10 Fragen an Katja Ludwig

Uns alle verbinden gute Geschichten und die Leidenschaft, Kinder und Jugendliche für diese zu begeistern. Im Rahmen der Bücherkinder-Interview-Reihe möchte ich diese Menschen vorstellen.

© Privat

Wer sind Sie und wie sieht Ihre Arbeit mit Kinderbüchern aus?
Ich bin Katja Ludwig, Kinderbuchautorin in Teilzeit. Für Vollzeit reicht es noch nicht. Das
Mauerschweinchen ist mein erster Kinderroman. In meiner „Schreibzeit“ sitze ich meist in unserem Berliner Schreibbüro, das ich mir mit ein paar anderen AutorInnen und ÜbersetzerInnen teile. Oder wie jetzt, weit draußen vor der großen, großen Stadt, mit Blick auf flirrend gelbe Felder.

Wie würden Sie sich aktuell in drei Hashtags (#) beschreiben?
#sonnensatt #preußischblau #losjetzt

Welches Buch liegt derzeit ganz oben auf Ihrem Nachttisch und warum?
Auf meinem Nachttisch sind immer mehrere hohe Bücherstapel, soviel wie eben drauf passt. Ganz oben, auf dem am wenigsten staubigen, liegt im Augenblick: Niemals ohne sie von Jocelyne Saucier. Da hat mich das Cover magisch angezogen. Als dann noch der Klappentext passte, hab‘ ich zugegriffen und es bisher nicht bereut.

Wie beeinflusst Ihre Arbeit mit bzw. für Kinder und Jugendliche Ihre Sicht auf die heutige Gesellschaft und unsere Welt?
Ich weiß gar nicht, ob meine Sicht auf die heutige Gesellschaft eine andere wäre, wenn ich nicht für Kinder schreiben würde und auch keine eigenen hätte… gemäß Erich Kästner: „Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist ein Mensch.“

Was ist die treibende Kraft, auch weiterhin was mit Kinderbüchern zu machen?
Geschichten kommen und wollen aufgeschrieben werden.

Wie begeistern Sie potenzielle Nichtleser für das Buch?
Bewusst habe ich mir darüber noch nicht so viele Gedanken gemacht. Ich denke, das Vorlesen (und gute Hörbücher eingeschlossen), das ist es, ganz simpel.

Was macht für Sie ein gutes Kinderbuch aus?
Wenn es ein gutes Buch für alle ist, ob Junge oder Mädchen, auch für Erwachsene und v.a. ältere Kinder. (Also eines ohne rothaarige Regenbogenfeen auf rosa Einhorn-Pegasussen). Spannend und ein bisschen tiefgründig sollte es sein, mehrschichtig auf den zweiten Blick, so ganz nebenbei. Sprachlich reizvoll – soll es klingen. Viel Humor muss drin sein, vor allem trockener, auch wenn es traurig ist. Nur der Hund darf nicht sterben.

Wie hat sich Ihre Arbeit mit fortschreitender Digitalisierung verändert?
Als ich richtig anfing zu schreiben, war die Digitalisierung schon da. Ich frage mich oft, wie sie es früher gemacht haben, ohne Google und Co? Selbst den ältesten Schinken aus der Bibliothek kriegt man ja heute mit 2 Klicks…

Welche sozialen Netzwerke nutzen Sie und warum?
Ich denke dauernd: Eigentlich müsste ich, aber ehrlich gesagt – ich nutze keine. Facebook in Spuren. Ich schaff das zeitlich einfach nicht und würde mich dann dabei auch zu sehr ablenken lassen.

Mit welchem Kinderbuchmenschen sollten wir dieses Interview unbedingt mal führen?
Mit einem Verlagsvertreter.


Katja Ludwig bei Random House
Titelbild: cbj Verlag

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