Jahr: 2015

BEO – Bücher entern Ohren

„Der Beo besitzt ein munteres Wesen. Wegen seiner ausgesprochenen Sprachbegabung ist er nicht nur in seiner Heimat ein beliebtes Heimtier. Allerdings sind die vom Beo erzeugten Töne laut.“[1] Am vergangenen Mittwochabend (25. November) war es soweit:  Der Deutsche Kinder- und Jugendhörbuchpreis wurde zum dritten Mal  in Hamburg verliehen und ich durfte dabei sein …   Um 20 Uhr begann die Preisverleihung im Thalia Theater in Hamburg-Altona. Alles, was Rang und Namen in der Kinderhörbuchwelt hat, fand sich in der Gaußstraße ein. Begrüßt wurden wir Gäste durch das famose Trio Manugadjo Royal, das musikalisch durch den Abend führte. Doch pünktlich ging es trotzdem nicht los – Moderatorenpaar Alicia Aumüller und Hans Löw schlummerten noch selig hinter der Bühne: „Warum schlafe ich eigentlich immer ein, wenn ich ein Hörbuch höre?“ Eine Anspielung auf das Vorurteil mit dem Hörbücher immer noch zu kämpfen haben: Die taugen doch nur zum Einschlafen! Damit war gleich zu Beginn klar: Dies würde keine „normale“ Preisverleihung werden. Keine staubige, langweilige Aneinanderreihung von zu langen drögen Reden. Ich sollte Recht behalten. Selten war ich …

Deutsch-englische Lesung mit Julie Kagawa

Am 28. Oktober fand in Berlin die Buchpräsentation zu „Talon“ von Julie Kagawa statt. Redaktionsmitglied Lena Hansen war vor Ort und lauschte der deutsch-englischen Lesung. Am Rosenthaler Platz purzelte ich aus der U-Bahn und machte mich auf die Suche nach „Mein Haus am See“, dem Veranstaltungsort der deutsch-englischen Lesung der amerikanischen Bestsellerautorin Julie Kagawa, die die „Plötzlich Fee“-, „Plötzlich Prinz“- und „Unsterblich“-Reihe geschrieben hat. Nach dem ich den Eingang endlich gefunden hatte, wurde ich durch eine mysteriöse Tür ins Untergeschoss geschickt. Unten angekommen suchte ich mir noch schnell ein Plätzchen zwischen den anderen Zuschauern bzw. Zuhörern und der Abend konnte beginnen. Durch den Abend geführt wurden wir von Theresa Feldhaus, die Julie Kagawa interessante Fragen stellte und ihre Antworten für das Publikum auch noch übersetzte. Wir erfuhren, dass Julie Kagawa gerne Computerspiele spielt und sich beispielsweise von den Settings in den Spielen für ihre Bücher inspirieren lässt. Auf die Frage, ob sie auch mal etwas weniger phantastisches geschrieben habe oder schreiben möge, meinte sie, dass sie es durchaus schon versucht hätte, aber letztendlich seien doch …

Ruben auf der Frankfurter Buchmesse 2015

Ich war am Freitag mit meiner Mama auf der Buchmesse in Frankfurt. Es war sehr toll. Ich habe für den Tag extra von der Schule frei bekommen. Natürlich musste ich auch der Klasse hinterher berichten. Außerdem habe ich für jeden meiner Mitschüler ein Lesezeichen mitgebracht. Wir haben uns von vorneherein nur eine Messehalle vorgenommen. Die Halle 3, denn da waren die Verlage mit den Kinder-und Jugendbüchern. Und die interessieren mich ja am meisten. Das gesamte Messegelände ist riesig. Wir haben am Ende nicht mal die ganze Halle 3 gesehen! Und es waren sehr viele Messebesucher da. Aber wir haben uns auch vorgenommen einige Autoren zu sehen. Zuerst waren wir beim Interview von Herrn Paul Maar. Er ist der Autor der „Sams“- Bücher. Das war wirklich sehr interessant. Er sagte, er wollte zuerst nur ein Sams-Buch schreiben. Aber nun sind es doch mehr geworden. Außerdem hat er auch andere Bücher geschrieben. Er hat natürlich auch von seinem neuesten Sams-Buch erzählt. Hinterher habe ich ein Autogramm von ihm bekommen. Er hat sogar das Sams für mich gemalt. …

Interview mit der Autorin Irmgard Kramer

Mit „Am Ende der Welt traf ich Noah“ hat Irmgard Kramer ein packendes Jugendbuch voller überraschender Wendungen und einer großen ersten Liebe geschrieben. Ich hatte die Möglichkeit, die Autorin zu interviewen und sie über das Schreiben, ihre Einstellung zu Buchverfilmungen und Schullektüren und vielem mehr auszufragen. „Am Ende der Welt traf ich Noah“ ist Ihr zweites Jugendbuch. Was ist für Sie das Besondere daran, Bücher für Kinder und Jugendliche zu schreiben? Meine Kinderzeit erschien mir endlos. Ich durfte mich sorglos durch Tag und Nacht träumen, während meine Mutter wie ein Schneepflug alle unschönen Seiten des Lebens beiseite räumte, ohne dass ich es merkte. Sie ließ mich verweilen auf Honigmonden und Himbeerwolken. In meiner Jugend brach dann die Realität über mir herein wie die Flut eines geborstenen Staudamms. Ich sah, wie es in der Welt rund um mich herum bestellt war und wehrte mich gegen alles. Meine Eltern verstanden nicht, wie aus einem verträumten braven Kind ein aufsässiger, schwieriger Teenager wurde. Sowohl meine Kindheit als auch meine Jugend haben sich tief in meine Erinnerung eingeprägt – …

Ein Bücherkind auf der Frankfurter Buchmesse

Am 15.10.2015 um 21 Uhr: Morgen gehe ich endlich zur Buchmesse, denn schon im Juli haben wir es geplant. Bestimmt gibt es Hunderte von Ständen mit ganz vielen spannenden Büchern, die ich noch nicht kenne und mir gefallen werden. Ich glaube, dass auch noch ganz viele andere Kinder in meinem Alter da sind, doch meine Mutter ist da anderer Meinung. Ich habe auf jeden Fall eine Schulbefreiung, obwohl es gar nicht so einfach war, diese zu bekommen, denn zum Schluss wollten zwei Lehrer ausgerechnet am 16.10. (also morgen) die erste Klassenarbeit schreiben lassen. Schließlich haben wir es jedoch geschafft, die Arbeiten zu verlegen. So fahre ich morgen um 8 Uhr nicht zur Schule, sondern mit dem Zug nach Frankfurt: wie toll! Auf zwei Sachen freue ich mich besonders: Ich lerne einen Autor und einen Illustrator kennen (Bertram und Schulmeyer) und kann ihnen wahrscheinlich einige Fragen stellen. Ich gehe zur Verleihung des Jugendliteraturpreises (vielleicht wird es langweilig sein, wenn alle sehr viel reden, aber ich möchte unbedingt einmal dabei sein und sehen, wie es abläuft). Morgen …