Monate: Dezember 2014

Frohes Fest!

Liebe Freunde der Bücherkinder, ich wünsche Ihnen und Ihren Lieben ein gesegnetes, ruhiges und erholsames Weihnachtsfest. Vielen Dank für Ihre Treue, alles Liebe für 2015 und natürlich immer das richtige Buch in der Hand. Herzlichst Stefanie Leo und die Bücherkinder

Wie sehr schmerzt der Tod? Bilderbücher über Tod, Verlust und Trauer

„Manchmal bekomme ich eine richtige Wut deswegen. Dann sage ich mir: ‚Was fällt ihm ein, einfach so zu sterben? Was fällt ihm ein, mich so traurig zu machen?‘“ So erzählt Michael Rosen in seinem Bilderbuch „Mein trauriges Buch“. Starke Worte mit ebenso eindrucksvollen Illustrationen von Quentin Blake liest man in diesem Kinderbuch für ab 5-Jährige. Mein erstes Kinderbuch zum Thema Tod, Trauer und Verlust hielt ich im Frühjahr in den Händen. Ich kann mich noch recht genau erinnern, wie ich beim Lesen von Kai Lüftners „Für immer“ schlucken musste. Sein Bilderbuch erfuhr letztes Jahr viel Beachtung. Ich nahm es zwar am Rande wahr, denn schließlich tauchte es in meiner Internetblase immer wieder an verschiedenen Stellen auf, aber in den Händen hielt ich es erst viel später. Ich war mit der Zeit immer neugieriger auf das Kinderbuch geworden, dass bei diesem hochemotionalen Thema so viel gelobt wurde und schließlich als eines der ganz wenigen Kinderbücher sogar im Fernsehen zur besten Abendzeit vorgestellt wurde. Was braucht ein gutes Kinderbuch über Tod, Trauer und Verlust? Soll es pädagogisch …

Spaß am Lesen: Der Leipziger Lesekompass

Den Startschuss für den Leipziger Lesekompass bildete die Leipziger Buchmesse 2012. Seitdem wird diese Auszeichnung jährlich an 30 Titel in drei Kategorien verliehen. Seit der „Geburtsstunde“ sitze ich in der 17-köpfigen Jury, die auch dieses Jahr wieder von jugendlichen Lesescouts unterstützt wird. Sechs Jurymitglieder pro Kategorie haben ab Dezember die Qual der Wahl, aus 20 Büchern, Hörbüchern und Medien ihre 10 Favoriten auszuwählen. Da alle Titel, die zwischen zwei Buchmessen (März bis März) erscheinen, berücksichtigt werden, gibt es natürlich immer wieder einige Nachrücker, die uns etwas später erreichen. Die Idee hinter dem Leipziger Lesekompass Unglaubliche 8.000 Neuerscheinungen gibt es Jahr für Jahr für junge Leser. Kein Wunder also, dass die Orientierung da bisweilen schwer fällt, denn so unterschiedlich wie die Bücher selbst sind auch ihre Leser: Lesemuffel und Bücherfresser, Bilderbuchgucker und Erstleser, Jungen wie Mädchen, allen soll der Zugang zum Buch ermöglicht und schmackhaft gemacht werden. Der Spaß am Lesen steht beim Leipziger Lesekompass im Vordergrund, die prämierten Titel sollen Freude und Begeisterung für das Lesen wecken und bewahren. Dass die so erworbene Lesefertigkeit zugleich …

Lesen im Akkord? – Ein Plädoyer für mehr Gelassenheit

Jeden Montag stolpere ich über die interessanten Fragen von Libromanie und die ebenso aufschlussreichen Antworten aus der Blogosphäre. Auf die heutige Frage: „Habt ihr eure Leseziele für 2014 erreicht?“ möchte ich gerne antworten.   Es gab Zeiten, da hatte ich eine App auf meinem Smartphone, die mir genau sagen konnte, wann ich ein Buch bei gleichbleibender Lesegeschwindigkeit beenden würde. Ich stapelte meine ungelesenen Bücher aufeinander und fühlte mich beim Blick auf den Stapel sofort ermahnt, doch ein wenig schneller zu lesen, schließlich gab es noch so viele tolle neue Bücher zu entdecken. In Wirklichkeit setzte ich mich aber auf diese Art und Weise nur unter permanenten Druck und das bei einer der schönsten und entspannendsten Tätigkeiten überhaupt: Dem Lesen! – Und Druck hat mich schon immer gelähmt, so war es auch nicht verwunderlich, dass ich anstatt genussvoll im Akkord zu lesen in die nächste Leseflaute stolperte. Kein Buch gefiel mir, ich schaute lieber fern und bügelte anstatt zu lesen. Mittlerweile habe ich die App gelöscht und auch weitere Plattformen wie beispielsweise Goodreads interessieren mich nicht. …

Jahresendzeitpraktikantin
oder Frau Leo im Kinderbuchhimmel

Es gibt Orte, da sollte jeder Kinderbuchliebhaber mindestens einmal in seinem Leben (besser ist allerdings mehrfach, noch besser regelmäßig) gewesen sein. Einer dieser Orte liegt im Herzen von Essen-Werden: Die Kinderbuchhandlung Schmitz Junior. Noch bevor man die Buchhandlung betritt kann man sich an der originellen, stets wechselnden und immer mit Liebe gestalteten Schaufensterdekoration erfreuen. Meist hat man bereits jetzt gedanklich ein bis zwei Bücher in den noch gar nicht vorhandenen Einkaufskorb gelegt. Mit einem leichten Surren öffnet sich die Schiebetür und nun gibt es kein Zurück mehr. Bilderbücher, Vorlesebücher, Kinderbücher, Jugendbücher, Sachbücher, Hörbücher und modernes Antiquariat, wer hier nichts findet, ist selber schuld! In dieser nach „frischen“ Büchern duftenden Umgebung trete ich morgen meinen Dienst als Jahresendzeitpraktikantin an. Für mich, die die Kinderbuchwelt sonst nur vom heimischen Büro aus betrachtet, eine wunderbare Gelegenheit, echte Buchhandlungsluft zu schnuppern. Und wann könnte diese Luft betriebsamer sein als in der Adventszeit. Bereits letztes Jahr dürfte ich dem Schmitz-Junior-Team unter die Arme greifen, Bücher auszeichnen, Geschenke einpacken (ob ich das Abreißen von der Rolle dieses Jahr besser beherrsche?), das …