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Gespensterjäger-Gewinnspiel zum Kinostart

Erst das Buch lesen, dann den Film gucken? Oder doch lieber anders herum? Für die Leser, die 2009 mit der „Gespensterjäger“-Reihe von Cornelia Funke starteten, stellte sich diese Frage nicht. Sechs Jahre später sieht das ganz anders aus, denn am 2. April kommt der Film, der auf dem ersten Band der Reihe beruht, in die Kinos.

Ganz viel Hintergrundwissen gibt es auf der Gespensterjäger-Webseite, damit lässt sich die Wartezeit auf den Film sicherlich gut verkürzen!

Eine andere, ebenfalls sehr beliebte Möglichkeit ist das Vorablesen des Buches!
Wie gut, dass ich zufällig drei Bücher verlose! 😉

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Du möchtest vor dem Film lieber erst einmal das Buch lesen? Dann bewirb dich bis 29. März 18:00 Uhr für eines von drei Exemplaren, indem du mir in einem Kommentar von deinem gruseligsten Erlebnis erzählst.

Bei mir war das als Kind übrigens der nächtliche Gang zur Toilette, da neben der Klöschüssel noch eine Tür abging und ich immer dachte, irgendwann käme dort einmal ein Gespenst heraus.

Bei mehr als drei Teilnehmern entscheidet das Los per random.org. Bücher verschicke ich augrund der Portokosten nur an Postadressen in Deutschland.

Buecherkinder & Eselsohr im März

Auch im Märzheft sind die Buecherkinder wieder mit von der Partie, auch wenn sich in diesem Monat der Foto-Fehlerteufel eingeschlichen hat.

Die Buecherkinder lesen!
Buchtipps aus der Kinder- & Jugendredaktion, März 2015

Flavia (7): Frerk, du Zwerg! (Hörbuch) von Finn-Ole Heinrich, Hörcompany
Ina (8): Koch mal!, Dorling Kindersley
Yannic (9): Die Muskeltiere von Ute Krause, cbj
Matteo (10): Das Kaninchenrennen von Boris Koch, Heyne
Alina (13): Kiss me, Cookie! von Usch Luhn, Pink bei Oetinger

eselsohr1503Zum Herunterladen (PDF) hier klicken.

Theresia Singer und der headroom Verlag

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Theresia Singer: Produzentin, Regisseurin, Autorin und Gründerin des headroom Verlags

Wenn man Theresia Singer begegnet, ist einem sofort klar, dass hier jemand Beruf und Berufung bestens unter einen Hut bekommen hat. Die Gründerin des headroom Verlags wusste schon früh, wohin ihr beruflicher Weg sie einmal führen sollte. Zu ihrem 12. Geburtstag bekam sie einen Radiorekorder mit eingebautem Mikrofon geschenkt, mit dem man vorzüglich Musik aus dem Radio mit Sprache kombinieren konnte. Erste Miniclips entstanden und spätestens mit 14 war der gebürtigen Niedersächsin klar, dass sie unbedingt zum Rundfunk wollte.

Nach dem Abitur bewarb sie sich als eine von tausend für einen Platz an der einzigen Schule, die damals Tontechniker und hauptsächlich Tontechnikerinnen (auf 10 Frauen kam etwa ein Mann) ausbildete, und wurde genommen. Singer absolvierte ein Praktikum beim NDR und startete dann die theoretische und praktische Ausbildung an der Schule für Rundfunktechnik in Nürnberg.

Als gelernte Tontechnikerin heuerte sie schließlich beim Westdeutschen Rundfunk an, dem sie 19 Jahre lang treu bleiben sollte. In diesen Jahren bekam die Wahlkölnerin nicht nur faszinierende Einblicke in die Regiearbeit sondern wurde auf internen Fortbildungswegen schließlich Toningenieurin, die erste Frau überhaupt am Mischpult des WDR.

Als sie bei einer Zusammenarbeit den preisgekrönten Sound-Designer Randy Thom kennenlernt und er sie bei einem vierwöchigen beruflichen Ausflug zur Skywalker-Ranch nicht nur in seine Tricks einweiht sondern ihr auch zeigt, dass das Equipment des großen Soundmasters sich kaum von dem ihrigen unterscheidet, steht der Entschluss fest. Theresia Singer möchte selbst produzieren und Regie führen. 1997 macht sie sich mit ihrer eigenen Produktionsfirma selbstständig.

DSC00123Von Anfang an liegt der Schwerpunkt auf Kinderproduktionen u.a. auch für den alten Arbeitgeber WDR, für den Singer heute noch arbeitet. Und letztlich ist auch ein Hörspiel für Kinder der Auslöser im Jahr 2000 neben der Produktionsfirma zusätzlich einen Verlag zu gründen. Zuvor hatte Singer das Radiohörspiel „Teddy Langohr“ produziert, das zwar beim WDR gesendet aber auf Nimmerwiedersehen in den Archiven verschwand. Diese Ostergeschichte ist schließlich das erste Hörspiel unter dem Label „Headroom“, rund 80 Titel werden es in den folgenden 15 Jahren werden.

Die erfolgreichste und umfangreichste Reihe „Abenteuer Wissen“, die 2004 startete, ist sogar ein komplettes Eigengewächs, dem keine Buchvorlage zugrunde liegt. Dort verhielt es sich sogar umgekehrt, denn Gerstenberg brachte erst später die Buchserie auf Grundlage der Hörspiele heraus. „Wir sind also sogar ein richtig echter Verlag mit Autoren und Lektorat!“, erklärt Singer augenzwinkernd, die für die Titel „Der Regenwald. Erforschung eines Paradieses“ und „Professor Grzimek. Ein Leben für die Serengeti“ selbst zur Autorin wurde und für letzteres Feature 2011 sogar den HÖRkulino erhielt. Übrigens eine von vielen Auszeichnungen, mit denen sich der kleine aber feine Verlag mittlerweile „schmücken“ darf.

DSC00118Die Neuerscheinungen des Frühjahrs sind gerade ausgeliefert da ist die Produzentin Singer schon gedanklich im nächsten Programm angekommen. Erste Entwürfe für die Herbstproduktion, die im September herauskommen soll, sind bereits in Arbeit. Dabei laufen die Arbeiten für Booklet und Gestaltung der Hülle meist parallel zu den eigentlichen Aufnahmen. Wenn die Textvorlage steht, benötigt Singer etwa zwei Wochen für die Findung der geeigneten Sprecher. Für die Aufnahmen selbst, beispielsweise der „Abenteuer Wissen“-Titel, werden rund 2 Tage veranschlagt, nach etwa 10 Tagen ist das Feature dann fertig gemischt und geht ins Presswerk.

„Manchmal dauert es natürlich auch länger.“, erklärt Singer. Möglicherweise gibt die Production Music Library nicht die geeignet Musik her oder die zwei Terabyte mit Geräuschdateien sind immer noch nicht ausreichend. Spätestens dann macht sich die Chefin des headroom Verlags auf den Weg, Geräusche mit ihrem stets griffbereiten Aufnahmegerät einzufangen.

Ob jemand wie sie überhaupt einmal zur Ruhe kommt, möchte ich abschließend natürlich doch noch wissen. „Nein!“, lacht Singer. „Meine 30 Jahre geschulten Ohren achten auf alles und hören alles!“ Das selektive Hören, beispielsweise in großen Gruppen, fällt ihr besonders schwer. Deshalb gönnt sie sich auch gerne Auszeiten in der Natur fernab der Zivilisation.

Umso mehr möchte ich mich bedanken, liebe Theresia, dass du mir, obwohl du viel um die Ohren hattest, dein Ohr geliehen hast.


Der headroom Verlag ist übrigens ein Indieverlag!

headroom
Rupprechtstr. 5
50937 Köln

www.headroom.info
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Buch- und Verlagtipps für den Indiebookday

indiebookdayMorgen ist es wieder soweit! Bereits zum dritten Mal findet der 2013 vom mairisch Verlag ins Leben gerufene Indiebookday statt. Die Idee entstand im Januar 2012 in Anlehnung an den Record Store Day, der seit Jahren weltweit dazu aufruft, Platten von Indie-Labels in kleinen Plattenläden zu kaufen. Auch die Buchbranche hat viele kleine, unabhängige Verlage zu bieten, die mit großem Engagement und Leidenschaft schöne Bücher machen. Der Indiebookday verhilft seit 2013 diesen Titeln und Verlagen zu gesteigerter Aufmerksamkeit.

Welche Verlage sind denn überhaupt „indie“?

Die Kurt Wolff Stiftung versteht sich als Interessenvertretung unabhängiger deutscher Verlage. Die von der Stiftung aufgestellten Aufnahme-Kriterien sind daher ein guter Anhaltspunkt, um zu entscheiden, ob ein Verlag unabhängig ist oder nicht:

  • Er muss konzernunabhängig sein
  • Er muss ein allgemeines Programm aus den Bereichen Literatur und Sachbuch haben und darf kein Druckkostenzuschussverlag sein
  • Er muss ein regelmäßig erscheinendes Programm haben
  • Er muss eine nennenswerte Produktion haben (mindestens 4 Titel pro Jahr)
  • Er muss mindestens zwei Jahre am Markt sein
  • Er muss seine Bücher mit einer ISBN versehen
  • Er muss eine professionelle Auslieferung haben
  • Er muss Mitglied im Börsenverein des deutschen Buchhandels sein
  • Er muss über eine Verkehrsnummer verfügen
  • Er muss bei den Barsortimenten vertreten sein
  • Er muss über eine Website verfügen
  • Er muss einen Jahresumsatz haben, der unter 5 Mio. Euro liegt

Auf der Webseite des Fachmagazins Buchmarkt gibt es zusätzlich die Möglichkeit, eine Abfrage zu starten um Konzernzugehörigkeiten herauszufinden: Wer gehört zu wem?

Folgende Kinder-, Jugend- und Hörbuchverlage sind demnach Indieverlage:

aracari Audiolino Freies Geistesleben/Verlag Urachhaus
Headroom Hörcompany Jacoby & Stuart
Jaja Verlag Jumbo Jungbrunnen
Kindermann Knesebeck Kunstanstifter
Kunstmann Libronauti Luftschacht
mixtvision Monterosa Moritz
Onkel & Onkel Papierverzierer Verlag Peter Hammer Verlag
Reprodukt Südpol Tulipan

Mein Indiebook 2014 war im vergangenen Jahr Crazy Dogs von Brigitte Werner erschienen im Verlag Urachhaus. Ich war derart begeistert von dem Titel, dass ich ihn sogar im Nippeser Kanon der Literatur empfahl.

crazydogsMal sehen, welches Buch mir das Team des Buchladen Neusser Straße anlässlich des morgigen Indiebookday empfehlen wird. Denn dort werde ich morgen ab 16 Uhr mit rund 15 anderen Buchbegeisterten mit einem #bookupDE den Indiebookday zelebrieren.

Mit Felix geht die Post ab!

DSC00091Als vor geraumer Zeit diese Einladung „zur Vorstellung und Übergabe der zwei neuen Sonderpostwertzeichen“ ins Haus flatterte, war mein erster Gedanke, dass es ja wohl kaum einen passenderen Bilderbuchhelden für eine Briefmarke gibt als Felix den Reisehasen.

Als sie 1993 dem Coppenrath ihr Konzept präsentierten ahnten die Autorin Annette Langen und die Illustratorin Constanza Droop sicherlich nicht im Geringsten, welchen großen Erfolg ihnen die Geschichte des kleinen Stoffhasens im Laufe der kommenden Jahre bescheren würde.

Seit mehr als 20 Jahren reist Felix, der im ersten Band seiner besten Freundin Sophie auf einem Flughafen abhanden kam, durch die Welt und berichtet ihr und den unzähligen Lesern in kleinen Briefen von seinen Abenteuern.

Seit Anfang März sind die Postwertzeichen für Postkarte und Brief im Umlauf und werden wohl mit einer Auflage von 66 Millionen Exemplaren nicht nur die kommende Osterpost zieren.

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Die Sonderpostwertzeichen mit Ersttagsstempel

Heute nun fand die offizielle Vorstellung und Übergabe der beiden Sondermarken in feierlichem Rahmen im Leichlinger Schloss Eicherhof, der Heimatstadt der Autorin, statt. Neben den vielen Vertretern aus Politik und Wirtschaft fanden sich selbstverständlich auch zahlreiche Philatelisten ein, einer von ihnen Arnim Hölzer.

Dem Leichlinger oblag nicht nur die Organisation und Durchführung der festlichen Veranstaltung, er war maßgeblich an der Realisation der Briefmarken beteiligt. Seit 2010 sitzt Hölzer als Präsident des Bundesverbandes des deutschen Briefmarkenhandels in zwei Beiräten, die für Themen- und Motivwahl der Sondermarken zuständig sind. Schon bei seiner Berufung liebäugelte er mit einem Kinderbuchmotiv, heute nun kann der Briefmarken-Fan die Felix-Marken endlich in den Händen halten.

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Die Autorin Annette Langen präsentiert den anwesenden Kindern „ihre“ Briefmarken.

Auch ich habe mich am eigens aufgestellten mobilen Postschalter mit Felix-Briefmarken und fröhlich-bunten Grußkarten eingedeckt und werde wohl in der kommenden Zeit meinen Füllfederhalter herauskramen und ganz gemütlich ein paar Briefe schreiben. Und irgendwie freue ich mich schon drauf!