt, war ich etwas verunsichert, ich hatte zuvor noch nie mit einer Autorin persönlich gesprochen und machte mir Sorgen, dass mir keine guten Fragen einfallen würden, die ich ihr stellen könnte. Am Samstag machte ich mich dann auf den Weg ins „Fame“, ein Restaurant in Berlin-Friedrichshain direkt an der Spree, wo das Autorentreffen stattfand. Nachdem ich den etwas unscheinbaren Eingang erspäht hatte, wurde ich gleich ganz herzlich von Alexa Hennig von Lange und ihrem Mann begrüßt. Nach und nach trudelten auch andere Leserinnen und Bloggerinnen ein und so wurden wir insgesamt 10 Buchliebhaberinnen, die an diesem Treffen teilnehmen konnten. Die Autorin stellte sich und ihr neues Buch „Die Welt ist kein Ozean“ kurz vor und wir uns ebenso. …

Wir im Fernsehen oder
Was macht eigentlich ein Bücherkind?

Vor über zehn Jahren ging die erste Version der Buecherkinder-Webseite online – damals noch in Eigenregie laienhaft html-handgeklöppelt. Zwei Relaunches und über 6.000 Titel später und mittlerweile mit einer stattlichen Kinder- und Jugendredaktion versehen, schafften wir es vergangene Woche sogar ins Fernsehen. Viele positive Rückmeldungen haben mich über die verschiedensten Kanäle erreicht, besonders überrascht war ich über die eine oder andere Stimme, die mir rückmeldete, doch jetzt erst so ganz zu verstehen, was ich denn da eigentlich mit Buecherkinder.de machen würde. Grund genug also, euch neben dem schönen Beitrag der WDR-Redakteurin Nadine Schaub, der am 10. Juni in der Lokalzeit aus Düsseldorf zu sehen war,  einen kleinen Einblick in meine und die „Arbeit“ der Bücherkinder zu geben. http://ondemand-ww.wdr.de/medstdp/fsk0/72/724880/724880_7785559.mp4 Was macht denn eigentlich ein Bücherkind? Als Bücherkinder werden die Nachwuchsredakteure der Webseite bezeichnet. Im Augenblick  sind das  knapp sechzig Mädchen und Jungen (zur Zeit ist die Geschlechterverteilung sogar sehr ausgewogen) im Alter zwischen 7 und 18 Jahren, die regelmäßig aktuelle Kinder- und Jugendbücher lesen und bewerten. Einige von ihnen sind schon viele Jahre dabei und haben schon …