10 Fragen an Anna Ruhe

Uns alle verbinden gute Geschichten und die Leidenschaft, Kinder und Jugendliche für diese zu begeistern. Im Rahmen der Bücherkinder-Interview-Reihe möchte ich diese Menschen vorstellen.

© Andrea Katheder

Wer sind Sie und wie sieht Ihre Arbeit mit Kinderbüchern aus?
Mein Name ist Anna Ruhe. Mit meiner Familie lebe ich in Berlin, wo ich für Kinder schreibe, ihnen vorlese und mir am liebsten irgendeine neue Geschichte ausdenke, die ich dann wieder schreiben und vorlesen kann.

Wie würden Sie sich aktuell in drei Hashtags (#) beschreiben?
#ichhabdenschönstenjobderwelt
#größterRonjaRäubertochterFan
#glücklichaberunterzeitdruck

Welches Buch liegt derzeit ganz oben auf Ihrem Nachttisch und warum?
An oberster Stelle liegt: „Wo die Freiheit wächst“ von Frank Maria Reifenberg, darunter „Die Geschichte der Bienen“ von Maja Lunde und dann sehr, sehr viele Kinderbücher, die ich zum Glück noch mit meinen Söhnen zusammen lesen darf.

Wie beeinflusst Ihre Arbeit mit bzw. für Kinder und Jugendliche Ihre Sicht auf die heutige Gesellschaft und unsere Welt?
Gerade in der letzten Zeit haben vor allem Kinder und Jugendliche gezeigt, dass sie sich viel verantwortungsvoller und ernsthafter um die Probleme in unserer Welt kümmern und sie angehen, als die meisten Erwachsenen. Das gibt eine ganze Menge Hoffnung, finde ich.

Was ist die treibende Kraft, auch weiterhin was mit Kinderbüchern zu machen?
Es ist wichtig Kindern gute Geschichten zu erzählen, die ihnen die Welt größer, weiter und im besten Fall auch ein bisschen hoffnungsfroher machen. Als Kind ist man schließlich so abhängig von den Entscheidungen der Erwachsenen und der Familie, in die man hineingeboren wurde. Bücher können da eine Art sein, Urlaub vom vorgegebenen Alltag zu nehmen und neue, völlig fremde Situationen zu erleben, die es einem ermöglichen, die Welt auch mal durch fremde Augen zu betrachten. Na ja, und dann macht es vor allem noch viel Spaß.

Wie begeistern Sie potenzielle Nichtleser für das Buch?
Ich gebe meine eigene Begeisterung fürs Lesen natürlich ständig kund. Aber ich finde es auch nicht schlimm und völlig in Ordnung, wenn jemand einfach nicht gerne liest. Dann empfehle ich ein Hörbuch. Ich bin nämlich fest davon überzeugt, dass jeder es liebt, Geschichten erzählt zu bekommen, ganz egal ob gelesen oder gehört.

Was macht für Sie ein gutes Kinderbuch aus?
Das kann so vieles sein. Vor allem sollte ein gutes Kinderbuch Kopfkino bei seinen Lesern hervorrufen und sie damit entführen und verzaubern. Und es sollte intelligent sein, liebevoll, mal lustig, mal traurig und einem etwas vom Leben zeigen, dass man im Kopf und Herz behalten möchte.

Wie hat sich Ihre Arbeit mit fortschreitender Digitalisierung verändert?
Hm, ganz ehrlich: solange schreibe ich noch keine Bücher, als das es eine Zeit davor gegeben haben könnte. Aber natürlich ist die Digitalisierung toll und gleichzeitig genauso anstrengend. Man ist ja irgendwie immer erreichbar, erhält Nachrichten von völlig fremden Menschen, die mal schön, mal weniger schön sind und man wird das Gefühl nicht los, dass man der Welt ständig etwas von sich erzählen soll, ob man nun Lust dazu hat oder nicht. Es ist bereichernd, spannend, manchmal nervig, und zeitintensiv in einem. Aber vor allem macht es die Recherche – zu welchem Thema auch immer – sehr viel leichter.

Welche sozialen Netzwerke nutzen Sie und warum?
Ich bin auf Facebook und Instagram. Auf Facebook eigentlich mehr, um mich mit anderen Autoren oder Freunden auszutauschen und auf Instagram, um mit Lesern und Buchliebhabern in Kontakt treten zu können.

Mit welchem Kinderbuchmenschen sollten wir dieses Interview unbedingt mal führen?
Mit Miriam Mann und Marikka Pfeiffer.


Webseite von Anna Ruhe
Titelbild: © Privat

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