Monate: Juni 2015

Herzlichen Glückwunsch, Mirjam Pressler!

Eine ganz Große der Kinder- und Jugenbuchszene wird heute 75 Jahre alt: „Herzlichen Glückwunsch und masel tov, liebe Mirjam Pressler!“ Mirjam Pressler wurde 1940 in Darmstadt geboren, sie studierte an der Akademie für Bildende Künste in Frankfurt sowie Sprachen in München und lebte für ein Jahr in einem Kibbuz in Israel. Heute lebt und arbeitet sie als freie Autorin und Übersetzerin bei München. In der Pressemitteilung des Beltz & Gelberg Verlags heißt es u.a.: Mirjam Pressler zählt zu den bekanntesten und beliebtesten Autorinnen der Kinder- und Jugend­literatur, vielfach besprochen und prämiert. Über 30 Kinder- und Jugend­bücher und eine Vielzahl an Übersetzungen zeugen sowohl von einem scharfen Blick für die kleinen wie großen Themen als auch von hoher literarästhetischer Qualität. Zentral in Presslers Werk ist die Auseinandersetzung mit Geschichte, Kultur und Weltliteratur. Nicht nur durch ihre Übersetzungen aus dem Hebräischen, Niederländischen und Englischen tritt sie als »Botschafterin« einer internationalen Jugendliteratur auf den Plan. Ihr Engagement zur Völkerverständigung zeigt sich auch in ihren Romanen, wie etwa im 2009 erschienen »Nathan und seine Kinder«. Mirjam Presslers Neuerzählung von …

Wir im Fernsehen oder
Was macht eigentlich ein Bücherkind?

Vor über zehn Jahren ging die erste Version der Buecherkinder-Webseite online – damals noch in Eigenregie laienhaft html-handgeklöppelt. Zwei Relaunches und über 6.000 Titel später und mittlerweile mit einer stattlichen Kinder- und Jugendredaktion versehen, schafften wir es vergangene Woche sogar ins Fernsehen. Viele positive Rückmeldungen haben mich über die verschiedensten Kanäle erreicht, besonders überrascht war ich über die eine oder andere Stimme, die mir rückmeldete, doch jetzt erst so ganz zu verstehen, was ich denn da eigentlich mit Buecherkinder.de machen würde. Grund genug also, euch neben dem schönen Beitrag der WDR-Redakteurin Nadine Schaub, der am 10. Juni in der Lokalzeit aus Düsseldorf zu sehen war,  einen kleinen Einblick in meine und die „Arbeit“ der Bücherkinder zu geben. http://ondemand-ww.wdr.de/medstdp/fsk0/72/724880/724880_7785559.mp4 Was macht denn eigentlich ein Bücherkind? Als Bücherkinder werden die Nachwuchsredakteure der Webseite bezeichnet. Im Augenblick  sind das  knapp sechzig Mädchen und Jungen (zur Zeit ist die Geschlechterverteilung sogar sehr ausgewogen) im Alter zwischen 7 und 18 Jahren, die regelmäßig aktuelle Kinder- und Jugendbücher lesen und bewerten. Einige von ihnen sind schon viele Jahre dabei und haben schon …

Ein Buch, viele Genres:
Die Quersumme von Liebe

Mit ihrem ersten Jugendbuch „Glücksdrachenzeit“ gelingt Katrin Zipse 2014 der große Wurf. Sie erhält den mit 10.000 Euro dotierten Thaddäus-Troll-Preis des Förderkreises deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg. Ihr zweites Werk wird Mitte Juli bei Magellan erscheinen. Die geordnete Welt der 15-jährigen Luzie gerät ins Wanken, als sie einen Brief ihrer verstorbenen Großmutter erhält. Das Geheimnis, mit dem er sie konfrontiert, nimmt ihr Leben Stück für Stück auseinander. Luzie erfährt nicht nur, dass ihre Mutter sie jahrelang von ihrer Oma ferngehalten hat, sondern auch, dass ihr Vater unter völlig anderen Umständen ums Leben kam, als sie bisher dachte. Wie vor den Kopf gestoßen, beginnt Luzie, die Hintergründe des Kletterunfalls zu recherchieren, und trifft dabei Puma, in den sie sich verliebt. Ich war sehr gespannt auf Zipses neuen Roman, denn bereits ihr Debüt im letzten Jahr hatte mir gut gefallen. „Die Quersumme von Liebe“ jedoch überzeugte mich ohne Einschränkung von der ersten bis zur letzten Seite. Dieses Buch habe ich nicht gelesen, ich habe es verschlungen. Ich bin atemlos und ohne Pause von Seite zu Seite geflogen, habe …

Willkommen im Peter Hammer Verlag

Im Zuge des Veranstaltungsformats #bookupDE* besuchten acht buchbegeisterte Menschen gestern den Peter Hammer Verlag in Wuppertal und erhielten äußerst interessante und mit Anekdoten gespickte Einblicke ins Verlagsleben. Kurz vor 17 Uhr biege ich – nachdem mich mein Navigationsgerät sicher durch die mit Einbahnstraßen durchzogene Stadt Wuppertal geleitet hat – in eine Sackgasse ein, an dessen Ende sich im Souterrain eines Mehrfamilienhauses das Domizil des Peter Hammer Verlags versteckt. Augenzwinkernd verrät uns Monika Bilstein, ihres Zeichens Verlegerin des kleinen aber sehr feinen Indieverlags, später, dass dieser Umstand regelmäßig für Belustigung sorgt, jedoch lediglich die Heimat des Verlags und keinesfalls seine Lage widerspiegelt. An der Tür werden wir nicht nur von einem riesigen Pappmaché-Vogel sondern auch von der Verlagscrew (bestehend aus vier Powerfrauen) begrüßt, die uns umgehend mit einem prickelnden Getränk versorgen. Einige Teilnehmer sind zum ersten mal bei einem #bookupDE, andere sind Wiederholungstäter, man kennt sich, zumindest online. Das Konferenzzimmer, in dem wir anschließend Platz nehmen, hält neben einem riesigen Plüsch-Maulwurf mit Kackwurst auf dem Kopf noch eine weitere Überraschung für uns bereit, denn man hat …