Monate: Oktober 2015

Interview mit der Autorin Irmgard Kramer

Mit „Am Ende der Welt traf ich Noah“ hat Irmgard Kramer ein packendes Jugendbuch voller überraschender Wendungen und einer großen ersten Liebe geschrieben. Ich hatte die Möglichkeit, die Autorin zu interviewen und sie über das Schreiben, ihre Einstellung zu Buchverfilmungen und Schullektüren und vielem mehr auszufragen. „Am Ende der Welt traf ich Noah“ ist Ihr zweites Jugendbuch. Was ist für Sie das Besondere daran, Bücher für Kinder und Jugendliche zu schreiben? Meine Kinderzeit erschien mir endlos. Ich durfte mich sorglos durch Tag und Nacht träumen, während meine Mutter wie ein Schneepflug alle unschönen Seiten des Lebens beiseite räumte, ohne dass ich es merkte. Sie ließ mich verweilen auf Honigmonden und Himbeerwolken. In meiner Jugend brach dann die Realität über mir herein wie die Flut eines geborstenen Staudamms. Ich sah, wie es in der Welt rund um mich herum bestellt war und wehrte mich gegen alles. Meine Eltern verstanden nicht, wie aus einem verträumten braven Kind ein aufsässiger, schwieriger Teenager wurde. Sowohl meine Kindheit als auch meine Jugend haben sich tief in meine Erinnerung eingeprägt – …

Ein Bücherkind auf der Frankfurter Buchmesse

Am 15.10.2015 um 21 Uhr: Morgen gehe ich endlich zur Buchmesse, denn schon im Juli haben wir es geplant. Bestimmt gibt es Hunderte von Ständen mit ganz vielen spannenden Büchern, die ich noch nicht kenne und mir gefallen werden. Ich glaube, dass auch noch ganz viele andere Kinder in meinem Alter da sind, doch meine Mutter ist da anderer Meinung. Ich habe auf jeden Fall eine Schulbefreiung, obwohl es gar nicht so einfach war, diese zu bekommen, denn zum Schluss wollten zwei Lehrer ausgerechnet am 16.10. (also morgen) die erste Klassenarbeit schreiben lassen. Schließlich haben wir es jedoch geschafft, die Arbeiten zu verlegen. So fahre ich morgen um 8 Uhr nicht zur Schule, sondern mit dem Zug nach Frankfurt: wie toll! Auf zwei Sachen freue ich mich besonders: Ich lerne einen Autor und einen Illustrator kennen (Bertram und Schulmeyer) und kann ihnen wahrscheinlich einige Fragen stellen. Ich gehe zur Verleihung des Jugendliteraturpreises (vielleicht wird es langweilig sein, wenn alle sehr viel reden, aber ich möchte unbedingt einmal dabei sein und sehen, wie es abläuft). Morgen …

Bye, bye Amazon, hello Schmitz Junior!

Vor über dreizehn Jahren ging ich mit meiner Webseite und den ersten Bilderbuchtipps – damals noch an den eigenen Kindern erprobt – an den Start. Es erschien nur logisch neben Online-Buchbesprechungen auch eine Kaufmöglichkeit im Netz anzubieten. Viele Buchhandlungen hatten jedoch zum damaligen Zeitpunkt noch gar keine Internetpräsenz geschweige denn einen eigenen Online-Shop, weshalb es nahe lag, sich bei den damals bereits etablierten Online-Plattformen wie Bol.de, Buch.de oder eben Amazon.de umzuschauen. Letztere machte auf mich den professionellsten Eindruck und bot neben einer großen Buchauswahl – tatsächlich konnte man damals dort noch keine Waschmaschinen kaufen – auch ein leicht einzubindendes Partnerprogramm an. Über die Jahre wuchs meine Webseite heran, bekam zweimal eine radikale Verjüngungs- und Optimierungskur verpasst. Amazon war mittlerweile zu einem gigantischen Unternehmen herangewachsen, zu einem Unternehmen mit mehr als zweifelhafter Standort- und Mitarbeiterphilosophie und noch fragwürdigerem Verhalten in Sachen Steuerzahlung. Ein „bye, bye Amazon“ war zu diesem Zeitpunkt zwar technisch umsetzbar, doch noch fand sich kein geeigneter Partner bzw. eine mögliche Affiliate-Lösung. Glücklicherweise lernte ich etwa zeitgleich mit dem stetig wachsenden Fehlverhalten des Marktführers …