13 Fragen an ... (Archiv)

Marliese Arold
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Thomas Thiemeyer

13 Fragen an Marliese Arold

  1. Wie lange brauchen Sie, um ein Buch zu schreiben?
    Das ist ganz unterschiedlich und hängt vom jeweiligen Buch ab. Für einen 300-Seiten-Roman wie Die Delfine von Atlantis brauche ich ca. 4 - 5 Monate. Für einen Magic Girls-Band ungefähr 1 bis 1,5 Monate. Für einen Erstlesertext wie "Die Pony-Schule" ca. eine Woche. Für manche Bücher muss man intensiv recherchieren, dann kommt diese Zeit noch dazu.
  2. Wissen Sie am Anfang der Geschichte schon, wie sie enden wird?
    Nicht immer, aber oft.
  3. Wo bekommen Sie die Ideen für Ihre Bücher her?
    Manchmal aus heiterem Himmel. Beim Spazierengehen. Aus Träumen. Durch "Stichworte" ... Manchmal reizt mich irgendein Thema, da spüre ich dann so ein Kribbeln im Bauch. Das ist ein sicheres Anzeichen, dass daraus eine Geschichte entstehen will.
  4. An welchem Ort schreiben Sie?
    Normalerweise an meinem Schreibtisch im Arbeitszimmer.
  5. Welches Ihrer geschriebenen Bücher ist Ihr persönlicher Liebling?
    Schwierig, denn es sind ja inzwischen fast 200 ... Die Delfine von Atlantis mag ich sehr, aber auch die Magic Girls oder Gespensterpark und ... und ... und ...
  6. Was wollten Sie als Kind gerne werden?
    Ungefähr mit 5 Jahren habe ich beschlossen, Schriftstellerin zu werden.
  7. Waren Sie früher in der Schule gut in Deutsch?
    Ja, meistens.
  8. An welches Buch aus Ihrer Kindheit können Sie sich besonders gut erinnern?
    "Die rote Zora und ihre Bande" von Kurt Held. Mein absolutes Lieblingsbuch. Und dann auch noch an "Das Mondpferd" von Federica de Cesco.
  9. Was lesen Sie gerade?
    "Der Schatten des Windes" von Zafon
  10. Welchen Film haben Sie zuletzt im Kino gesehen?
    Keinohrhasen
  11. Was war der peinlichste Moment in Ihrem Leben?
    Als eine Bücherei anrief und mich zu einer Lesung einladen wollte. Ich meinte jedoch, (mein damaliges Telefon hat die Nummer nicht angezeigt), es sei meine Freundin, die Spaß macht - die Stimme klang zum Verwechseln ähnlich. Ich nannte einen wirklich astronomischen Preis - und wunderte mich, dass mein Gegenüber immer schweigsamer wurde. Das Telefonat dauerte eine Weile - und erst, als ich mich nach der kranken Katze meiner Freundin erkundigte, merkte ich langsam, dass ich tatsächlich eine Bücherei an der Strippe hatte. - Au Mann, ich könnte jetzt noch vor Scham im Erdboden versinken! Zum Glück hatte die Bibliothekarin Humor und konnte hinterher herzlich drüber lachen ...
  12. Mit wem würden Sie gerne einen Tag den Platz tauschen?
    Mit einem Adler oder einem Delfin ...
  13. Können Sie diesen Satz für uns beenden? Es war einmal ...
    eine Schriftstellerin, die eine neue Geschichte anfing. Sie begann so: "Es war einmal ein kleines Mädchen, das sich schrecklich langweilte. Im Bücherregal der Großmutter fand es ein dickes Buch. Das Mädchen zog es heraus und begann die erste Geschichte zu lesen: ‚Es war einmal eine alte Hexe, die lebte mitten in einem dunklen Wald ... "

13 Fragen an Gina Mayer

  1. Wie lange brauchen Sie, um ein Buch zu schreiben?
    Das kommt auf das Buch an. Für dicke Erwachsenenbücher brauche ich mindestens ein Jahr, einen historischen Jugendroman wie Die verlorenen Schuhe hab ich in einem halben Jahr geschrieben. Ein Kinderkrimi ist oft schon in ein bis zwei Monaten fertig.
  2. Wissen Sie am Anfang der Geschichte schon, wie sie enden wird?
    Ja, ganz genau. Aber so, wie ich es mir ausgedacht habe, endet sie dann nie, weil die Charaktere in meinen Büchern ihre eigenen Wege gehen. Nach einer Weile machen sie nicht mehr, was ich will, sondern nur noch, was ihnen passt. Zum Schluss bin ich dann oft genauso überrascht über den Ausgang meiner Geschichte wie meine Leser.
  3. Wo bekommen Sie die Ideen für Ihre Bücher her?
    Von hier und von dort. Manchmal kommen sie mir im Schlaf. Manchmal überfallen sie mich unter der Dusche. Oft klaue ich sie aus Gesprächen, die ich zufällig mitanhöre - in der U-Bahn oder im Supermarkt an der Kasse. Manchmal finde ich sie auch beim Joggen am Wegrand. Man muss nur richtig hinschauen, dann entdeckt man sie überall.
  4. An welchem Ort schreiben Sie?
    An meinem Schreibtisch. Am Esstisch. Auf dem Sofa. Im Bett. Im Garten. Ich habe ein kleines Laptop, das ich überallhin mitnehme, wo man mich in Ruhe lässt.
  5. Welches Ihrer geschriebenen Bücher ist Ihr persönlicher Liebling?
    Mit Büchern ist das wie mit den eigenen Kindern: man mag sie alle gleich gerne und jedes auf seine Art doch auch wieder besonders.
  6. Was wollten Sie als Kind gerne werden?
    Groß. (Hab ich leider nicht geschafft.)
  7. Waren Sie früher in der Schule gut in Deutsch?
    Ich war brilliant. Leider haben meine Lehrer das nicht immer erkannt.
  8. An welches Buch aus Ihrer Kindheit können Sie sich besonders gut erinnern?
    Ich erinnere mich an so viele, das würde den Rahmen dieses Interviews sprengen, wenn ich sie alle aufzähle. Ein Buch, das ich sehr liebte, war "Das doppelte Lottchen" von Erich Kästner. Als ich es vor ein paar Jahren meinen eigenen Kindern vorgelesen habe, habe ich festgestellt, dass die letzten Seiten wellig geweint waren, so sehr hat es mich damals gerührt.
  9. Was lesen Sie gerade?
    "The March" von E. L. Doctorow
  10. Welchen Film haben Sie zuletzt im Kino gesehen?
    "Sherlock Holmes" von Guy Ritchie (hat mir aber nicht gefallen)
  11. Was war der peinlichste Moment in Ihrem Leben?
    Als ich eine Lesung in Witten hatte und versehentlich nach Minden gefahren bin. Oder war es andersrum? Egal, diese Städte bleiben mir beide auf ewig in unschöner Erinnerung.
  12. Mit wem würden Sie gerne einen Tag den Platz tauschen?
    Mit Frau Mahlzahn, als sie noch der böse Schuldrache in Kummerland war.
  13. Können Sie diesen Satz für uns beenden? Es war einmal ...
    ... ein Otter,
    der fraß das D vom Dotter,
    da hatte dieses Luder
    plötzlich 'nen Zwillingsbruder

13 Fragen an Nina Blazon

  1. Wie lange brauchen Sie, um ein Buch zu schreiben?
    Die reine Schreibzeit beträgt zwischen drei und sechs Monaten, manchmal auch ein wenig länger. Es kommt natürlich darauf an, wie dick das Buch werden soll, aber auch darauf, ob es ein Fantasybuch oder ein historischer Roman ist. Bei einem historischen Roman kommen noch mindestens ein paar Monate "Forschungszeit" dazu.
  2. Wissen Sie am Anfang der Geschichte schon, wie sie enden wird?
    Im Großen und Ganzen: ja. Ich weiß, wo die Hauptfigur am Anfang steht und wo sie am Ende landet. Wie sie aber vom Anfang zum Ende kommt und auf welche Weise sie ihre Erfahrungen macht und dazulernt, das ergibt sich nicht selten erst beim Schreiben.
  3. Wo bekommen Sie die Ideen für Ihre Bücher her?
    Bei den historischen Romanen lasse ich mich gerne von Biografien inspirieren. Hat eine historische Persönlichkeit ein spannendes Leben geführt, bekomme ich Lust, sie ein Stück des Weges zu begleiten und ein Buch über ein, zwei Jahre aus ihrem Leben zu verfassen. Die besten Ideen für Fantasy-Romane habe ich, wenn ich zum Beispiel viele Museen besuche oder Märchen und Sagen verschiedener Länder und Kulturen lese. Manchmal reicht aber auch einfach ein Stadtbummel. Manchmal fällt mir dann jemand auf, bei dem ich mir denke: Mensch, so könnte doch eine Romanfigur aussehen, die Folgendes erlebt ...
  4. An welchem Ort schreiben Sie?
    In einem ganz normalen, sehr sachlichen Büroraum, den ich mir mit einer netten Redakteurskollegin teile.
  5. Welches Ihrer geschriebenen Bücher ist Ihr persönlicher Liebling?
    Das Amulett des Dschingis Khan. Krystian ist meine persönliche Lieblingsfigur, weil er so dickköpfig ist oft das Gegenteil von dem tut, was die anderen von ihm erwarten. Das war beim Schreiben sehr spannend.
  6. Was wollten Sie als Kind gerne werden?
    Kellnerin!
  7. Waren Sie früher in der Schule gut in Deutsch?
    Manchmal mittelmäßig, manchmal gut, aber ganz sicher kein Überflieger.
  8. An welches Buch aus Ihrer Kindheit können Sie sich besonders gut erinnern?
    Unter anderem (es gab so viele schöne Bücher!) an "Das Geheimnis im dunklen Garten" von Elisabeth Beresford. Eine Geschichte über einen Jungen und ein Mädchen, die im Park vor dem Hochhaus, in dem sie wohnen, etwas Unglaubliches entdecken: Ein Blitzschlag hat eine Einhornstatue zum Leben erweckt. Nun müssen die Kinder das wiedererwachte Fabeltier vor den dunklen Mächten retten, die ihm nach dem Leben trachten. Dabei hilft es nicht gerade, dass dieses letzte aller Einhörner ziemlich arrogant und eitel ist und die Hilfe der Kinder nicht immer zu schätzen weiß.
  9. Was lesen Sie gerade?
    "Taxi" von Karen Duve
  10. Welchen Film haben Sie zuletzt im Kino gesehen?
    "Avatar - Aufbruch nach Pandora"
  11. Was war der peinlichste Moment in Ihrem Leben?
    Der peinlichste Moment meines Schriftstellerlebens: Auf einer Lesung vor Schulklassen bat ich darum, die Handys während der Lesung auszuschalten. Kurz darauf piepste eine SMS mitten in einer Lesestelle dazwischen, und wenige Minuten später wieder. Ich unterbrach die Lesung und hielt eine nachdrückliche Rede, in der ich lang und breit erklärte, dass so was wirklich, wirklich stört - vor allem auch die anderen Zuhörer. Kaum begann ich wieder zu lesen, klingelte fröhlich ein weiteres Mobiltelefon. Ich schaute vorwurfsvoll in die Runde. Doch seltsamerweise hörte das Klingeln nicht auf, und niemand griff zur Tasche. Tja, und dann merkte ich, dass es mein eigenes Telefon war, das ich vergessen hatte auszuschalten. Das Gekicher meiner Zuhörer höre ich bis heute.
  12. Mit wem würden Sie gerne einen Tag den Platz tauschen?
    Mit David Copperfield. Dann wüsste ich endlich, wie all seine magischen Illusionen genau funktionieren.
  13. Können Sie diesen Satz für uns beenden? Es war einmal ...
    ... eine Muse, die faul auf dem Sofa einratzte und wunderschön träumte, während ihr Dichter ratlos auf seinen Schreibblock starrte und sich fragte, warum um Himmels Willen er gerade zwanzigmal das Wort "Schnarch!" geschrieben hatte.

13 Fragen an Michael Borlik

  1. Wie lange brauchen Sie, um ein Buch zu schreiben?
    Das ist ganz unterschiedlich. An einem kurzen Buch von dreißig bis fünfzig Seiten schreibe ich zwei bis vier Wochen. Dickere Bücher, wie Der 13. Engel oder Die Schlangenbrut, brauchen auch schon mal ihre sechs bis neun Monate. Zum einen, weil sie ein paar Hundert Seiten dick sind. Zum anderen, weil ich für diese Bücher erst noch recherchieren musste.
  2. Wissen Sie am Anfang der Geschichte schon, wie sie enden wird?
    Ja, unbedingt. Ich könnte kein Buch schreiben, ohne - zumindest - eine grobe Vorstellung davon zu haben, wie es ausgehen soll.
  3. Wo bekommen Sie die Ideen für Ihre Bücher her?
    Manchmal fallen sie mir einfach so aus heiterem Himmel ein. Oder aber ich werde durch etwas inspiriert. Vor kurzem bin ich beispielsweise an der Wupper spazierengegangen, wo es eine Stelle am Ufer gibt, an der sich ein Maulwurfshügel neben dem anderen reihte. Ich musste mir vorstellen, wie die eifrigen Maulwürfe sich ein riesiges, unterirrdisches Reich aus unzähligen Höhlen und verwinkelten Gängen gegraben haben. Sofort habe ich mir überlegt, was sie in ihrer Höhlenwelt wohl alles erleben, welche Gefahren ihnen drohen ...
  4. An welchem Ort schreiben Sie?
    In meinem Arbeitszimmer. Dort gibt es einen Schreibtisch mit einem iMac drauf, ein Aquarium und ein Sofa, auf dem es sich ganz fantastisch-gemütlich lesen lässt.
  5. Welches Ihrer geschriebenen Bücher ist Ihr persönlicher Liebling?
    Im Moment sind es zwei: Der 13. Engel und ... Den Titel des anderen Buches darf ich nicht verraten, weil es erst im Sommer erscheint. Es ist ein Fantasy-Roman mit knapp fünfhundert Seiten, der in einem fantastischen Europa unserer Zeit spielt, in dem Werwölfe, Vampire, Hexen, Dämonen und Engel leben. Ihr dürft also gespannt sein! ;o) Sobald ich mir erzählen darf, findet ihr die Informtionen auf meiner Homepage.
  6. Was wollten Sie als Kind gerne werden?
    Als Kind wollte ich immer Archäologe werden - wie Indiana Jones. Ich fand es immer sehr aufregend, wie er durch die Welt gereist ist und nach mysteriösen und geheimnisvollen Schätzen gesucht hat. :o)
  7. Waren Sie früher in der Schule gut in Deutsch?
    Ich war mittelprächtig. Ich hatte zwar schon immer sehr viel Fantasie, aber anfangs doch ziemliche Probleme mit der Rechtschreibung. Also empfahl meine Lehrerin meinen Eltern, dass ich mehr lesen solle. Und nachdem ich einmal mit dem Lesen angefangen hatte, wurde ich regelrecht süchtig danach. Was meiner Rechtschreibung ziemlich auf die Sprünge geholfen hat.
  8. An welches Buch aus Ihrer Kindheit können Sie sich besonders gut erinnern?
    An "Die unendliche Geschichte" von Michael Ende. Ich habe es als Kind wieder und immer wieder aufs Neue verschlungen, weil ich genauso wie Bastian unbedingt nach Phantasien reisen wollte. Der Roman zählt aber auch heute noch zu meinen Lieblingsbüchern, weil es einfach eine großartige und tiefsinnige Erzählung ist.
  9. Was lesen Sie gerade?
    Ich lese Splitterherz von Bettina Belitz. Ein ganz, ganz tolles Buch, das ich jedem nur empfehlen kann.
  10. Welchen Film haben Sie zuletzt im Kino gesehen?
    Ich war schon länger nicht mehr im Kino. Der letzte Film, den ich gesehen habe, war entweder Star Trek XI oder Harry Potter und der Halbblutprinz.
  11. Was war der peinlichste Moment in Ihrem Leben?
    Das ist schon Ewigkeiten her. Ich war - glaube ich - zehn und meine Mutter hatte mir für Sport eine neue Turnhose gekauft. Ich hatte sie mir vorher nicht genau angeguckt und als ich sie dann in der Schule aus meiner Sporttasche holte, war es eine eine Boxershorts. Eine Unterhose! Meine Mutter hatte es selbst nicht gemerkt, weil sie völlig begeistert von der witzigen Comic-Figur darauf gewesen war. Natürlich hatte ich keine Ersatzhose dabei. Also musste ich sie anziehen und zum Vergnügen meiner Mitschüler den gesamten Sportunterrischt in einer Boxershorts machen. Das ist eines der Beispiele dafür, warum man seine Eltern niemals (!) Klamotten für einen kaufen lassen sollte. Zumindest nicht, ohne sie dabei streng zu beaufsichtigen. ;o)
  12. Mit wem würden Sie gerne einen Tag den Platz tauschen?
    Mit Dr. Who. Einem Charakter aus einer Fernsehserie, der durch die Zeit und zu anderen Planeten reisen kann. Ich würde gerne einmal sehen, wie die alten Römer oder Ägypter gelebt haben oder wie Aliens wirklich ausschauen.
  13. Können Sie diesen Satz für uns beenden? Es war einmal ...
    Das klingt jetzt so, als sollte ich ein Märchen erzählen, dabei erzähle ich nur Geschichten, die ich selbst erlebt habe. Erst vor ein paar Wochen habe ich den höchsten Gipfel erklommen und mit einem Yeti den Fünf-Uhr-Nachmittagstee geschlürft. Auch habe ich schon auf dem Rücken eines Drachens gegen stürmische Wolkenriesen gekämpft und bereits vor einer ganzen Weile hatte Kapitän Nemo mich auf eine Reise tief, tief unter den Ozean eingeladen. All das habe ich erlebt - in meiner Fantasie, in Büchern und in meinen eigenen Geschichten. Aber wer hat das nicht? Also grüßt mir den Yeti, wenn ihr ihn das nächste Mal trefft!

13 Fragen an Thomas Thiemeyer

  1. Wie lange brauchen Sie, um ein Buch zu schreiben?
    Zwischen vier Monaten und über einem Jahr. Das kommt sehr darauf an, wie dick das Buch ist und wieviel ich dafür recherchieren muss.
  2. Wissen Sie am Anfang der Geschichte schon, wie sie enden wird?
    Unbedingt! Ehe ich die erste Seite schreibe, mache ich ein umfangreiches Konzept. Ich schreibe stichwortartig auf, worum es geht, welchen Verlauf die Handlung nimmt, welche Personen in meiner Geschichte vorkommen und wie die so drauf sind. Das ist ein ganz wichtiger Punkt, denn die Handlung ergibt sich häufig aus den Figuren und ihrer Motivation. Ein Schurke beispielsweise hat immer ein ganz klares Ziel. Er ist bereit alles dafür zu tun, um dieses Ziel zu erreichen. Das macht ihn so gefährlich. Habe ich dieses Gerüst fertig, geht es an das eigentliche Schreiben
  3. Wo bekommen Sie die Ideen für Ihre Bücher her?
    Von überall her. Sie liegen praktisch "in der Luft". Manchmal lese ich etwas, dass mich interessiert, dann recherchiere ich schon mal im Internet und mache mit Notizen, manchmal sehe ich mir einen Film an und denke: "eine solche Geschichte würdest du auch gerne mal schreiben". Oft sind es Ideen, die ich schon sehr lange mit mir herumtrage, denn nicht immer sind die ersten Idee auch die Besten. Manche Dinge brauchen Zeit zum Reifen.
  4. An welchem Ort schreiben Sie?
    Am liebsten an meinem Arbeitstisch. Da ist es ruhig, es gibt keine Ablenkung, ich kann mir etwas zum Trinken hinstellen und brauche nicht jeden Moment aufzustehen. Schreiben ist etwas Meditatives. Ablenkung wäre für mich ein absoluter Ideenkiller. Deshalb kann ich auch nicht verstehen, wie Menschen in Cafés schreiben können.
  5. Welches Ihrer geschriebenen Bücher ist Ihr persönlicher Liebling?
    Die Frage ist genau so schwer zu beantworten, wie wenn man Eltern fragen würde, welches ihr Lieblingskind ist. Jedes ist etwas ganz Besonderes und spiegelt eine ganz spezielle Phase in meinem Leben wider. Klar finde ich meine neueren Bücher handwerklich besser als meine alten. Das liegt aber daran, dass ich mich inzwischen weiterentwickelt habe. Lieben tue ich alten trotzdem.
  6. Was wollten Sie als Kind gerne werden?
    Ich hatte immer den Traum zum Film zu gehen. Nicht als Schauspieler oder Regisseur, sondern als Trickspezialist. Damals wurde noch kaum etwas am Computer gemacht. Die Leute haben Modelle gebaut, Masken angefertigt und Gemälde gemalt und das so überzeugend, dass es dann später auf der Leinwand "echt" aussah. Das hätte mich sehr gereizt.
  7. Waren Sie früher in der Schule gut in Deutsch?
    Mittelmäßig. Ich hatte meine Stärken und Schwächen. Im Geschichten ausdenken war ich schon immer gut, aber ich war auch stinkefaul und habe mich den Teufel um Zeichensetzung und Ortografie geschert. Das musste ich dann später mühsam nachholen.
  8. An welches Buch aus Ihrer Kindheit können Sie sich besonders gut erinnern?
    Meine absoluten Lieblingsbücher stammten aus der Feder des norwegisch/walisischen Schriftstellers Roald Dahl. "James und der Riesenpfirsch" habe ich, glaube ich, hundertmal gelesen. "Charlie und die Schokoladenfabrik" war auch toll. Der Mann hatte einfach tolle Ideen und ist zurecht einer der meistgelesenen Kinderbuchautoren.
  9. Was lesen Sie gerade?
    Stephen King: "Die Arena".
  10. Welchen Film haben Sie zuletzt im Kino gesehen?
    Sherlock Holmes. Sehr zu empfehlen.
  11. Was war der peinlichste Moment in Ihrem Leben?
    Als ich am Ersterscheinungstag meines ersten Romans in eine Buchhandlung ging und genau ein Exemplar davon im Regal liegen sah. Als ein Buchhändler vorbeikam, deutete ich darauf und sagte: "Meins." Worauf der Buchhändler das Buch nahm und damit zur Kasse ging. Er dachte, ich wolle es kaufen!
  12. Mit wem würden Sie gerne einen Tag den Platz tauschen?
    Mit mir selbst vor über dreißig Jahren. Ich war so ein verhuschtes Eckfähnchen damals...
  13. Können Sie diesen Satz für uns beenden? Es war einmal ...
    ... ein Regisseur namens Steven Spielberg ("Indiana Jones"), der bekam eines Tages einen Roman in die Finger, der hieß: "Die Stadt der Regenfresser". Er fand das Buch so unglaublich toll, dass er sich dachte: "Mensch, das musst du unbedingt verfilmen". Er ging zu seinem Agenten und erkundigte sich, ob die Rechte noch frei seien und erfuhr, dass sie ihm vor einer Stunde von einem gewissen James Cameron ("Avatar") weggeschnappt worden waren.

13 Fragen an Bettina Belitz

  1. Wie lange brauchen Sie, um ein Buch zu schreiben?
    Das hängt ganz davon ab, wie dick dieses Buch werden soll. Für ein so umfangreiches Buch wie Splitterherz muss ich zirka drei Monate reine Schreibzeit einplanen. Danach liest es meine Lektorin, und anschließend setze ich mich an die Korrekturen. Insgesamt dauert es um die sechs bis acht Monate, bis aus einem 650-Seiten-Manuskript ein druckfertiges Buch wird.
  2. Wissen Sie am Anfang der Geschichte schon, wie sie enden wird?
    Ja. Natürlich habe ich die einzelnen Sätze noch nicht im Kopf, aber ich weiß, wie die Geschichte ausgeht. Als ich früher für mich alleine geschrieben habe - also nur zum Spaß -, war das aber noch nicht so. Damals habe ich einfach drauf losgeschrieben, ohne mir Gedanken um das Ende zu machen.
  3. Wo bekommen Sie die Ideen für Ihre Bücher her?
    Meine Ideen nehmen fast immer Gestalt an, wenn ich Musik höre. Musik ist sehr wichtig für mich. Wenn ich dabei die Augen schließe, entstehen kleine Filmclips in meinem Kopf. Die versuche ich zusammen zu fügen und nieder zu schreiben. Und daraus entstehen meine Bücher.
  4. An welchem Ort schreiben Sie?
    In meinem kleinen Arbeitszimmer unter dem Dach. Der Arbeitsbereich ist wirklich winzig, aber ich fühle mich hier sicher und geborgen und kann meinen Gedanken freien Lauf lassen.
  5. Welches Ihrer geschriebenen Bücher ist Ihr persönlicher Liebling?
    Das ist ganz schwierig zu beantworten. Jedes Buch hat seine eigene Bedeutung, und ich möchte keinen meiner Helden missen. Ich glaube, ich bin immer dann am stärksten mit dem Buch verbunden, wenn ich daran schreibe oder daraus vorlese. In diesen Momenten ist das Buch dann mein Lieblingsbuch. Aber ich mag alle meiner Bücher.
  6. Was wollten Sie als Kind gerne werden?
    Autorin. Das war schon immer mein Berufswunsch. Am liebsten hätte ich die Bücher dazu selbst illustriert.
  7. Waren Sie früher in der Schule gut in Deutsch?
    Deutsch und Kunst waren meine besten Fächer, und ich habe während der Mittelstufe einige Male mit einer 1 in Deutsch mein Zeugnis gerettet. Natürlich habe ich dann auch Deutsch und Kunst als Leistungskurse gewählt und nach dem Abitur Germanistik studiert.
  8. An welches Buch aus Ihrer Kindheit können Sie sich besonders gut erinnern?
    Ronja Räubertochter von Astrid Lindgren. Das lese ich heute noch gerne. Dieses Buch ist einfach wundervoll. Auch die Verfilmung mag ich.
  9. Was lesen Sie gerade?
    Ein Jugendbuch: Die Melodie der Meerjungfrauen von Michelle Lovric.
  10. Welchen Film haben Sie zuletzt im Kino gesehen?
    Ich war seit der Geburt meines Sohnes nicht mehr im Kino. Ehrlich gesagt, ich weiß es gar nicht mehr genau. Ich glaube, es war der erste James Bond mit Daniel Craig. Aber ich liebe Filme! Deshalb bin ich auch Mitglied in einer Online-Videothek und lasse mir regelmäßig DVDs zukommen.
  11. Was war der peinlichste Moment in Ihrem Leben?
    Hihi. Lustige Frage. Jaaa, da gibt es ein Erlebnis: ein Tag an der Uni, ich hatte gerade eine Klausur geschrieben und wollte mir in der Cafeteria einen Teller Nudeln schmecken lassen. Ich laufe also - im Gedanken noch bei der Klausur - an die Selbstbedienungstheke, reihe mich in die Schlange ein, nehme mir ein Tablett und Besteck, arbeite mich zum Nudelbüffet vor, schnappe mir den Schöpflöffel, genehmige mir eine große Portion, greife nach dem Soßenlöffel, will die Soße zu den Nudeln geben ... und merke plötzlich, dass mich alle anstarren. Ich hatte den Teller vergessen!!! Mein Tablett war übersät von Rigatoni und ich wollte gerade die Soße darüber schütten. Mir war die Situation so peinlich, dass ich einfach das Tablett hingestellt hab und abgehauen bin. Danach war ich nie wieder in der Cafeteria. Zum Glück war mein Studium zu diesem Zeitpunkt schon fast zu Ende. Ich bin also nicht verhungert. :-)
  12. Mit wem würden Sie gerne einen Tag den Platz tauschen?
    Mit Vanessa Paradis. Sie ist nämlich die Frau von Johnny Depp. Nein, Spaß beiseite - höchstens mit meinen Katzen. Die haben es nämlich richtig gut bei uns.
  13. Können Sie diesen Satz für uns beenden? Es war einmal ...
    ... ein Mädchen, das eine viel zu dünne Haut hatte. Jeder sagte zu ihr, sie solle sich doch endlich ein dickeres Fell zulegen. Aber dann kam der Tag, an dem ihre dünne Haut zu ihrem wertvollsten Geschenk wurde.

13 Fragen an Ursula Poznanski

  1. Wie lange brauchen Sie, um ein Buch zu schreiben?
    Das hängt ganz stark davon ab, wie lang das Buch werden soll. Manche meiner Bücher haben 48 Seiten und viele Bilder - dafür braucht man nicht so lang, wie für ein 500-Seiten-Buch. So eines habe ich letztens geschrieben, und das hat ein Jahr gedauert. Die meiste Zeit verbringt man dabei aber nicht mit dem Tippen von Worten, sondern mit dem Nachdenken darüber, was genau man denn tippen möchte.
  2. Wissen Sie am Anfang der Geschichte schon, wie sie enden wird?
    Ja, das muss ich wissen. Wenigstens ungefähr. Wenn es ein Geheimnis in dem Buch gibt, dann muss ich die Lösung kennen. Erstens kann ich dann überall im Text kleine Hinweise verstecken, aber auch falsche Fährten legen - das sind Dinge, die ich auch in anderen Büchern sehr gern lese. Zweitens wäre es ziemlich schrecklich, wenn ich 450 Seiten schreiben würde und dann nicht mehr weiter wüsste, weil ich keine Lösung für den Schluss finde. Was ich aber oft nicht weiß, wenn ich anfange, ist, welchen genauen Weg ich nehmen werde, um das angepeilte Ziel zu erreichen. Manchmal machen meine Figuren sich beim Schreiben selbstständig und tun nicht das, was ich für sie vorgesehen habe. Ist aber nicht schlimm, meistens sind ihre Ideen gut.
  3. Wo bekommen Sie die Ideen für Ihre Bücher her?
    Das ist ganz unterschiedlich. Manche Ideen springen mich plötzlich an, ganz von selbst. Da reicht ein Bild in der Zeitung oder ein Satz, den ich irgendwo höre. Um andere Ideen muss ich richtig kämpfen. Mich hinsetzen und mir den Kopf zerbrechen. Die erste Variante ist mir lieber :-))
  4. An welchem Ort schreiben Sie?
    In meiner Küche, an einem Notebook.
  5. Welches Ihrer geschriebenen Bücher ist Ihr persönlicher Liebling?
    Oh, schwierig. Meistens das letzte, das ist in meinem Kopf noch am frischesten. Im Moment ist es also Erebos, auch weil es bisher mein dickstes Buch ist, und ich immer wieder begeistert bin, dass ich soviel Text ganz allein zustande gebracht habe.
  6. Was wollten Sie als Kind gerne werden?
    Das hat fast jeden Monat gewechselt: Fernsehsprecherin (die hatten schöne Frisuren), Sekretärin (keine Ahnung mehr, warum), Tierärztin (vorzugsweise für Leoparden und Bären), Entdeckerin (Dschungel, Pyramiden, Abenteuer!), Schauspielerin (Ruhm und Ehre), Indianerin (kein Beruf, ich weiß, aber ich hatte eine Schwäche für Winnetou), Archäologin (Pyramiden, siehe oben), und irgendwann auch Schriftstellerin. Wobei ich mir das damals ganz anders vorgestellt habe: Ich dachte, ich fahre durch die Welt, erlebe alles selbst und schreibe es dann auf.
  7. Waren Sie früher in der Schule gut in Deutsch?
    Ja, ziemlich. Vor allem im Aufsatzschreiben.
  8. An welches Buch aus Ihrer Kindheit können Sie sich besonders gut erinnern?
    Ganz viele! Zum Beispiel "Das fliegende Klassenzimmer" von Erich Kästner, "Mio mein Mio" von Astrid Lindgren, "Die Omama im Apfelbaum", von Mira Lobe. Dann habe ich alle Bände "Hanni und Nanni" gelesen, "Fünf Freunde" und sehr viele Romane von Karl May. Wenn ich es genau überlege, habe ich eigentlich alles gelesen, was mir in die Finger geraten ist.
  9. Was lesen Sie gerade?
    Im Moment ist es ein Krimi von Liza Marklund, der "Kalter Süden" heißt. Danach werde ich aber ein Jugendbuch lesen, und zwar Skinned von Robin Wasserman.
  10. Welchen Film haben Sie zuletzt im Kino gesehen?
    "Inglorious Basterds". Ich komme leider viel zu selten ins Kino, was ich demnächst aber unbedingt sehen will ist "Alice im Wunderland" von Tim Burton.
  11. Was war der peinlichste Moment in Ihrem Leben?
    Ich glaube, den habe ich verdrängt ;-) Mir sind im Lauf der Zeit eine Menge peinlicher Dinge passiert; an eines aus der Schule erinnere ich mich noch gut; da stand ich mit ein paar Freundinnen beim Buffet herum und wir lästertern fürchterlich über eine Lehrerin - bis jemand vor uns sich umdrehte, und peng - das war sie. Mit neuer Haarfarbe. Ich bin noch monatelang förmlich im Boden versunken, jedesmal wenn sie in die Klasse kam. Also merke (Achtung Zeigefinger!): Lästern lohnt sich nicht, und es kann peinlich enden.
  12. Mit wem würden Sie gerne einen Tag den Platz tauschen?
    Mit jemandem, der kiloweise Schokolade essen kann, ohne davon zuzunehmen. Nur würde ein Tag da leider nicht reichen ...
  13. Können Sie diesen Satz für uns beenden? Es war einmal ...
    ... ein leerer Fragebogen. Jetzt ist er ausgefüllt. Hat Spaß gemacht, vielen Dank!

13 Fragen an Thomas Finn

  1. Wie lange brauchen Sie, um ein Buch zu schreiben?
    Bei einem Roman von 450 - 500 Seiten Länge bemisst sich bei mir die reine Schreibzeit auf ca. 3 Monate. Allerdings beinhaltet das nicht die Zeit, die ich zuvor über meinen Geschichten brüte :-) Rechnet man diese Zeit ebenfalls mit ein, komme ich wahrscheinlich auf ein halbes Jahr.
  2. Wissen Sie am Anfang der Geschichte schon, wie sie enden wird?
    Ja, immer. Nur wenn man das Ende einer Geschichte fest im Blick hat, kann man erzählerische Bögen sowie überraschende Wendungen und Haken schlagen, um den Leser zu verblüffen. Es gibt Kollegen, die sich das Ende erst überlegen, wenn sie mit dem Schreiben begonnen haben. Aber davon halte ich rein gar nichts. Romane dieser Art leiden oft darunter, dass sie im Mittelteil schwächeln, weil der Autor zu ziel- und planlos durch die Handlung schwimmt.
  3. Wo bekommen Sie die Ideen für Ihre Bücher her?
    Ich habe praktisch mein ganzes Leben dem Geschichten erzählen untergeordnet. Beruf und Hobby gehen bei mir fließend ineinander über. Mir fallen ständig neue Ideen ein - und das manchmal an den unmöglichsten Orten und in den unmöglichsten Situationen. Praktisch alles kann als Ideenlieferant dienen und aus diesem Grund trage ich auch immer ein Notizbuch bei mir, um mir solche Ideenblitze aufzuschreiben.
  4. An welchem Ort schreiben Sie?
    Zuhause. In meinem Arbeitszimmer. Und zwar an einem "richtigen" Computer. Laptops sind nicht so mein Fall; ebenso wenig könnte ich in einem Café oder einem anderen öffentlichen Ort arbeiten, wie es Kollegen tun. Da wäre ich viel zu abgelenkt ;-)
  5. Welches Ihrer geschriebenen Bücher ist Ihr persönlicher Liebling?
    Stets das Aktuellste. Im Moment also "Weißer Schrecken", ein Gruselthriller, der im Herbst bei Piper erscheint. Das liegt wahrscheinlich daran, dass die Eindrücke noch so frisch sind. Bis heute blicke ich aber auf jedes meiner Bücher mit der gleichen Zufriedenheit zurück.
  6. Was wollten Sie als Kind gerne werden?
    Ursprünglich wollte ich Biologe werden. Ich habe in meiner Kindheit und Jugend Mehlkäfer gezüchtet, Kaulquappen gehalten und wie ein Wilder mikroskopiert. Später dann war ich leidenschaftlicher Aquarianer. Tja, und dann kamen die sogenannten Fantasy-Rollenspiele dazwischen - und damit meine erwachende Leidenschaft fürs Geschichten erzählen.
  7. Waren Sie früher in der Schule gut in Deutsch?
    Geht so. Die achte Klasse habe ich unter anderem deswegen wiederholen müssen, weil ich in Deutsch eine Fünf hatte. Aber "Psssst!" - bloß keinem weitererzählen ...
  8. An welches Buch aus Ihrer Kindheit können Sie sich besonders gut erinnern?
    Das sind mehrere. Lederstrumpf, die "Geheimnis um"-Romane von Enid Blyton und später TKKG. Außerdem habe ich schon mit 11 Jahren damit begonnen, die Heftromane um den Geisterjäger "John Sinclair" zu verschlingen.
  9. Was lesen Sie gerade?
    Ich habe gerade mit "Die Zombies" von Thomas Plischke und Ole Christiansen angefangen. Überhaupt lese in den letzten Jahren vorwiegend Romane deutscher Kollegen. Die sind nämlich alle sehr nett und ich möchte doch wissen, was sie so schreiben.
  10. Welchen Film haben Sie zuletzt im Kino gesehen?
    Das war "Kampf der Titanen". Natürlich in 3D. Der Film hat sich dann als Popcorn-Kino für Zwischendurch entpuppt. Das Original war besser. Viel angetaner war ich von "Outlander", den ich neulich als DVD gesehen habe. Der Film hatte zwar ein viel kleineres Budget, dafür aber eine tolle und aufregende Story mit vielen unerwarteten Wendungen.
  11. Was war der peinlichste Moment in Ihrem Leben?
    Oje, als ich aus Versehen einmal eine private Mal an einen Verteiler mit 25 Leuten geschickt habe. Denken wir lieber nicht mehr daran...
  12. Mit wem würden Sie gerne einen Tag den Platz tauschen?
    Mit einem Forscher auf einer Polarstation. Dort dürfte es ziemlich interessant sein.
  13. Können Sie diesen Satz für uns beenden? Es war einmal ...
    ... ein Autor, der sich herzlich für das Interesse bedankt und daher beschlossen hat, ein paar Bücher unter euch engagierten Bücherkindern zu verlosen. Alles Weitere erfahrt ihr von Stefanie Leo (..., die sich hier schon mal ganz schnell im Namen der Kinder-Redaktion bedankt!) Viel Spaß!

13 Fragen an Anja Fröhlich

  1. Wie lange brauchen Sie, um ein Buch zu schreiben?
    Für das erste Kapitel meines ersten Buches habe ich ein paar Jahre gebraucht. Weil ich dachte, es wäre schlecht und ich müsste es immer wieder umschreiben. Als ein Lektor bei einem Verlag das Kapitel gut fand, habe ich den Rest des Buches in wenigen Wochen geschrieben.
  2. Wissen Sie am Anfang der Geschichte schon, wie sie enden wird?
    Früher habe ich einfach drauf los geschrieben. Heute wollen die Verlage vorher wissen, wie die Geschichte ausgeht. Jedenfalls wenn sie mir einen Vertrag oder Geld geben sollen, bevor das Buch fertig ist. Darum schreibe ich vorab eine Inhaltsangabe. Beim Schreiben des Busches schmeiße ich die aber gerne wieder um.
  3. Wo bekommen Sie die Ideen für Ihre Bücher her?
    Aus dem Leben, aus anderen Büchern, aus dem Kino oder dem Fernsehen. Oft sind es auch Geschichten, die mir andere erzählen. Doch meistens brauche ich von außen nur so einen kleinen Ideenschups, und dann fängt die Fantasie ganz von selber an zu arbeiten.
  4. An welchem Ort schreiben Sie?
    An ganz vielen Orten, weil mir mein Schreibtisch oft zu langweilig ist. Dann gehe ich da hin, wo meine Geschichte gerade spielt. In die Sauna, auf den Friedhof, in den Zoo...
  5. Welches Ihrer geschriebenen Bücher ist Ihr persönlicher Liebling?
    Mein liebstes Buch heißt Benny ich und der Fall Tuckermann. Und mein schönstes Buch ist ein Bilderbuch mit dem Namen Müssen wir? Eine kleine Klogeschichte.
  6. Was wollten Sie als Kind gerne werden?
    Ich wollte immer Tierärztin werden, bis ich als Schülerin ein Praktikum bei einem Tierarzt gemacht habe. Da wurde mir klar, dass meine Fantasie viel schöner sein kann als die Realität.
  7. Waren Sie früher in der Schule gut in Deutsch?
    Ich war immer ganz gut aber nie sehr gut. Das hat mich ziemlich geärgert. Ich fühlte mich von meinem Deutschlehre völlig verkannt. Ein anderes Mädchen aus meiner Klasse war die beste in Deutsch. Ihre Aufsätze wurden meistens vorgelesen. Nach dem Abitur ist sie allerdings an einem Asthmaanfall gestorben. Das war ein seltsames Gefühl für mich. Irgendwie habe ich mich geschämt. Ich weiß bis heute nicht genau wofür.
  8. An welches Buch aus Ihrer Kindheit können Sie sich besonders gut erinnern?
    Das Buch hieß: Harriet: Spionage aller Art. Mein zweiter Berufswunsch war Privat-Detektivin. Insgeheim finde ich den Job immer noch klasse. Und ich mache auch kein Praktikum, um eines besseren belehrt zu werden!
  9. Was lesen Sie gerade?
    Ich lese ein Sachbuch mit dem Namen "Die Glücksformel oder Wie die guten Gefühle entstehen". Fast am meisten im Leben interessiert mich, wie das mit dem Glücklichsein funktioniert.
  10. Welchen Film haben Sie zuletzt im Kino gesehen?
    New York, I love yo - ein toller Film!
  11. Was war der peinlichste Moment in Ihrem Leben?
    Der war im Kindergarten. Ich war mir sicher, dass am ersten Tag nach den Sommerferien mein Geburtstag nachgefeiert wird und habe allen Kindern davon erzählt. Ich habe sogar den Raum mit ein paar Kindern umgestaltet und dekoriert. Aber es war ein Missverständnis...
  12. Mit wem würden Sie gerne einen Tag den Platz tauschen?
    Mit meinem Mann oder meinem Sohn. Ich wüsste echt mal gerne, was in denen so vorgeht und wie es sich anfühlt, einer von ihnen zu sein. Nicht nur, weil sie Männer sind. Mehr noch, weil ich so liebe.
  13. Können Sie diesen Satz für uns beenden? Es war einmal ...
    ... ein kleines Mädchen, das wurde 10, 20, 30 - ja sogar über 40 Jahre alt und war doch immer noch genauso klein und aufgeregt, wie am ersten Tag.

13 Fragen an Christine Feher

  1. Wie lange brauchen Sie, um ein Buch zu schreiben?
    Meine Jugendbücher haben alle zwischen 3 und 6 Monaten gedauert, bei Kinderbüchern geht es oft schneller, so 2-3 Monate. Es sind ja weniger Seiten und bei meiner "Marie"-Reihe waren die Hauptpersonen und ich schon gute Freunde.
  2. Wissen Sie am Anfang der Geschichte schon, wie sie enden wird?
    Meistens ja, aber es kann trotzdem anders kommen, weil sich die Figuren und die Handlung beim Schreiben manchmal anders entwickeln als geplant.
  3. Wo bekommen Sie die Ideen für Ihre Bücher her?
    Das ist ganz unterschiedlich: Es kann durch irgendetwas passieren, das ich erzählt bekomme oder aufschnappe, oder durch einen Zeitungsartikel oder eine Fernsehreportage. Manchmal hat aber auch jemand aus dem Verlag eine Idee, zu der ich als Autorin dann gezielt angesprochen werde. Wenn mir die Idee oder das Thema gefällt, setze ich sie auch um.
  4. An welchem Ort schreiben Sie?
    Am liebsten in meinem "Büro", einer kleinen 1-Zimmer-Wohnung in Berlin, die ich nur dafür nutze. Im Sommer aber auch gerne in unserem Garten. Schreiben und zwischendurch in den Pool springen - schöner kann das Autorenleben gar nicht sein!
  5. Welches Ihrer geschriebenen Bücher ist Ihr persönlicher Liebling?
    Jedes auf seine Art und bei Lesungen immer das, aus dem ich gerade lese.
  6. Was wollten Sie als Kind gerne werden?
    Ich glaube, immer Lehrerin. An die Schriftstellerei habe ich damals noch gar nicht gedacht, obwohl ich auch als Kind manchmal schon Geschichten geschrieben habe. Dieser Berufswunsch kam erst in den späten Teeniejahren.
  7. Waren Sie früher in der Schule gut in Deutsch?
    Ja, da stand ich immer 1-2, dafür war ich in Mathe und Naturwissenschaften eine Niete ;-)
  8. An welches Buch aus Ihrer Kindheit können Sie sich besonders gut erinnern?
    "Blitz, der schwarze Hengst" von Walter Farley. Das fand ich unglaublich spannend und es war so toll beschrieben, wie ein Junge auf einr einsamen Insel ganz allmählich eine Beziehung zu dem wilden Hengst aufbaut, der ihm nach dem Schiffbruch das Leben gerettet hat.
  9. Was lesen Sie gerade?
    "Du stirbst nicht" von Kathrin Schmidt, die 2009 den Deutschen Buchpreis dafür bekommen hat.
  10. Welchen Film haben Sie zuletzt im Kino gesehen?
    Mit meiner Tochter zusammen: "Gangs" mit Jimi Blue Ochsenknecht und Emilia Schüle
  11. Was war der peinlichste Moment in Ihrem Leben?
    So richtig schlimm peinliche hatte ich noch gar nicht, aber was mir neulich wieder passiert ist: Ein Versprecher in einer meiner Autorenlesungen, auf die dann ein nicht zu stoppender Lachanfall folgt. Aber eigentlich kommt das immer gut an.
  12. Mit wem würden Sie gerne einen Tag den Platz tauschen?
    Mit meinen Schülern
  13. Können Sie diesen Satz für uns beenden? Es war einmal ...
    ... ein Mann, der hatte sieben Söhne. Die sieben Söhne sprachen: "Vater, erzähl uns eine Geschichte!" Da fing der Vater an: "Es war einmal ein Mann, der hatte sieben Söhne ..."
    Hab ich von meinem Vater!!

13 Fragen an Tanya Stewner

  1. Wie lange brauchen Sie, um ein Buch zu schreiben?
    Für ein Liliane-Susewind-Buch brauche ich etwa zwei Monate. Früher habe ich länger gebraucht, aber ich werde mit jedem Buch schneller. Für ein Jugend- oder Erwachsenenbuch benötige ich aber natürlich mehr Zeit - die sind ja auch dicker!
  2. Wissen Sie am Anfang der Geschichte schon, wie sie enden wird?
    Ja, ich mache immer erst ein Exposé, bevor ich zu schreiben anfange. Das heißt, dass ich die komplette Geschichte schon im Kopf habe, wenn ich den ersten Satz schreibe.
  3. Wo bekommen Sie die Ideen für Ihre Bücher her?
    Von oben. :-)
  4. An welchem Ort schreiben Sie?
    Am liebsten im Freien unter einem Baum oder auf dem Balkon. Im Winter schreibe ich in meiner Schreibecke, auf einem alten Sofa mit dem Laptop auf dem Schoß.
  5. Welches Ihrer geschriebenen Bücher ist Ihr persönlicher Liebling?
    Eigentlich immer das, das ich gerade schreibe. Aber mein Buch, "Das Lied der Träumerin", das im Frühjahr 2011 erscheint, liegt mir ganz besonders am Herzen, weil es sehr persönlich ist und weil ich es mit sehr viel Herzblut geschrieben habe. Ein Buch für Träumer ...
  6. Was wollten Sie als Kind gerne werden?
    Schriftstellerin. Seit meinem zehnten Lebensjahr war es immer mein großer Traum, Bücher zu schreiben.
  7. Waren Sie früher in der Schule gut in Deutsch?
    Ab der fünften Klasse hatte ich immer eine Eins. Vorher, in der Grundschule, war ich allerdings ziemlich schlecht … in allen Fächern.
  8. An welches Buch aus Ihrer Kindheit können Sie sich besonders gut erinnern?
    "Die unendliche Geschichte" von Michael Ende. Ich war fasziniert davon, dass das, was Bastian da liest, im gleichen Moment wirklich irgendwo geschieht.
  9. Was lesen Sie gerade?
    Mehrere Bücher gleichzeitig: "Lucian" von Isabel Abedi, "Handbuch des Kriegers des Lichts" von Paulo Coelho und "Tag und Nacht" von Virginia Woolf.
  10. Welchen Film haben Sie zuletzt im Kino gesehen?
    "Avatar", mit 3-D-Brille. War super!
  11. Was war der peinlichste Moment in Ihrem Leben?
    Jedes Mal, wenn ich in der Grundschulzeit etwas Vorlesen musste, war das unglaublich peinlich, weil ich dann immer angefangen habe zu stottern und keinen Ton mehr rausbekommen habe. Schon verrückt, dass ich heute Lesungen im ganzen Land halte …
  12. Mit wem würden Sie gerne einen Tag den Platz tauschen?
    Eigentlich finde ich mein eigenes Leben so spannend, dass ich keinen Tag davon verpassen möchte. :-)
  13. Können Sie diesen Satz für uns beenden? Es war einmal ...
    … ein Frosch, der glaubte, er sei ein Vogel. Und weil er wirklich von ganzem Herzen daran glaubte, wuchsen ihm eines Tages Flügel und er flog quietschend vor Glück davon ...

Tanya Stewner hat auch eine Internetseite, die sich auf Euren Besuch freut!

13 Fragen an Corina Bomann

  1. Wie lange brauchen Sie, um ein Buch zu schreiben?
    Ein Buch für Erwachsene schreibe ich innerhalb eines halben Jahres, für Jugendbücher benötige ich je nach Umfang 2-3 Monate.
  2. Wissen Sie am Anfang der Geschichte schon, wie sie enden wird?
    Selbstverständlich! Der Weg dorthin ändert sich manchmal, weil Figuren ihren eigenen Kopf entwickeln oder unvermutet weitere Personen ins Geschehen eingreifen, aber sonst weiß ich vorher ziemlich genau, welches Schicksal am Ende auf die Helden wartet.
  3. Wo bekommen Sie die Ideen für Ihre Bücher her?
    Ich schöpfe Ideen aus allem, was mich umgibt, außerdem auch aus historischen Fachbüchern, denn ich schreibe ja vorrangig historische Romane. Manchmal taucht ganz unvermittelt eine Figur vor mir auf und verlangt, dass ich über sie schreibe. Im Sommer verschaffen mir Touren mit dem Fahrrad neue Ideen, zuweilen strömen die Einfälle auch beim Autofahren, Bügeln oder beim Einschlafen auf mich ein. Es vergeht kaum ein Tag, an dem ich keinen Einfall habe.
  4. An welchem Ort schreiben Sie?
    Meist in meinem Arbeitszimmer, im Sommer auch in meinem Gartenhäuschen. Umgeben von Natur und Sonne schreibt es sich am besten. Manchmal fahre ich bei gutem Wetter in Frühling und Sommer auch mit dem Rad zu einer Wiese und schreibe dann ein paar Kapitel per Hand.
  5. Welches Ihrer geschriebenen Bücher ist Ihr persönlicher Liebling?
    Einen persönlichen Liebling unter meinen Büchern habe ich eigentlich nicht. Alle sind mir gleich lieb, weil ich in dem Moment von der Idee, die hinter der Geschichte steckt, begeistert war. Natürlich immer auf andere Weise, aber wäre mir die Story nicht lieb gewesen, hätte ich sie nicht geschrieben.
  6. Was wollten Sie als Kind gerne werden?
    Ich wäre früher gern Kindergärtnerin oder Schriftstellerin geworden. Das vor allem wegen der Geschichten, die ich erzählen wollte. Mit der Kindergärtnerin hat es nicht geklappt, aber vor einigen Jahren mit der Schriftstellerin. Und den Beruf gebe ich jetzt nicht mehr her!
  7. Waren Sie früher in der Schule gut in Deutsch?
    Ja, das war ich. Ich habe sogar gern Aufsätze geschrieben und konnte mich beim Umfang immer kaum bremsen. Außerdem habe ich meine Deutschlehrer gern mit Schachtelsätzen geärgert. Neben Geschichte und Kunst gehörte Deutsch zu meinen Lieblingsfächern.
  8. An welches Buch aus Ihrer Kindheit können Sie sich besonders gut erinnern?
    Besonders fasziniert hat mich "Der Mann mit dem Goldhelm" von Gotthold Gloger, der die Lebensgeschichte Rembrandts erzählt. Das Buch habe ich immer noch und lese hin und wieder darin. Außerdem waren "Die drei Musketiere" von Alexandre Dumas meine Favoriten.
  9. Was lesen Sie gerade?
    Momentan lese ich wieder ein mal sehr viel Fachliteratur, denn das ist für mein nächstes Buch wichtig. Privat warten "Das Schönste, was ich je sah" von Asta Scheib und von Lisa See "Der Seidenfächer" auf mich. Beides sind historische Romane.
  10. Welchen Film haben Sie zuletzt im Kino gesehen?
    Zuletzt habe ich "Wolfman" gesehen, ein sehr schöner, viktorianisch angehauchter Gruselfilm und meiner Erachtens ein würdiges Remake des Originals "Der Wolfsmensch" von 1941.
  11. Was war der peinlichste Moment in Ihrem Leben?
    In meiner Jugend gab es etliche peinliche Momente, sodass ich gar nicht sagen kann, was der peinlichste war. Am peinlichsten ist es mir momentan immer, wenn ich mich bei einer Lesung verhasple. Kommt manchmal vor und ist eigentlich nicht schlimm, aber dennoch ärgere ich mich ein bisschen darüber.
  12. Mit wem würden Sie gerne einen Tag den Platz tauschen?
    Puh, schwierig. Eigentlich bin ich mit meinem Leben derart zufrieden, dass ich eigentlich gar nicht mehr tauschen möchte. Wenn es Muss wäre, würde ich mal mit meinen Verlagsleitern tauschen wollen, um zu sehen, wie die Produktion eines Buches auf deren Seite aussieht.
  13. Können Sie diesen Satz für uns beenden? Es war einmal ...
    … ein kleines Mädchen, dem die Ideen wie Schmetterlinge zuflogen. Sie kreisten um ihren Kopf, summen dicht an ihren Ohren vorbei und wurden mit der Zeit immer mehr, sodass es beschloss, sie einzufangen. Das Mädchen versuchte es mit einem Kescher, doch die Ideen schlüpften immer wieder durch die Maschen. Da erkannte die Kleine, dass die beste Art, eine Idee zu fangen war, sie in ihr Herz einzuladen - und auf Papier zu bannen. Und so wurde aus dem Mädchen eine Schriftstellerin. ;-)

13 Fragen an Antonia Michaelis

  1. Wie lange brauchen Sie, um ein Buch zu schreiben?
    Von einem Tag bis zu einem Jahr. Ich schreibe Bücher für ganz kleine Leute (unter drei Zentimeter) und ganz große Leute (auch Männer über drei Meter). Die Bücher für die längeren Leute dauern länger, logisch.
  2. Wissen Sie am Anfang der Geschichte schon, wie sie enden wird?
    Ja. Aber manchmal erfahre ich ein wichtiges Detail erst während des Schreibens. In der "Nacht der gef. Träume" zum Beispiel wusste ich die ganze Zeit über nicht, wer der Erzähler ist, der zu Beginn jedes Kapitels mit dem Helden der Geschichte spricht. Das hat er mir erst ganz am Ende verraten. Manchmal ändert sich auch das Ende eines Buches während des Buches, aber das ist eher selten.
  3. Wo bekommen Sie die Ideen für Ihre Bücher her?
    In unserem Fußboden ist eine Klappe, da geht es eine steile Leiter hinunter in einen ziemlich dunklen Keller voller Spinnweben. Da unten stehen Gläserweise Ideen. Ich würde aber niemandem außer mir raten, dorthin zu gehen. Die Spinnen sind alle darauf abgerichtet, meinen Vorrat zu beschützen.
  4. An welchem Ort schreiben Sie?
    Überall, mit Laptop geht das ja: In der Bahn, zu Hause am großen Küchentisch, im Hotelzimmer auf Lesereisen, in Cafés (wenn kein nerviger Radiosender läuft), auf der Wiese, am Strand ...
  5. Welches Ihrer geschriebenen Bücher ist Ihr persönlicher Liebling?
    Das zu beantworten, wäre gemein gegenüber den übrigen Büchern. Es ändert sich manchmal, bleibt aber geheim.
  6. Was wollten Sie als Kind gerne werden?
    Nicht erwachsen.
  7. Waren Sie früher in der Schule gut in Deutsch?
    Kam auf den Lehrer an. Mal ja, mal nein. Meistens habe ich aber sowieso nicht aufgepasst, sondern unter dem Tisch irgendein dickes leeres Buch vollgeschrieben.
  8. An welches Buch aus Ihrer Kindheit können Sie sich besonders gut erinnern?
    An die Abenteuer von Kaninchen Kasimir. Das kannte ich damals aus der Bücherei, aber es war schon lange nicht mehr lieferbar, da hat mein Vater es ausgeliehen, alle Seiten kopiert und für mich binden lassen, weil ich es mir so sehr gewünscht hatte. Es hatte - hat immer noch - einen roten Einband mit schwarzen Sternen und ist, merkwürdiger Weise, Querformat.
  9. Was lesen Sie gerade?
    Die Fragen dieses Interviews.
  10. Welchen Film haben Sie zuletzt im Kino gesehen?
    Ich gehe ungefähr einmal alle zwei Jahre ins Kino, zuletzt in den Film mit den Drachen, die gezähmt werden mussten. Das kam, weil ich festgestellt habe, dass mein Förderkind, also ein Nachbarskind, mit dem ich einmal die Woche Förderunterricht mache, noch nie im Kino gewesen war. Obwohl es 14 ist. Da sind wir losgefahren und in den nächsten Film gegangen, der kam.
  11. Was war der peinlichste Moment in Ihrem Leben?
    Als ich bei Frage 11 des Bücherkinder-Interviews keine lustige Antwort wusste.
  12. Mit wem würden Sie gerne einen Tag den Platz tauschen?
    Mit den Katzen meiner Eltern.
  13. Können Sie diesen Satz für uns beenden? Es war einmal ...
    eine Autorin, die musste noch dringend an ihrem Afrika-Roman weiterschreiben und das Feuer im Küchenofen anheizen, ehe sie durch Regen und Wind fahren würde, um ihr kleines, erkältetes Kind vom Kindergarten abzuholen, und deshalb beendete die Autorin das Interview mit den Worten: Vielen Dank :-)

13 Fragen an Daniela Kulot

  1. Wie lange brauchen Sie, um eine Geschichte zu schreiben und diese zu illustrieren?
    So genau kann ich das nicht sagen. Es ist ja ein langer Prozess, der mit einem winzigen Ansatz einer Idee beginnt, die ich immer mehr vertiefe durch Skizzieren und Notieren. Irgendwann ist es soweit, dass ich meine Idee auch meinem Verlag vorstellen kann. Wenn sich der Verlag für meine Idee begeistert und ich einen Vertrag bekomme, brauche ich für ein Bilderbuch noch ca. 4-5 Monate..
  2. Haben Sie beim Schreiben der Geschichte die Bilder schon im Kopf oder ist es anders herum?
    Meistens inspirieren mich die Bilder, die ich male, oder die Figuren, die ich erfinde, dazu eine Geschichte zu schreiben.
  3. Ist es einfacher eigene Geschichten zu illustrieren oder die anderer Autoren?
    Das sind zwei unterschiedliche Dinge. Wenn ich meine eigenen Geschichten illustriere, kann ich natürlich aus meiner ureigenen Bildwelt schöpfen und mit Bild und Text hin- und herspielen. Illustriere ich den Text eines anderen Autors, muss ich mich in dessen Bildwelt erst reinversetzen. Andererseits ist letzteres auch leichter, da der Text einfach vorliegt, ich kann mich ganz darauf einlassen, ohne ständig Text UND Bild hinterfragen zu müssen.
  4. An welchem Ort arbeiten Sie am liebsten?
    Am liebsten in meinem Sommeratelier, in dem Dank großer Fensterfront sehr viel Licht ist. Das ist wunderbar beim Malen. In der Entwurfsphase auch gern am Fluss, oder im Winter im Café.
  5. Welches Ihrer Bücher ist Ihr persönlicher Liebling?
    Ich glaube, es ist immer das, woran ich gerade arbeite. Abgesehen davon gehören aber zu meinen ganz besonderen Lieblingen die Krokodil-und-Giraffe-Bücher, und "Nasebohren ist schön"
  6. Was wollten Sie als Kind gerne werden?
    Ich wollte genau das werden, was ich jetzt bin. Außerdem fand ich Gärtnerin toll.
  7. Waren Sie früher in der Schule gut in Deutsch und Kunst?
    Ja, schon einigermaßen. Mein Kunstlehrer hat mir allerdings nie eine eins gegeben, damit ich nicht eingebildet werde, wie er mir später mal sagte. Was für Methoden!
  8. An welches Buch aus Ihrer Kindheit können Sie sich besonders gut erinnern?
    An "Krabat" von Otfried Preußler
  9. Was lesen Sie gerade?
    "Roman unserer Kindheit" von Georg Klein, dem diesjährigen Leipziger Buchpreisträger. Ein wunderbares Buch mit einer unglaublichen Sprache. Wen es interessiert, ich hab ein wenig darüber auf meinem Blog geschrieben.
  10. Welchen Film haben Sie zuletzt im Kino gesehen?
    Avatar, dessen Handlung ich aber eine Zumutung finde.
  11. Was war der peinlichste Moment in Ihrem Leben?
    Der peinlichste Moment ist so peinlich, dass ich darüber öffentlich gar nicht schreiben kann. Ich erzähl von einem der Vielen: Ich traf mal einen Fernsehschauspieler live, und zwar Edgar Selge (Kommissar Tauber), der im Film einen Einarmigen spielt. Und mir fiel nichts Dümmeres ein, als zu sagen: dann kann man ihnen ja doch beide Hände schütteln.
  12. Mit wem würden Sie gerne einen Tag den Platz tauschen?
    Mit einer Katze auf dem Land
  13. Können Sie diesen Satz für uns beenden? Es war einmal ...
    ein Planet, der hätte sich so sehr gewünscht, dass seine Bewohner freundlich mit ihm umgehen würden ...

Daniela Kulots Website und Blog

13 Fragen an Jana Frey

  1. Wie lange brauchen Sie, um ein Buch zu schreiben?
    Das ist ganz unterschiedlich - zwischen einem Tag und einem Jahr. Manche Bücher schreibe ich blitzschnell und für andere brauche ich länger. Das ist abhängig von meiner Tagesform, von der Länge der Geschichte, vom Trubel um mich herum und von der Leichtigkeit oder Schwere, die das jeweilige Buch mit sich bringt.
  2. Wissen Sie am Anfang der Geschichte schon, wie sie enden wird?
    Oft weiß ich es nicht, obwohl die Verlage es natürlich lieber sähen, wenn ich immer schon eine feste Vorstellung und einen festen Plan zu meinen Texten hätte. Aber ich lasse mich gerne selbst davon überraschen, was die Figuren in meinen Büchern erleben wollen oder wohin es sie treibt. In solchen Momenten ist das Schreiben fast wie das Lesen eines Buches. Ich schreibe und staune manchmal selbst über das, was geschieht. Meine Figuren leben, solange ich an einem Buch schreibe, Seite an Seite mit mir, und wir gehen gemeinsam durch die Geschichte. Hand in Hand, sozusagen.
  3. Wo bekommen Sie die Ideen für Ihre Bücher her?
    Meine Ideen entstehen in meinem Alltag. Ich habe vier Kinder, mit den beiden Großen bin ich viel unterwegs, und die beiden Kleinen sind muntere, einjährige Zwillinge. Außerdem gibt es da noch unsere Dalamtinerhündin Luzie und unser verrücktes, vollgestopftes Haus, das in einem urwaldartigen, wilden Garten steht. Die Ideen zu meinen Büchern wirbeln von allen Seiten auf mich ein. Oft komme ich mit dem Aufschreiben gar nicht schnell genug nach!
  4. An welchem Ort schreiben Sie?
    Meistens schreibe ich in meinem Arbeitszimmer, von dem aus ich einen schönen Blick in unseren Gartenurwald habe. Ich bin dabei umgeben von vielen, vielen, vielen Büchern in vielen, vielen, vielen Bücherregalen um mich herum, und von Luzie, die neben mir in ihrem Hundekörbchen liegt und schläft und träumt und mit den Pfoten scharrt. Manchmal schreibe ich aber auch im Café, im Zug, im Flugzeug, auf meiner Lieblingswiese im Wald oder in einem Hotelzimmer (wenn ich auf Lesereise bin).
  5. Welches Ihrer geschriebenen Bücher ist Ihr persönlicher Liebling?
    Das wechselt immer mal wieder. Natürlich mag ich meine Bücher alle gerne, aber es gibt doch bestimmte Persönlichkeiten in den unterschiedlichen Geschichten, zu denen ich ein ganz besonderes Verhältnis habe. So eine Figur ist zum Beispiel der wilde, manchmal böse und manchmal gute "Adam" aus meinem Roman "Die vergitterte Welt". Und dann sind da noch "Ana" und ihrer Familie aus meinem Buch "Ich, die andere". Ana bin ein bisschen ich. Und Ana ist ein bisschen meine älteste Tochter. Und ihre Familie ist so eine wundervolle Familie, wie ich sie meinen Kindern gewünscht hätte. Eine meiner liebsten Figuren ist dann noch der kleine "Onkel Giovanni" aus "Frido XXL", einem Buch über einen sehr dicken Jungen, der es schwer im Alltag hat und dem besagter Onkel Giovanni und "Tiffany" (eine weitere kleine Person, die ich sehr gerne habe) dabei helfen, mutiger und glücklicher zu werden.
  6. Was wollten Sie als Kind gerne werden?
    Schon ganz früh, nämlich mit 4 Jahren, fasste ich den festen Plan, Schriftstellerin zu werden. Ich hatte damals gerade Schreiben und Lesen gelernt und schrieb wild und glücklich drauflos. Meine erste "große" Geschichte (ich habe sie heute noch) trug den viel sagenden Titel "Der Kwatsch" und brachte es auf 14 Fortsetzungen. Meine Klassenkameraden in der ersten Klasse freuten sich jede Woche auf eine neue Anekdote. : )
  7. Waren Sie früher in der Schule gut in Deutsch?
    Ja, Deutsch war, durch sämtliche Schuljahre hindurch, mein allerbestes (und allerliebstes) Schulfach! Ich liebte es, Aufsätze zu schreiben und ich liebte dabei besonders eine lustige Idee meiner großen, strengen, lauten, aber auch sehr lustigen Grundschullehrerin: Sie schrieb wahllos einige Wörter, die aber auch gar nichts miteinander zu tun hatten, an die Tafel und wir bekamen die Aufgabe, alle diese Wörter in einem freien Aufsatz so unterzubringen, dass hierbei eine spannende Geschichte entstand. Ich liebte diese Aufgabe. (Versucht es doch auch einmal. Denkt euch zu den Worten APFELMUS, SONNENAUFGANG, DACKELWELPE und BURGGRABEN eine schöne Geschichte aus! Oder lasst euch andere lustige Worte einfallen) : )
  8. An welches Buch aus Ihrer Kindheit können Sie sich besonders gut erinnern?
    Oh, an ganz viele! Ich habe Bücher regelrecht verschlungen. Ich liebte Astrid Lindgren und Erich Kästner und Christine Nöstlinger. Aber eines meiner allerliebsten Bücher war "Hilfe, die Herdmanns kommen".
  9. Was lesen Sie gerade?
    Oh, ich lese im Augenblick "Die Ängstlichen" von Peter Henning. Und "Familienalbum" von Kate Atkinson. Und "Abschied von Eden" von Faye Kellerman. Ich lese immer ein paar Bücher gleichzeitig. Das habe ich schon als Kind getan und ich liebe es, von einem Buch ins nächste zu tauchen. Ich schreibe auch meistens mehrere Bücher gleichzeitig. Ein wildes Potpourri aus Gedanken und Erlebnissen.
  10. Welchen Film haben Sie zuletzt im Kino gesehen?
    Das war am 6. März. Da haben meine beiden großen Kinder ihren aktuellen Kurzfilm in einem Mainzer Kino uraufgeführt. Er heißt "Eine Nacht im November". Unter www.goblin-pictures.de könnt ihr in euch gerne auch einmal anschauen. Es war ein spannender, toller Abend, der allen viel Spaß gemacht hat. Die Geschichte, die dem Film als Vorlage diente, habe ich einmal vor vielen Jahren als Kurzgeschichte für die Anthologie "Du bist nicht wie wir" geschrieben. Meine Kinder haben einen fantastischen, anrührenden Film daraus gemacht.
  11. Was war der peinlichste Moment in Ihrem Leben?
    Ich habe lange über diese Frage nachgedacht, aber mir fiel beim besten Willen nichts wirklich Peinliches ein. Vielleicht liegt es daran, dass ich mich ziemlich viel traue und nicht so schnell aus dem Gleichgewicht zu bringen bin. Ich war schon als Jugendliche ein bunter, fröhlicher Punk mit rosa und lila und grünen und blauen Haaren, ich trug immer zwei verschieden farbige Schuhe, ich war gerne laut und fiel gerne auf. Und so ist es bis heute geblieben. (Nur meine Haare färbe ich in der Zwischenzeit nicht mehr bunt. Das überlasse ich jetzt meinen Kindern.)
  12. Mit wem würden Sie gerne einen Tag den Platz tauschen?
    Mit Pippi Langstrumpf!
  13. Können Sie diesen Satz für uns beenden? Es war einmal ...
    eine wunderschöne Villa Kunterbunt in einem fröhlichen, bunten, freien Land ohne Gewalt und Angst und Sorgen. Dort wohnte neben einem Meer aus Sonnenblumen und inmitten eines lichten, sonnigen Birkenwäldchens - und mit ein, zwei, drei freundlichen, grasenden Kamelen im wilden Garten - eine glückliche Kinderbuchautorin mit all ihren Kindern und hatte alle Zeit der Welt, eine Millionen wunderbare Ideen zu verwirklichen.

13 Fragen an Jürgen Banscherus

  1. Wie lange brauchen Sie, um ein Buch zu schreiben?
    Das reicht von vier Wochen ("Ein Fall für Kwiatkowski") bis zu drei Jahren ("Die Stille zwischen den Sternen").
  2. Wissen Sie am Anfang der Geschichte schon, wie sie enden wird?
    Ja.
  3. Wo bekommen Sie die Ideen für Ihre Bücher her?
    Ich lese einen Zeitungsbericht ("Davids Versprechen"). Ich träume ("Jimmi Nightwalker"). Ich spinne ("Ein Fall für Kwiatkowski"). Ich höre eine Geschichte ("Asphaltroulette").
  4. An welchem Ort schreiben Sie?
    Zu Hause in meinem Arbeitszimmer.
  5. Welches Ihrer geschriebenen Bücher ist Ihr persönlicher Liebling?
    Immer das letzte. Das ist im Augenblick "Jimmi Nightwalker".
  6. Was wollten Sie als Kind gerne werden?
    Förster. Pianist. Fußballprofi.)
  7. Waren Sie früher in der Schule gut in Deutsch?
    Ja – was allerdings die Lehrer nicht immer wussten ...
  8. An welches Buch aus Ihrer Kindheit können Sie sich besonders gut erinnern?
    Tom Sawyer und "Hänschen im Blaubeerenwald", weil es das erste Buch war, das ich selber lesen konnte.
  9. Was lesen Sie gerade?
    Stan Nadolny: Ullstein-Roman
  10. Welchen Film haben Sie zuletzt im Kino gesehen?
    Die Eleganz der Madame Michel
  11. Was war der peinlichste Moment in Ihrem Leben?
    Mit meiner Familie zum falschen Flughafen zu fahren. Gebucht war Köln, abfliegen wollte ich von Düsseldorf ...
  12. Mit wem würden Sie gerne einen Tag den Platz tauschen?
    Mit dem Lokführer des Thalys von Köln nach Paris.
  13. Können Sie diesen Satz für uns beenden? Es war einmal ...
    ein Schriftsteller, der nicht lügen konnte. Deshalb saß der arme Mann immer noch an seinem allerersten Buch und wurde und wurde nicht fertig. Sobald er einen Satz geschrieben hatte, kreischte es in seinem Kopf: "Stimmt doch gar nicht! Stimmt doch gar nicht!" ...

www.juergen-banscherus.de

13 Fragen an Susanne Lütje

  1. Wie lange brauchen Sie, um ein Buch zu schreiben?
    Für die Bände von "Radieschen & Co." habe ich jedes Mal ziemlich genau drei Monate gebraucht. Für Bilderbücher plane ich zwei bis drei Wochen ein. Für Pappbilderbücher zwei bis drei Tage.
  2. Wissen Sie am Anfang der Geschichte schon, wie sie enden wird?
    Nein, ich kenne zwar die Figuren und ihre Welt genau und ich weiß, in welche Katastrophe ich meine Helden stürzen werde - aber wie ihr Abenteuer weitergeht und enden wird, will ich am Anfang noch gar nicht wissen.
  3. Wo bekommen Sie die Ideen für Ihre Bücher her?
    Meist ist es eine Kleinigkeit, die reicht, um eine Geschichte in Gang zu bringen. Bei "Hamlettas wilder Sommer" war es der Name. Ich habe für die Uni Shakespeare gelesen und plötzlich ist in meinem Kopf Hamletta Springfiedel aufgetaucht. Einfach so, PLOPP war der Name da. Klingt gut, dachte ich. Abenteuerlich, rastlos, einzigartig. Ob dieses Mädchen etwas mit Prinz Hamlet zu tun hat? Bestimmt ... aber was? Und schon hatte Hamletta eine Großmutter, die als Königin Gertrud auf der Bühne stand und Prinz Hamlet mit einem Becher Gift zuprostete, während weit entfernt ihre Enkeltochter geboren wurde.
    Bei "Radieschen & Co." gab es am Anfang nur ein Bild. Ein Mädchen sitzt allein auf einem Holzgatter. Sie ist sonnengebräunt, kratzt sich einen Mückenstich auf und wartet. Es war ein schönes Bild, aber ein bisschen wehmütig. Daraus haben sich dann sofort viele Fragen ergeben: Worauf wartet das Mädchen? Wieso sitzt sie auf einem Holzgatter? Warum ist sie wehmütig? Und wenn ich die Antworten auf solche Fragen gefunden habe, bin ich schon mitten in der Geschichte drin.
  4. An welchem Ort schreiben Sie?
    Die meiste Zeit sitze ich im Arbeitszimmer am Schreibtisch. Manchmal ziehe ich auch ins Wohnzimmer aufs Sofa um. Und am liebsten schreibe ich draußen auf unserem Gartenbett ... das ist von Lavendel, Rosen und Apfelbäumen umzingelt. Einen besseren Arbeitsplatz kann's gar nicht geben. Es sei denn, unser Garten würde direkt am Meer liegen. Das wäre noch besser!
  5. Welches Ihrer geschriebenen Bücher ist Ihr persönlicher Liebling?
    Am meisten hänge ich immer noch an "Hamlettas wilder Sommer".
  6. Was wollten Sie als Kind gerne werden?
    Lange Zeit wollte ich gar nichts werden ... auf keinen Fall erwachsen! Ich war jahrelang auf der Suche nach Pippis Krummelus-Pillen. Später habe ich auf die Frage "Was willst du denn mal werden?" immer geantwortet: "Glücklich, reich und berühmt."
  7. Waren Sie früher in der Schule gut in Deutsch?
    Ja, in Deutsch war ich eigentlich immer ziemlich gut. Aufsätze sind mir leicht gefallen, Diktate eher schwer.
  8. An welches Buch aus Ihrer Kindheit können Sie sich besonders gut erinnern?
    An "Die Kinder aus Bullerbü" - eine rote Gesamtausgabe mit einer Schwarz-Weiß-Zeichnung von Lisa vorne drauf. Und wenn man das Buch aufgeschlagen hat, war man sofort mitten drin in dem Gewusel zwischen Nord-, Süd- und Mittelhof ... das Bild von Ilon Wikland als Vorsatz habe ich besonders geliebt. Überhaupt Bücher mit tollen Illustrationen - so wie "Die Mumins" von Tove Jansson - herrlich!
  9. Was lesen Sie gerade?
    "Viel los bei uns in Ammerlo" von Antonia Michaelis, "Der Tag, an dem ich cool wurde" von Juma Kliebenstein und "Schöner Schein" von Donna Leon.
  10. Welchen Film haben Sie zuletzt im Kino gesehen?
    "Robin Hood" mit Russell Crowe.
  11. Was war der peinlichste Moment in Ihrem Leben?
    Mein peinlichster Moment war in der Schule. Ich war zehn und wollte furchtbar gerne bei einem Vorlesewettbewerb mitmachen. Jede Klasse durfte einen Vorleser auswählen. Ich habe gelesen und gelesen und gelesen ... ein endloses Märchen von den Brüdern Grimm. Danach hat eine Freundin von mir ein kurzes Stück aus "Hilfe, die Herdmanns kommen" gelesen. Dann wurde abgestimmt. Ich habe nur eine Stimme bekommen. Eine einzige Stimme! Das war schrecklich und peinlich. Eigentlich erstaunlich, dass ich jetzt einen Beruf habe, wo ich so viel und so öffentlich vorlese. Offenbar habe ich den Schreck überwunden.
  12. Mit wem würden Sie gerne einen Tag den Platz tauschen?
    Mit einem der Olchis. Ich finde, die haben es scheußlich schön.
  13. Können Sie diesen Satz für uns beenden? Es war einmal ...
    ein kleines vergnügtes Meuchel, das fröhlich um die Ecke hopste und plötzlich vor Schreck erstarrte. Hinter der Ecke lauerte sein schlimmster Alptraum ... der Meuchelmörder.

Blog von Susanne Lütje

13 Fragen an Krystyna Kuhn

  1. Wie lange brauchen Sie, um ein Buch zu schreiben?
    Derzeit brauche ich circa drei Monate, um ein Buch zu schreiben. Das bedeutet aber sehr diszipliniert zu sein, keinen Urlaub zu machen und immer den Laptop unter dem Arm zu tragen.
  2. Wissen Sie am Anfang der Geschichte schon, wie sie enden wird?
    Nur ungefähr! Das Ende ergibt sich ja auch aus der Geschichte. Das Böse wird besiegt und das Gute überlebt - hoffentlich. Aber es geht bei einer Geschichte ja auch immer um die Entwicklung einer Figur. Das kann ich vorher nicht planen. Da lasse ich mich von der Geschichte mitreißen.
  3. Wo bekommen Sie die Ideen für Ihre Bücher her?
    Die Ideen bekomme ich aus dem Leben; den Orten, die ich besuche; den Menschen, denen ich begegne; den Filmen, die ich sehe. Als Autor ist man sehr stark sensibel für Eindrücke und Erzählungen. Und - man vergisst nichts, denn irgendwann taucht es wieder in einem Buch auf.
  4. An welchem Ort schreiben Sie?
    Wenn ich mich wirklich konzentrieren will, dann schreibe ich mit dem Laptop im Bett. Oder ich ziehe in ein Hotelzimmer. Beim Überarbeiten sitze ich an meinem Schreibtisch, wo ich einen großen Bildschirm habe.
  5. Welches Ihrer geschriebenen Bücher ist Ihr persönlicher Liebling?
    Immer das erste und das letzte. Das erste Jugendbuch war Schneewittchenfalle. Da schon so viel Zeit vergangen ist, bilde ich mir ein, dass es ganz einfach war, es zu schreiben. Das letzte Buch ist immer mein Liebling, weil ich mich wundere, dass ich es überhaupt geschafft habe, es zu beenden. Derzeit ist Das Spiel aus der Serie "Das Tal" daher mein Favorit. Es war eine ganz große und neue Herausforderung.
  6. Was wollten Sie als Kind gerne werden?
    Schriftstellerin, Schauspielerin, Sängerin - also nichts Solides.
  7. Waren Sie früher in der Schule gut in Deutsch?
    Nein, ich war die ersten Jahre im Gymnasium nicht besonders gut in Deutsch. Aber das ist vielleicht nicht einmal so ungewöhnlich, denn in der Schule schreibt man Aufsätze ja nach einem bestimmten Schema. Erst in der Oberstufe wurde Deutsch zu meinem Lieblingsfach.
  8. An welches Buch aus Ihrer Kindheit können Sie sich besonders gut erinnern?
    Alle Bände von Nesthäkchen.
  9. Was lesen Sie gerade?
    "Black Rabbit" von Kevin Brooks. Das ist ein englischer Jugendbuchautor, den ich sehr schätze.
  10. Welchen Film haben Sie zuletzt im Kino gesehen?
    Avatar.
  11. Was war der peinlichste Moment in Ihrem Leben?
    Den peinlichsten verrate ich nicht. Aber peinlich war auch, als bei der Trauung meiner Freundin, in dem Moment, als sie ihr Jawort gab, mein Handy klingelte und ich es in meiner riesigen Handtasche nicht finden konnte.
  12. Mit wem würden Sie gerne einen Tag den Platz tauschen?
    Mit niemandem - und wenn, dann mit der Freiheitsstatue in New York. Aber nur bei schönem Wetter.
  13. Können Sie diesen Satz für uns beenden? Es war einmal ...
    ein Buch, das fiel einem alten Mann in New York aus der Jackentasche und nachdem es wochenlang aufgeschlagen auf Seite 111 unter einer Bank im Central Park gelegen hatte, kam ein Kind und begann zu lesen.

Website von Krystyna Kuhn

13 Fragen an Juma Kliebenstein

  1. Wie lange brauchen Sie, um ein Buch zu schreiben?
    Das ist ganz unterschiedlich: Manchmal entsteht ein Buch in ein paar Tagen, manchmal dauert es ein paar Monate.
  2. Wissen Sie am Anfang der Geschichte schon, wie sie enden wird?
    Nein, das weiß ich meistens nicht. Denn zuerst fallen mir die Figuren ein, und die erzählen mir, was in ihrem Leben so passiert. Das schreibe ich dann auf. Dabei werde ich selbst immer wieder überrascht, denn ich begleite die Figur ja nur. Was passiert, weiß ich vorher genauso wenig wie sie ... Wenn die Finger über die Tasten fliegen ist das so ähnlich wie rennende Beine, die ein irres Tempo drauf haben, weil sie gespannt sind, wie es dort, wo sie hinwollen, so ist.
  3. Wo bekommen Sie die Ideen für Ihre Bücher her?
    Meistens passiert es morgens beim Aufwachen: Während draußen die Vögel zwitschern und das helle Morgensonnenlicht ins Schlafzimmer fällt, habe ich die Augen noch zu und befinde mich auf der Reise vom Traum in die Realität. Und dort, am Ende der Station, quasi auf der Bettdecke, steht eine Figur in Gedanken plötzlich vor mir und will mir ihre Geschichte erzählen. Dann höre ich ganz genau zu. Später schnappe ich mir den Laptop und schreibe alles auf.
    Außerdem habe ich immer, egal wo ich bin, ein kleines Notizbuch dabei, weil ich unterwegs immer etwas aufschnappe - ein Satz, eine Stimmung, irgendetwas, das vielleicht einmal in einer Geschichte Verwendung findet.
  4. An welchem Ort schreiben Sie?
    Überall da, wo ich in Ruhe arbeiten kann. Ich bin nämlich ein so neugieriger Mensch, dass ich automatisch zuhöre, wenn sich um mich herum Leute unterhalten oder Musik läuft, und das geht dann natürlich nicht mit dem Schreiben zusammen.
    Sonst kann ich überall schreiben, ob im Hotelzimmer oder am Küchentisch. Aber am liebsten schreibe ich im Bett, da kann ich die Terrassentür und die Fenster aufmachen und mir den Wind um die Nase wehen lassen …. Leider ist die Im-Bett-Schreiberei gar nicht gut für meine Knie, ich schreibe nämlich immer auf dem Laptop und im Bett geht das nur im Schneidersitz ... :-)
  5. Welches Ihrer geschriebenen Bücher ist Ihr persönlicher Liebling?
    Mein Lieblingsbuch ist sicher immer dasjenige, an dem ich gerade schreibe. So ist jedes meiner Bücher mal mein persönlicher Liebling.
    Wenn das Buch dann gedruckt wurde und das erste Exemplar in meinem Briefkasten liegt, bin ich immer ganz aufgeregt und freue mich darüber, denn dann ist es mit den Illustrationen und dem Cover und allem drum und dran eine runde Sache geworden, da bin ich dann so aufgedreht wie ein Kind an Weihnachten.
  6. Was wollten Sie als Kind gerne werden?
    Oh, ich wollte am liebsten ganz vieles werden, weil ich neugierig auf die ganze Welt bin: Landschaftsarchitektin, Goldschmiedin oder Forscherin (ich wollte immer mal ein Mittel erfinden, mit dem man so alt werden kann, wie man nur will).
    Aber vor allem wollte ich Schriftstellerin werden. Damit habe ich auch schon mit vier Jahren angefangen. Da war ich nämlich lange im Krankenhaus und habe lesen und schreiben gelernt, und durch das Schreiben konnte ich mir eine andere Welt schaffen.
    Ich finde, ich habe den schönsten Beruf der Welt: Als Schriftstellerin kann man so vieles sein, denn in jedem Buch schlüpft man in eine andere Rolle und sieht die Welt mit anderen Augen.
  7. Waren Sie früher in der Schule gut in Deutsch?
    Ja, und wenn ich selbst erdachte Geschichten schreiben durfte, war ich besonders gut. Aber ich habe fast alles im Deutschunterricht sehr gemocht, was mit Literatur zusammenhing. Ich hatte auch fast nur gute Deutschlehrer, außer dem letzten, der war ein grausiger Pedant und furchtbar unfair und hat uns allen den Deutschkurs ganz schön verleidet. So einer von der Sorte, die verlangen, dass man alles gut findet, was er selbst toll findet, und er hat Schüler ausgelacht, wenn sie eine falsche Antwort gaben. Aber der blöde Lehrer hat meine Liebe zur Sprache nicht schmälern können.
  8. An welches Buch aus Ihrer Kindheit können Sie sich besonders gut erinnern?
    Ooooooooh ... Also, vor allem an Madita, Michel aus Lönneberga und die Kinder aus Bullerbü. Und Karlsson vom Dach und Kalle Blomquist. Wie man sieht, war (bin) ich ein großer Astrid-Lindgren-Fan. Ihre Bücher lese ich heute noch gerne, sie sind schon ganz abgegriffen und bedeuten mir eine ganze Menge. Aber auch Christine Nöstlinger und Erich Kästner mochte ich sehr gerne.
  9. Was lesen Sie gerade?
    Im Moment lese ich gerade "Der Goldfisch meiner Schwester", ein Buch, in dem es um zwei Schwestern geht, deren Leben ganz unterschiedlich verläuft. Ich bin noch ziemlich am Anfang, bisher finde ich es sehr gut und ich freue mich aufs Weiterlesen. Das ist bei mir ganz wichtig, denn wenn ein Buch mich nicht von Anfang an fesselt, lese ich es meist nicht fertig. Und dann lese ich gerade auch "Isola" von Isabel Abedi und "Der Tag, an dem ich half, Gott zu retten". Ich lese oft mehrere Bücher gleichzeitig.
  10. Welchen Film haben Sie zuletzt im Kino gesehen?
    Ich gehe sehr gern und oft ins Kino, aber im Sommer nicht so viel, weil ich da lieber draußen bin ... da muss ich eine Weile überlegen ... Ich glaube, das war "Männer, die auf Ziegen starren". Den fand ich gut.
  11. Was war der peinlichste Moment in Ihrem Leben?
    Den allerpeinlichsten behalte ich für mich. :-) Da suche ich jetzt mal einen anderen heraus ... Vor kurzem bekam ich eine Mail von einer Dame wegen einer Lesungsanfrage. Als ich ein paar Stunden später in Word eine Antwortmail entwarf, wusste ich den Namen der Dame nicht mehr und setzte stattdessen "Liebe Frau Soundso" ein. Dann habe ich einen Absatz begonnen mit "Meine Lesungsbedingungen sind blablabla ..." (ich hatte vor, das Blablabla später durch genauere Beschreibungen, die ich schon vorverfasst gespeichert hatte, zu ersetzen).
    Einen Tag später habe ich meine Antwort ins Mailfach kopiert und sie verschickt. Und in dem Moment, als die Nachricht "gesendet" erschien, fiel mir siedendheiß ein, dass ich ganz vergessen hatte, die Stellen mit "Soundso" und "Blablabla" durch die richtigen Angaben zu ersetzen! Zum Glück hatte die Dame Humor und hat mir eine lustige Antwort zurückgeschickt!
  12. Mit wem würden Sie gerne einen Tag den Platz tauschen?
    An und für sich mit allen, deren Leben oder Beruf mich interessiert ... Aber dann würde ich ja damit einen Tag meines eigenen Lebens verlieren, und das will ich auf keinen Fall, dafür ist es viel zu spannend! Also nehme ich lieber in meinen Geschichten den Platz von meiner Figur ein und tauche nach dem Schreiben wieder in meinem eigenen Leben auf.
  13. Können Sie diesen Satz für uns beenden? Es war einmal ...
    Ja, das kann ich, aber dann kommt dabei gleich eine ganze Geschichte heraus und soviel Platz ist hier nicht vorgesehen :-)

Website von Juma Kliebenstein

13 Fragen an Annette Langen

  1. Wie lange brauchen Sie, um ein Buch zu schreiben?
    Das längste waren in meinem Fall sieben Jahre! So lange hat es gedauert, bis ich die umfangreiche internationale Recherche für "Der große Felix-Weltatlas" abgeschlossen hatte. Übrigens, bei mir dauert die Ideenfindung und gedankliche Figurenentwicklung im Vorfeld oft länger als das eigentliche Schreiben. Erst wenn die Szenen wie ein Film vor meinem inneren Auge ablaufen, fange ich an zu schreiben.
  2. Wissen Sie am Anfang der Geschichte schon, wie sie enden wird?
    Das ist unterschiedlich: Bei einem Bilderbuch muss der Spannungsbogen im Vorfeld genau ausgelotet sein. Somit steht das Ende für mich bereits fest, bevor ich ans Schreiben gehe. Aber durch das Schreiben kommen oft erst die genauen Details hinzu. Schreibe ich Romane, stelle ich oft fasziniert fest, dass die verschiedenen Charaktere beim Schreiben immer lebendiger werden und manchmal die Geschichte einen anderen Verlauf nimmt, als ursprünglich gedacht.
  3. Wo bekommen Sie die Ideen für Ihre Bücher her?
    So unterschiedlich meine Geschichten und Buchcharaktere auch sind, sie alle sind sehr authentisch. Wie ein großes Mosaik, setzen sich meine Bücher aus vielen einzelnen Beobachtungen, Erlebnissen und Eindrücken zusammen. Mein jüngstes Bilderbuch "Carlotta - Meine Haare kämme ich nicht" (ET August 2010, NordSüd Verlag, Zürich) basiert auf haarsträubenden Szenen in meinem Leben als Mutter. Aber auch meine Schulpatenkinder geben Impulse.
  4. An welchem Ort schreiben Sie?
    Die meiste Zeit des Jahres in einem kleinen Dorf im Bergischen Land. Hin und wieder schreibe ich am Meer, zwischen langen Wanderungen bei Wind und Wellen.
  5. Welches Ihrer geschriebenen Bücher ist Ihr persönlicher Liebling?
    Ich würde sagen, das ist wie mit den eigenen Kindern, jedes hat man auf eine ganz bestimmte Art lieb.
  6. Was wollten Sie als Kind gerne werden?
    Als ich drei Jahre alt war, stand es für mich fest: Feuerwehrmann! Dass ich doch beim Buch geblieben bin, ist höchstwahrscheinlich ein Fall von frühkindlicher Prägung. Denn ich wuchs in einer Buchhändlerfamilie mit unzähligen Büchern und Gesprächen rund ums Buch auf.
  7. Waren Sie früher in der Schule gut in Deutsch?
    Nun, ich habe sehr gerne Aufsätze und später Interpretationen geschrieben, aber Grammatikstunden gehasst ...
  8. An welches Buch aus Ihrer Kindheit können Sie sich besonders gut erinnern?
    Oh, die Liste würde seeeeehr lang. Mein liebstes Bilderbuch kam aus Dänemark und hieß: "Jens und Michel". Das Lesen habe ich später mit Kästners "Doppeltem Lottchen" angefangen und dann nie wieder aufgehört ...
  9. Was lesen Sie gerade?
    Im Moment schreibe ich ganz konzentriert an einem neuen Jugendroman. Dann kann ich privat nichts anderes parallel lesen. Von Zeitungen und Einkaufszetteln mal abgesehen ...
  10. Welchen Film haben Sie zuletzt im Kino gesehen?
    "Willkommen bei den Sch'tis", allerdings auf DVD. Mein Lieblingsfilm seit vielen Jahren ist "Children of Nature", ein außergewöhnlicher isländischer Film.
  11. Was war der peinlichste Moment in Ihrem Leben?
    Ein peinlicher Versprecher bei einem Live Interview des ZDF! Ich wollte sagen: "Felix macht neugierig auf die weite Welt und die Menschen, die darin leben." Doch statt ‚leben', sagte ich versehentlich ‚lieben'.
  12. Mit wem würden Sie gerne einen Tag den Platz tauschen?
    Mit niemandem, denn ich lebe sehr gerne hier und jetzt. Das Glück der späten Geburt ist mir sehr bewusst!
  13. Können Sie diesen Satz für uns beenden? Es war einmal ...
    ... ein weiser Seebär, der hieß Gorch Fock. Er schrieb:
    "Du kannst dein Leben nicht verlängern
    und du kannst es auch nicht verbreitern.
    Aber du kannst es vertiefen."

Website von Annette Langen

13 Fragen an Katja Reider

  1. Wie lange brauchen Sie, um ein Buch zu schreiben?
    Da ich mich in fast allen Sparten des Kinder- und Jugendbuches tummele, ist das sehr unterschiedlich. Für eine Bilderbuch-Geschichte brauche ich ca. 3-4 Wochen, für einen Kinderroman rechne ich 2-3 Monate. Weil ich selber zwei Kinder und einen ziemlich verrückten Hund habe, kann ich eigentlich nur vormittags in Ruhe schreiben - und Anrufe, Emails etc. kommen auch immer dazwischen ...
  2. Wissen Sie am Anfang der Geschichte schon, wie sie enden wird?
    In etwa ja. Ich bin innerlich ruhiger, wenn ich weiß, dass die Geschichte in meinem Kopf schon fertig "steht". Manchmal merke ich beim Schreiben aber, dass das doch nicht so funktioniert, wie ich es mir anfangs vorgestellt habe, dann wird geändert.
  3. Wo bekommen Sie die Ideen für Ihre Bücher her?
    Schwer zu sagen - manchmal Erinnerungen aus meiner eigenen Kindheit, Erlebnisse meiner Kinder, Gespräche mit meiner Familie und Freunden, aber auch Zeitungsnotizen, Reportagen etc.
  4. An welchem Ort schreiben Sie?
    Ich schreibe ausschließlich zu Hause in meinem Arbeitszimmer, auf Reisen nehme ich den Labtop nie mit, da fliegen nur die Gedanken...
  5. Welches Ihrer geschriebenen Bücher ist Ihr persönlicher Liebling?
    Oh, da gibt es viele: meine Mädchenbuchreihe "Der Prinzessinnenclub", "Rosalie und Trüffel" (mein erfolgreichstes Buch), "Für meine Mutter" (wunderschön illustriert von Ute Krause), das Bilderbuch "Darf ich mitspielen?", einige meiner Erstlesetitel - und ich freue mich natürlich auf jedes Buch, das neu erscheint!
  6. Was wollten Sie als Kind gerne werden?
    Als Kind wollte ich Balletttänzerin werden, später Grafikerin oder Malerin, aber irgendwann wusste ich, dass ich etwas mit Schreiben machen möchte.
  7. Waren Sie früher in der Schule gut in Deutsch?
    Ja, meistens. Obwohl es Deutschlehrer gab, denen meine Aufsätze zu lang waren. Heute darf ich so lang schreiben, wie ich will - juhu!
  8. An welches Buch aus Ihrer Kindheit können Sie sich besonders gut erinnern?
    Mein Lieblingsbuch war "Der kleine Nick" von Goscinny & Sempé. Das habe ich kürzlich mit meiner Tochter gelesen - und ich liebe es heute noch!
  9. Was lesen Sie gerade?
    Ich könnte ja jetzt schummeln und etwas Hochliterarisches nennen, vielleicht James Joyce oder Tolstoi. Aber ich muss zugeben: ich lese gerade einen richtig schönen spannenden Krimi-Schmöker... herrlich!
  10. Welchen Film haben Sie zuletzt im Kino gesehen?
    "Alice im Wunderland", aber er hat mir trotz der perfekten Technik nicht gefallen - zu brutal, zu überladen.
  11. Was war der peinlichste Moment in Ihrem Leben?
    Das war vor langer Zeit auf einer Party, aber ich weiß es noch wie heute: Ich lief einen Flur entlang auf einen Typ zu, in den ich schon lange verknallt war - übersah in meiner Aufregung aber leider, dass uns eine dicke Glastür trennte! - Boing...! Es war wie in einem Slapstick, nur nicht so lustig. Jedenfalls nicht für mich ...
    Wahrscheinlich gab es noch viel peinlichere Momente in meinem Leben, aber die hat mein Unterbewusstsein gnädig verdrängt.
  12. Mit wem würden Sie gerne einen Tag den Platz tauschen?
    Für einen Tag? Da wäre ich gerne mal ein Pinguin. Aber es darf nicht zu kalt sein. Und auch nicht irgendwie gefährlich. Aber auch nicht im Zoo. Hmm...
  13. Können Sie diesen Satz für uns beenden? Es war einmal ...
    ... eine Schriftstellerin, die eigentlich ganz dringend an ihrem Buch weiter schreiben musste. Aber dann kam - schwups - eine Mail herein geflattert mit vielen neugierigen Kinderfragen, die die Schriftstellerin sogleich beantworten wollte und darüber - na so was! - ihr Buch ganz und gar vergaß, jedenfalls für eine schöne nachdenkliche Stunde.

Website von Katja Reider