Alle Artikel mit dem Schlagwort: Verlag

Claudia Gliemann und der MONTEROSA Verlag

Sich selbstständig zu machen birgt immer ein gewisses Risiko, in heutigen Zeiten jedoch einen Kinderbuchverlag zu gründen zeugt schon von großem Mut. Claudia Gliemann wagte 2010 den Schritt in die Selbstständigkeit und gründete in Karlsruhe den MONTEROSA Verlag. Als ausgebildete Übersetzerin war ihr die Verlagswelt alles andere als fremd, hatte sie doch in 15 Jahren für viele große Verlage (u.a. Arena, Carlsen, Heyne) bereits mehr als 50 Bücher aus dem Englischen ins Deutsche übertragen. Fünf Jahre sind seit der Verlagsgründung ins Land gegangen, sieben Titel sind erschienen, eine Krise musste gemeistert werden. Ein guter Zeitpunkt, um der Verlegerin Claudia Gliemann ein paar Fragen zu stellen. Was hat dich bewogen als Übersetzerin eine Verlagsgründung zu wagen? Das ist ganz einfach: Niemand wollte meine Texte 😉 Ich hatte damals übersetzt und in einem Unternehmen gearbeitet, dann kam die Wirtschaftskrise. Ich war eine der letzten, die kam und eine der ersten, die gehen musste. Ich hatte schon länger überlegt, einen Verlag zu gründen und dann habe ich aus der Arbeitslosigkeit heraus mit einem Existenzgründungszuschuss den Verlag gegründet. Und …

Theresia Singer und der headroom Verlag

Wenn man Theresia Singer begegnet, ist einem sofort klar, dass hier jemand Beruf und Berufung bestens unter einen Hut bekommen hat. Die Gründerin des headroom Verlags wusste schon früh, wohin ihr beruflicher Weg sie einmal führen sollte. Zu ihrem 12. Geburtstag bekam sie einen Radiorekorder mit eingebautem Mikrofon geschenkt, mit dem man vorzüglich Musik aus dem Radio mit Sprache kombinieren konnte. Erste Miniclips entstanden und spätestens mit 14 war der gebürtigen Niedersächsin klar, dass sie unbedingt zum Rundfunk wollte. Nach dem Abitur bewarb sie sich als eine von tausend für einen Platz an der einzigen Schule, die damals Tontechniker und hauptsächlich Tontechnikerinnen (auf 10 Frauen kam etwa ein Mann) ausbildete, und wurde genommen. Singer absolvierte ein Praktikum beim NDR und startete dann die theoretische und praktische Ausbildung an der Schule für Rundfunktechnik in Nürnberg. Als gelernte Tontechnikerin heuerte sie schließlich beim Westdeutschen Rundfunk an, dem sie 19 Jahre lang treu bleiben sollte. In diesen Jahren bekam die Wahlkölnerin nicht nur faszinierende Einblicke in die Regiearbeit sondern wurde auf internen Fortbildungswegen schließlich Toningenieurin, die erste Frau …

Buch- und Verlagtipps für den Indiebookday

Morgen ist es wieder soweit! Bereits zum dritten Mal findet der 2013 vom mairisch Verlag ins Leben gerufene Indiebookday statt. Die Idee entstand im Januar 2012 in Anlehnung an den Record Store Day, der seit Jahren weltweit dazu aufruft, Platten von Indie-Labels in kleinen Plattenläden zu kaufen. Auch die Buchbranche hat viele kleine, unabhängige Verlage zu bieten, die mit großem Engagement und Leidenschaft schöne Bücher machen. Der Indiebookday verhilft seit 2013 diesen Titeln und Verlagen zu gesteigerter Aufmerksamkeit. Welche Verlage sind denn überhaupt „indie“? Die Kurt Wolff Stiftung versteht sich als Interessenvertretung unabhängiger deutscher Verlage. Die von der Stiftung aufgestellten Aufnahme-Kriterien sind daher ein guter Anhaltspunkt, um zu entscheiden, ob ein Verlag unabhängig ist oder nicht: Er muss konzernunabhängig sein Er muss ein allgemeines Programm aus den Bereichen Literatur und Sachbuch haben und darf kein Druckkostenzuschussverlag sein Er muss ein regelmäßig erscheinendes Programm haben Er muss eine nennenswerte Produktion haben (mindestens 4 Titel pro Jahr) Er muss mindestens zwei Jahre am Markt sein Er muss seine Bücher mit einer ISBN versehen Er muss eine professionelle …

#bookupDE: Bücher, Menschen, Medien

Am vergangenen Samstag fand das erste #bookupDE in Münster statt. Der Coppenrath Verlag öffnete für zahlreiche Interessierte den Showroom im Münsteraner Hafen. Neben zahlreichen Veranstaltungen in Buchhandlungen und Bibliotheken war dies das vierte #bookupDE-Treffen in einem Verlag. „Handy RAUS! statt Handy aus.“ lautet die Devise. Bei einem #bookupDE treffen sich buchbegeisterte Onliner, die bei Facebook,Twitter, Instagram und Co. aktiv sind, an bibliophilen Orten wie Buchhandlungen, Verlagen oder Bibliotheken mit Gleichgesinnten. Von dort berichten sie per Smartphone live – und/oder im Anschluss im eigenen Blog – mit dem Hashtag #bookupDE über die Veranstaltung. Rund 40 interessierte Onliner – eine bunte Mischung aus Lesern, Bibliothekaren, Buchbloggern und Buchhändlern – fanden sich gegen 15 Uhr an der Alten Feuerwache in Münster ein, um einen Blick in das altehrwürdige Gebäude zu werfen, das neben der Coppenrath-Spiegelburg-Produktpalette auch zahllose Antiquitäten und Kuriositäten beherbergt. Der Verlag war bestens auf die vielen neugierigen Buchliebhaber vorbereitet und hatte neben wunderschönem Ambiente auch für leibliches Wohl gesorgt. Zu Beginn simulierte das Team des Verlags eine Vertreterkonferenz wie sie zweimal pro Jahr im Hause stattfindet. …