10 Fragen an Rolf-Bernhard Essig

Uns alle verbinden gute Geschichten und die Leidenschaft, Kinder und Jugendliche für diese zu begeistern. Im Rahmen der Bücherkinder-Interview-Reihe möchte ich diese Menschen vorstellen.

© Privat

Wer sind Sie und wie sieht Ihre Arbeit mit Kinderbüchern aus?
Wenn man schon einen seltsamen Doppelvornamen hat wie „Rolf-Bernhard“ und dann noch „Essig“ mit Nachnamen heißt, in Hamburg geboren wurde, aber mit drei Jahren nach Oberfranken (Kulmbach) kommt, dann verwundert es nicht, daß man zur Sprache kommt, sich über sie wundert, sie bewundert und u.a. darüber irgendwann mal Kinderbücher schreibt, Erzählungen, Ausstellungen entwickelt, mit einem Musiker oder allein sie präsentiert, vorliest, erzählt, mit Kindern ins Gespräch kommt. Freilich schreibe ich auch für Erwachsene, für Zeitungen und fürs Radio.

Wie würden Sie sich aktuell in drei Hashtags (#) beschreiben?
#Sprichwortexperte #rückengeschädigt #Gartenlust
[kenne weder Barcamps noch Un-Konferenzen, und Hashtags verwendete ich noch nie]
(Anmerkung der Redaktion: Es gibt immer ein erstes Mal 😉 )

Welches Buch liegt derzeit ganz oben auf Ihrem Nachttisch und warum?
Gar keins, weil ich a) keinen Nachttisch habe, b) seltenst im Bett lese, aber beim Sofa liegt Haruki Murakami „Von Beruf Schriftsteller“, weil ich mich schon immer für die Kollegen und deren Alltag interessierte.

Wie beeinflusst Ihre Arbeit mit bzw. für Kinder und Jugendliche Ihre Sicht auf die heutige Gesellschaft und unsere Welt?
Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen beeinflußt vor allem mein Leben, bereichert es, verwirrt es produktiv, weil sie – ob bei Festivals, Schullesungen etc. – so wach und anders sind. Meine Welt- und Gesellschaftssicht beeinflussen sie insofern schon auch, aber nicht fundamental, denn da fließt alles hinein.

Was ist die treibende Kraft, auch weiterhin was mit Kinderbüchern zu machen?
Freude an der Arbeit, am Erzählen, am Erklären, am Selbstwissenwollen treibt an, ein wenig das Geldverdienen, aber nur sekundär, dann die Vorfreude, die Bücher dann mal mit Kindern zu teilen, schließlich das Glück, die Gruppe 7 gefunden zu haben und dabei sein zu dürfen.

Wie begeistern Sie potenzielle Nichtleser für das Buch?
Geheimnisse helfen manchmal, für Bücher zu interessieren, dann auch auf die unbestreitbare und direkte Macht von geformter Sprache mit konkreten Beispielen hinzuweisen, gerade die des Buchs, wobei es nicht selten um die geht, beim Überleben zu helfen und in schweren Nöten.

Was macht für Sie ein gutes Kinderbuch aus?
Freiheit, Freiheit, Freiheit. Die im Erzählen und Stoff, denn die macht neugierig, die in der Sprache, denn die zieht an, fordert, bereichert, die für die Leser, denn dann können sie im Buch leben.

Wie hat sich Ihre Arbeit mit fortschreitender Digitalisierung verändert?
Gar nicht. Müßte sie? Das Schreiben am Computer kann damit ja nicht gemeint sein, denn das mache ich schon seit 1991.

Welche sozialen Netzwerke nutzen Sie und warum?
So gut wie keine und nie, weil sie viel Zeit kosten, die ich gern mit Menschen direkt verbringe. Eine Korrespondenz, auch per Mail, ist unübertroffen. O, eine Plattform gab es doch, „Blumentopf“, aber da herrscht zur Zeit kein „traffic“.

Mit welchem Kinderbuchmenschen sollten wir dieses Interview unbedingt mal führen?
Kathrin Schrocke, Anke Kuhl, Regina Kehn, Monika Osberghaus


Webseite von Rolf-Bernhard Essig
Titelbild: © Privat

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