Unsere Eselsohren im Oktober

Die monatlich in der Eselsohr erscheinenden (Hör-)Buchtipps aus der Kinder- und Jugendredaktion gibt es hier zum Nachlesen.

Auf Seite 50 der Zeitschrift Eselsohr gibt es im Oktober folgende Buchtipps:
Ole (10): Vier Wünsche ans Universum
Clara (12): Wie der Wahnsinn mir die Welt erklärte
Veit (9): Rodrigo Raubein und Knirps, sein Knappe (Hörbuch)
Peter (15): City of Thieves
Fjon (11): SPY – Highspeed London

Und da unsere Zeichenanzahl natürlich begrenzt ist, gibt es unterhalb der Printansicht nochmal alle Buchtipps in ungekürzter Version nachzulesen.

Virgil ist ein sehr schüchternes Kind. Er ist verliebt in die schwerhörige Valencia, traut sich aber gar nicht, sie anzusprechen. Stattdessen trifft er sich lieber mit seiner Freundin Kaori, die sagt, dass sie in die Zukunft sehen kann. Und dann gibt es noch Chet, der gerne andere Kinder ärgert.
Eines Tages begegnen sich Virgil und Chet durch Zufall im Wald und Chet schmeißt Virgils Meerschweinchen Gulliver in einen alten Brunnen. Der Versuch, das Tier zu retten geht schief und Virgil steckt im Brunnen fest. Es beginnt eine spannende Geschichte um die Rettung von Virgil und Gulliver, bei der dann auch Valencia und Kaori eine wichtige Rolle spielen.
In dem Buch geht es um Mut und echte Freunde und um die Zufälle des Universums, die dafür sorgen, dass im Laufe der Geschichte alles wieder gut wird.
Die Geschichte an sich ist sehr gut geschrieben. Ich finde die Idee toll und hatte beim Lesen immer ganz viele Bilder im Kopf.
Nicht so gut gefallen hat mir an dem Buch, dass jedes Kapitel aus der Sicht eines der Kinder geschrieben wurde und ich immer erst überlegen musste, um wen es sich dabei handelt. Das hat mich verwirrt. Das Buch bekommt von mir 4 Sterne.
Erin Estrada Kelly: Vier Wünsche ans Universum
(Aus dem Englischen von Birgit Kollmann, dtv junior 2018, ab 11)

Das Buch „Wie der Wahnsinn mir die Welt erklärte“ wurde von Dita Zipfel geschrieben. In dem Buch geht es um die 13-jährige Lucie Schmurrer, die mit ihrem Bruder ihrer Mutter, und „dem Michi“ (dem Freund ihrer Mutter) in einer kleinen Wohnung lebt, in der es drunter und drüber geht. Deshalb, aber vor allem wegen „dem Michi“, will sie zu Bernie, der Ex-Freundin ihrer Mutter, nach Berlin ziehen, denn mit ihr war alles viel cooler. Doch sie braucht Geld für das Zugticket und deshalb nimmt sie einen überbezahlten Gassi-Geh-Job an. Aber bald stellt sich heraus, dass es gar keinen Hund gibt, sondern nur einen merkwürdigen alten Mann, der höchstwahrscheinlich verrückt ist und bei dem nichts ist, wie es scheint…
„Wie der Wahnsinn mir die Welt erklärte“ ist eigentlich kein Fantasy-Buch, aber mit einigen Anspielungen auf Fantasy, bei denen man sich fragt, ob es vielleicht doch eines ist. Auf jeden Fall ist es ein gelungenes Buch, mit viel Sinn für Humor und Witz. Das Buch ist abwegslungsreich und schonungslos ehrlich im Tagebuch-Style geschrieben und hat einige orange-schwarz-weiß Zeichnungen und viele Rezepte zum Nachkochen. Das Buch hat 192 Seiten und ist in 47 Kapitel unterteilt. „Wie der Wahnsinn mir die Welt erklärte“ ist ein Buch für Mädchen von 12-14 Jahren. Ich gebe dem Buch 4 Sterne.
Dita Zipfel/Ran Flygenring (Illu.): Wie der Wahnsinn mir die Welt erklärte
(Hanser 2019, ab 12)

Knirps will Raubritter werden und verlässt heimlich den elterlichen Schaustellerwagen, um sich auf die Suche nach dem gefährlichsten aller Raubritter zu machen – Rodrigo Raubein. Nur hat Rodrigo ein Geheimnis, und um das zu bewahren, schickt er Knirps erstmal weg, damit dieser
zeigen kann, was überhaupt in ihm steckt. Schließlich kann nicht jeder einfach Raubritter werden. Knirps muss erstmal ein höchstgefährliches und kriminelles Verbrechen begehen, um als Knappe anfangen zu können. Das lässt sich Knirps nicht zweimal sagen und sieht seine Chance, als eine prachtvolle Prinzessinnenkutsche an ihm vorbeifährt.
Der Sprecher Christoph Maria Herbst ist so unglaublich witzig! Es hat so Spaß gemacht, ihm zuzuhören! Sokrates, der Papagei, hat mir sehr gut gefallen, die Prinzessin und der schreiende Lieblingsdiener waren toll.
Knirps hat dann erkennen müssen, dass es noch viel schlimmere Gestalten auf der Welt gibt als die Raubritter – der Zauberer Rochus und sein Drache waren wirklich nicht ohne. Ich fand toll, dass Knirps doch gut war und eben kein Raubritter, und Rodrigos Geheimnis hat mich lachen lassen.
Kinder ab 6 Jahren können die 5 CDs hören und verstehen und ich vergebe auch aufgrund der grandiosen Leistung von Christoph Maria Herbst 5 Sterne.
Michael Ende/Wieland Freund: Rodrigo Raubein und Knirps, sein Knappe
(Gelesen von Christoph Maria Herbst, Silberfisch 2019, ab 6)

Es geht um die sechzehnjährige Tina, die noch als Kind mit ihrer Mutter aus dem Kongo flieht. Sie retten sich ins vermeintlich sichere Kenia. Doch plötzlich wird ihre Mutter im Haus ihres Arbeitgebers ermordet. Tina ist seither auf sich alleine gestellt und kämpft ums Überleben auf der Straße. Sie hat nur noch ein Ziel: RACHE!!!
Das Buch sieht von außen aufgrund der Farbe und der Gestaltung zunächst eher nach einem Mädchenbuch aus. Aber dies ist es keineswegs. Es ist sehr actionreich und dazu noch spannend geschrieben. Insbesondere schafft es die Autorin, die Szenen sehr genau und treffend zu beschreiben, sodass man sich gut in das Buch hineinversetzen kann. Auch die Spannung wird gut aufgebaut und hochgehalten. Der Klappentext steht, wie ich meine, an einer relativ ungünstigen Stelle, nämlich vorne innen im Buchdeckel. Man würde in einem Buchladen vermutlich das Buch beiseitelegen, da man ihn nicht auf Anhieb auf der Rückseite finden kann. Abgesehen davon ist der Klappentext aber gut geschrieben und macht Lust aufs Lesen. Die Schriftgröße ist nicht zu klein oder zu groß und das Buch liegt gut in der Hand. Es eignet sich super als Bettlektüre und als Buch für Zwischendurch zum Entspannen von der Schule.
Ich kann dieses Buch an 13- 15 jährige Jungs und Mädchen ohne Bedenken weiterempfehlen.
Natalie C. Anderson: City of Thieves
(Aus dem Englischen von Beate Schäfer, dtv junior 2018, ab 14)

Dominik „Nick“ Nader wächst bei Pflegeeltern auf, weil seine Mutter bei seiner Geburt gestorben ist und sein Vater als Diplomat viel zuviel unterwegs ist. Das dachte Nick jedenfalls. Kurz vor seinem 13. Geburtstag passiert etwas merkwürdiges und Nick landet in einer geheimen
Welt – voller Geheimagenten. Er erfährt, dass sein Vater auch ein Agent ist und Nick nun, in einer besonderen Schule, ebenfalls zu einem ausgebildet werden soll. Nick hält das ganze erst für ein Spiel, sein Vater macht immer etwas ganz besonderes zu seinen Geburtstagen, doch dann ist er in Gefahr! Sein Vater ist spurlos verschwunden und Nick und einige Schulkameraden sind jetzt unfreiwillig auf ihrem ersten Außeneinsatz, um Dragos Männer aufzuspüren .
Das Cover ist cool, so sieht Nick bestimmt aus, wenn seine Begabung von ihm Besitz ergreift! Es geht sofort spannend los und hört eigentlich nicht mehr auf. Immer wieder passiert ganz schnell, ganz viel.
Ich fand Bruno großartig und den Zusammenhalt von Nick, Carol, Jan, Petra uns Paula – und das, obwohl Jan am Anfang ein „Stinkstiefel“ war, aber das hatte ja auch einen guten Grund. Ich hätte zu gerne mehr über die drei Jahre Schule erfahren! Was die Schüler da so alles gelernt hattten, konnte man zwar bei dem Einsatz erahnen, aber der 3-Jahres-Sprung war mir etwas zuviel. Ich bin auf Band 2 gespannt, der soll im Herbst dieses Jahres erscheinen, denn einige Fragen müssen noch beantwortet werden. Von der ersten bis zur letzten Seite spannend, mit sehr vielen
unerwarteten Wendungen – ein Buch, das man nicht aus der Hand legen mag.
5 von 5 Sternen
Arno Strobel: SPY – Highspeed London
(Loewe 2019, ab 12)

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