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Leipzig, ich komme! #lbm15

Am Mittwoch ist es soweit, dann werde ich mich mit einem Haufen Bücher „bewaffnet“ und rot beschuht auf die knapp 6-stündige Reise nach Leipzig begeben. Wie jedes Jahr freue ich mich auf das Wiedersehen mit alten Bekannten, auf Begegnungen mit Menschen, die ich bislang nur aus dem Netz kenne, und natürlich auf den Duft von vielen neuen Büchern.

lbm15Und wie immer lautet die am häufigsten gestellte Frage: „Hey Steffi, wollen wir uns nicht auf einen Kaffee treffen?“.

Da mein Terminkalender kaum noch Lücken aufweist, ich aber neben Verlagsgesprächen auch immer wieder an Veranstaltungen teilnehme, dachte ich mir, dass ich meinen Terminplaner einfach veröffentliche und vielleicht ergibt sich ja dann irgendwie und irgendwo ein lockeres Gespräch.

Erkennen werdet ihr mich ja ohnehin, ich bin die „Kleine“, die mit den roten Schuhen zwischen den Hallen umherflitzt.

Mittwoch

Vielleicht treffe ich den einen oder die andere ja bereits am Mittwochabend im Gewandhaus zur Eröffnung der Leipziger Buchmesse. Ich winke dann einfach mal von der rechten Orchesterempore runter.

Donnerstag

Der Donnerstag steht ganz im Zeichen des Leipziger Lesekompass #llk15. Um 10:30 Uhr werden die Siegertitel in den drei Kategorien verkündet. Als Jurymitglied bin ich natürlich vor Ort in Halle 2, A401 und habe auch nach der einstündigen Preisverleihung noch Zeit für einen Schwatz.

Um 13:00 Uhr freue ich mich auf ein Wiedersehen mit Karla Paul aka Buchkolumne bei Hoffmann und Campe. Um 13:30 Uhr bin ich dann in der Bloggerlounge (Halle 5, B502) verabredet. Hier werdet ihr mich vermutlich nur kurz zwischen Halle 3 und 5 sprinten sehen. Ab etwa 14:30 Uhr gönne ich mir dann am Eselsohrstand (Halle 2, F208) eine 45-minütige Pause. Schaut doch einfach mal vorbei! Ab 15:30 Uhr werdet ihr dann vermutlich nur noch meine Rücklichter sehen, da habe ich nämlich Termine im 30-Minuten-Rythmus bei Tulipan, NordSüd, Fischer und Sauerländer. Ob ich abends beim #pubnpub im „Papa Hemingway“ anzutreffen bin, steht allerdings noch in den Sternen.

Freitag

Am Freitag muss ich bereits um 10:00 Uhr durchs Drehkreuz sprinten, denn dann geht es gleich mit den ersten Terminen los. Um 12:30 Uhr werde ich mich dann ganz entspannt bei der Verleihung des avj medienpreises (CCL Mehrzweckfläche 3) hinsetzen und gespannt abwarten, wer wohl u.a. auch in meine Fußstapfen treten wird. Um 14:00 Uhr freue ich mich dann sehr, in der Bloggerlounge (Zutritt nur mit Presse-Akkreditierung) auf mir noch viele unbekannte Buch- und Literaturblogger zu treffen. Spannend! Der letzte offizielle Buchmessen-Termin ist dann das #bookupDE-Treffen bei Binooki (Halle 5, D2016) um 15:30 Uhr.

Samstag

Und vielleicht treffen wir uns ja am Samstag im Zug Richtung NRW. Ich peile jedenfalls den IC 2048 um 10:40 Uhr Richtung Düsseldorf an.

Ich wünsche euch allen eine gute Anreise und wer weiß, vielleicht laufen wir uns ja über den Weg 🙂

Buchpremiere im roten Ohrensessel

buchspringer3Buchpremieren sind immer etwas besonderes, für das Publikum ebenso wie für den Autor oder die Autorin. Die Zuhörer kommen in den Genuss, als erste einem neuen Werk lauschen zu dürfen, für die Autorin – am gestrigen Abend Mechthild Gläser – ist es nicht weniger spannend herauszufinden, wie die gewählten Textpassagen auf die Lesungsgäste wirken.

Die anfängliche Anspannung von Mechthild Gläser stellte sich zügig als völlig unbegründet heraus. Mehr als dreißig Augenpaare im völlig überfüllten Wohnzimmer hingen gespannt an ihren Lippen als die junge Autorin aus dem Ruhrgebiet aus ihrem neuesten Werk zu lesen begann. Dabei hatte sie die Textauszüge aus „Die Buchspringer“ geschickt gewählt und ergänzte das Gelesene zwischendurch immer durch kleine eigene Zusammenfassungen.

Dass sie die Zuhörer bereits nach dem Prolog für sich und ihren Roman gewonnen hatte, konnte man sogar hören, denn die Lesungsgäste lauschten der Autorin derart gebannt, dass man die sprichtwörtliche Stecknadel hätte fallen hören können.

Kein Wunder also, dass der Büchertisch nach der Lesung gut besucht war, schließlich wollten nun alle wissen, wie es mit Amy, Goethes Werther und den vielen Geschichten weitergeht. Geduldig signierte Mechthild Gläser zahlreiche Bücher, beantwortete alle Fragen und stand auch für Fotos zur Verfügung.

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Übrigens ist die Frage nach dem Buch, in das die Autorin am liebsten springen würde, nun auch geklärt. Es ist Janes Austens „Stolz und Vorurteil“.  Wer würde sie da nicht liebend gerne begleiten?!


Weitere Wohnzimmerlesungen werden auf der Webseite und bei Facebook angekündigt.

 

Flucht, Vertreibung, Völkermord: Konfliktthemen im Jugendbuch

Bücher bieten Jugendlichen wie Erwachsenen die Möglichkeit, sich neben der Berichterstattung in Zeitung, TV und Internet aktuellen, aber auch vergangenen Konflikten lesend zu nähern. Biographien aber auch fiktive Erzählungen geben Tätern wie Opfern ein Gesicht, historische Geschichte und aktuelles Zeitgeschehen werden lebendig vermittelt und verkommen nicht im täglichen Einerlei ungreifbarer Zahlenstatistik.

Bücher und ihre Geschichten lehren uns zu verstehen, mitzufühlen und im besten Fall für die Zukunft daraus zu lernen, eine Eigenschaft, die man recht trockenem Geschichtsunterricht oder Gesellschaftslehre nicht immer nachsagen kann.

Folgende Kinder- und Jugendbücher, die sich den Themen „Flucht aus Afghanistan“, „Warschauer Ghetto“, „Völkermord in Ruanda“ und „Herrschaft der Roten Khmer“ widmen, möchte ich euch kurz vorstellen und empfehlen. Es handelt sich bei den Büchern nicht um sogenanntes „Lesefutter“, schnell weggelesen und leicht verdaulich, und sicherlich eignen sich diese Bücher nicht für jeden Leser. Dennoch sind es wichtige Bücher mit noch wichtigeren Inhalten, denen ich viele Leser wünsche.

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Empfohlen ab 14 Jahren

Das Schicksal der Sterne

von Daniel Höra, erschienen bei Bloomoon

Inhalt: Adib und Karl. Der eine ein junger Flüchtling aus Afghanistan, der andere ein alter Mann, der in seiner Jugend aus seiner schlesischen Heimat vertrieben wurde. Beide sind geprägt von den Erlebnissen ihrer Flucht und beide haben Verlust, Angst und Verfolgung kennengelernt. Und trotzdem hat keiner von beiden aufgegeben. In Berlin kreuzen sich die Wege von Adib und Karl. Die Geschichte einer besonderen Freundschaft zwischen zwei Menschen, die ein gemeinsames Schicksal teilen, beginnt …

Fazit: Über dieses Buch habe ich bereits in einem weiteren Blogbeitrag geschrieben.

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Empfohlen ab 10 Jahren

Flügel aus Papier

von Marcin Szczygielski, erschienen bei Fischer Sauerländer

Inhalt: Warschau um 1942: Rafal flieht vor der grausamen Wirklichkeit des Ghettos in die Bibliothek, in die Welt der Bücher. In H. G. Wells ›Zeitmaschine‹ entdeckt er Parallelen zwischen der Realität und der im Roman beschriebenen Welt. Schließlich gelingt es seinem Großvater, Rafal aus dem Ghetto zu schmuggeln. Er versteckt sich im Warschauer Zoo. Aber die Nazis sind ihm auf der Spur …

Fazit: Kann man für 10-Jährige verständlich über das Leid im Warschauer Ghetto schreiben? Man kann, indem man den 9-jährigen Rafał über sein Leben im „Bezirk“ erzählen lässt, ein Leben mit seinem Großvater, der ihm trotz vieler Entbehrungen das Gefühl von Normalität gibt. Auch die Bücher sind für Rafał ein Mittel, der Wirklichkeit zu entfliehen und sie ein Stück weit besser zu verstehen. Es bleibt abzuwarten, ob die jungen Leser H.G. Wells „Zeitmaschine“ bereits kennen und die Ähnlichkeiten zwischen Morlocks und Nazis nachvollziehen können.

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Empfohlen ab 14 Jahren

Über tausend Hügel wandere ich mit dir

von Hanna Jansen, erschienen im Peter Hammer Verlag

Inhalt: Wohl behütet wächst Jeanne mit ihrem großen Bruder Jando und der kleinen Schwester Teya in Ruanda auf. Die Eltern – beide Lehrer und Angehörige des Volkes der Tutsi – erziehen ihre Kinder mit liebevoller Strenge. Doch kurz nach Jeannes achtem Geburtstag findet ihre sorglose Kindheit ein jähes Ende: Im April 1994 beginnt in Ruanda der Völkermord und in nur 100 Tagen verlieren eine Million Menschen ihr Leben. Unter den Toten sind Jando, Teya und Jeannes Eltern.

Fazit: Im April 1994 war ich knapp 24 Jahre alt, alt genug, um den Völkermord in Ruanda in den Medien zu verfolgen. Doch erst heute, 20 Jahre später, offenbart sich mir das Grauen durch dieses Buch in seinem vollen Ausmaß.

Vier Jahre lang erzählt Jeanne ihrer deutschen Adoptivmutter Hanna Jansen über ihr Leben in Ruanda, über die Gräueltaten, deren Zeugin sie mit nur acht Jahren wurde.

Daraus entstanden ist ein Buch, das 2002 erstmals im Thienemann Verlag erschien und nun nach Überarbeitung im Peter Hammer Verlag vorliegt. Die Kapiteleinleitungen in kursiver Schrift beschreiben Diskussionen der beiden ebenso wie Teenagernormalität eines jungen Mädchens in Deutschland und schlagen dadurch immer wieder eine Brücke zum Hier und Jetzt. Jeannes Geschichte in Ruanda kommt ohne Effekthascherei aus und berührt den Leser zutiefst. Ein ausführliches Nachwort und eine Zeitleiste runden den überzeugenden Gesamteindruck ab.

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Empfohlen ab 14 Jahren

Der Tiger in meinem Herzen

von Patricia McCormick, erschienen bei Fischer KJB

Inhalt: Als Arn Chorn Pond noch ein Junge ist, übernimmt das radikale kommunistische Regime der Roten Khmer die Macht in Kambodscha. Es folgt ein schrecklicher Völkermord, dem zwei Millionen Menschen zum Opfer fallen – ein Viertel der gesamten Bevölkerung. Arn hat überlebt. Doch der Preis dafür war hoch. Denn er ist selbst zum Täter geworden. Und es ist ihm schwer gefallen, den Tiger in seinem Herzen zu bändigen.

Fazit: In ihrem Nachwort erzählt die Autorin über ihre ausführliche Recherche zu diesem biographischen Roman. Hunderte von Stunden verbrachte sie dabei mit Arn Chorn Pond, interviewte ihn, seine Familie und weitere Zeitzeugen und verbrachte viel Zeit in Kambodscha, um Arns drei Jahre, acht Monate und 20 Tage unter dem Regime der Roten Khmer zu rekonstruieren.

Patricia McCormick lässt den anfangs 11-jährigen Arn seine Geschichte erzählen, in einfachen Worten und Sätzen, schließlich hat er keine Schule besucht. Aber gerade diese einfache kindliche Sprache, das absatzweise Springen von einem Ereignis zum anderen und der Blick durch Arns Augen, geben den Geschehnissen eine tiefe Eindringlichkeit, der man sich als Leser nicht entziehen kann.

Während der Herrschaft der Roten Khmer kamen knapp zwei Millionen Menschen ums Leben, ein Viertel der gesamten Bevölkerung Kambodschas, darunter viele Kinder. Patricia McCormick und Arn Chorn Pond sorgen mit diesem Buch dafür, dass die Opfer nicht vergessen werden. Einzig eine Zeitleiste, um die Entwicklungen in Kambodscha zu verdeutlichen, hat mir gefehlt. Vielleicht kann sie in einer überarbeiteten Auflage ja noch hinzugefügt werden.

„Blätterrauschen“: Ein Buchtipp von Matteo (10) und Steffi (44)

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Holly-Jane Rahlens: Blätterrauschen
Rowohlt 2015, ab 11

Das Besondere an der Webseite Buecherkinder.de ist, dass alle Titel (Bilderbücher ausgenommen) ausschließlich von den gut 50 Mitgliedern der Kinder- und Jugendredaktion bewertet werden. Die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 6 und 20 Jahren haben einen ganz anderen Blick auf das Gelesene als wir Erwachsene. Entscheidend ist, ob die Buchhelden die Gefühle, Wünsche und Probleme der jungen Leser widerspiegeln. Dabei müssen die Geschichten nicht zwingend in der Realität angesiedelt sein, auch Fantasy kann durchaus einen Bezug zu ihrer aktuellen Lebenswirklichkeit haben.

Besonders spannend finde ich daher immer wieder, wie ein bereits von mir gelesenes Buch in der Zielgruppe ankommt. Den neuen Roman von Holly-Jane Rahlens habe ich mit Begeisterung verschlungen und war daher besonders gespannt zu hören, wie dem zehnjährigen Matteo der Titel gefallen hat. Hier kommen nun unsere beiden Meinungen:

Matteo (10) über Blätterrauschen

Die Hauptpersonen dieses Buches sind drei dreizehnjährige Kinder: Oliver, Rosa und Iris. Olivers Vater kommt oft betrunken nach Hause, und sein Bruder ist wegen eines Streites mit dem Papa spurlos verschwunden. Rosa hat eine Prothese, denn sie hat ihre jüngere Schwester davor gerettet, von einem Auto überfahren zu werden, und dabei ihre Hand verloren. Iris hat ein Gehirn „von der Leistungsfähigkeit des Genfer Teilchenbeschleunigers“ (S. 305). Doch was haben sie gemeinsam? Alle drei Kinder sind Außenseiter und Testleser der Buchhandlung „Blätterrauschen“. Eines Tages bei einem Gewitter klopft jemand an die Hintertür des Ladens: Es ist Colin Julio aus dem Jahr 2273! Was hat der Junge aus der Zukunft im Jahr 2015 zu suchen? Und was werden sie wohl zusammen erleben?

Hätte ich dieses Buch in einer Buchhandlung gesehen, wäre es mir niemals aufgefallen, denn es sieht aus wie ein Buch für Erwachsene und der Titel klingt auch nicht nach einem Jugendabenteuerroman. Das wäre sehr schade gewesen, denn die Geschichte ist wirklich schön! Dieses Buch unterscheidet sich von allen anderen Büchern, die ich gelesen habe, denn es geht um die Zukunft, aber man kann sich vorstellen, dass einige Sachen später echt einmal so werden, z. B. was die Länder oder die Sprachen der Zukunft angeht. Die Geschichte ist fantasiereich und sehr spannend und es geht dabei vor allem um Freundschaft zwischen sehr verschiedenen Kindern.

Dieser Roman hat mich sehr zum Nachdenken angeregt. Ich habe mich nämlich gefragt, wie es wäre, in die Zukunft oder in Parallelwelten zu reisen oder die Zukunft sehen zu können, und ob ich lieber ohne diese Erfahrung bleiben würde. Bei der Vergangenheit wäre ich mir dagegen sicher, dass nichts allzu schlimmes passiert, denn schließlich sind wir ja da.

Was die Figuren dieses Buches betrifft, wäre ich am liebsten Iris, weil so ein Supergehirn echt praktisch sein kann. Mit Rosa dagegen hatte ich ganz schon viel Mitleid, weil ich mir nicht vorstellen kann, ohne einen meiner Körperteile zu existieren. Mit Oliver hatte ich ebenfalls Mitleid, denn einen betrunkenen Vater, der einen schlägt, wünscht sich echt niemand. Lustig ist, dass das Kind aus der Zukunft gar nicht so exotisch ist, er unterscheidet sich nur wenig von den jetzigen Kindern, aber er bewundert die einfachsten Dinge wie Kugelschreiber oder Kaffeemaschinen als wären sie Museumsstücke. Am Anfang spricht der Junge Colin Julio Englisch mit den drei Hauptpersonen, doch dann wechselt er auf Deutsch. Obwohl es nicht besonders viele Sätze sind, ist es beim Lesen vorteilhaft, wenn man ein bisschen Englisch kann.

Ich empfehle diesen Abenteuerroman sowohl Jungen als auch Mädchen ab 11 Jahren, die Lust haben, eine besondere Zukunftsgeschichte zu lesen, und vergebe ihm 5 von 5 Sternen, die er wahrhaftig verdient hat. Außerdem könnte ich mir vorstellen, dass die Geschichte weiter geht, und würde mich freuen, wenn es einen weiteren Band gäbe, ihn ebenfalls zu lesen.

Steffi (44) über Blätterrauschen

Wenn ein Cover unter anderem den Eingang eines Buchladens zeigt, im Klappentext die Worte „Leseclub“ und „Buchhandlung“ fallen und von Zeitreisen und -schleifen die Rede ist, dann müssen SciFi-liebende Buchmenschen wie ich einfach zugreifen. Und wenn solche Bücher dann auch noch so spannend geschrieben sind, dann werden die Blätter nur so rauschen und das Buch in einem Tag verschlungen sein. Ich spreche da aus Erfahrung.

Wir befinden uns in Berlin, im Hinterzimmer der Buchhandlung „Blätterrauschen“, in dem regelmäßig der Leseclub stattfindet. Doch als die pummelige, superschlaue Iris, die hübsche Rosa mit der Handprothese und Oliver, der lieber zeichnet als liest, auf die Buchhändlerin Cornelia warten, geschehen merkwürdige Dinge, und wie aus dem Nichts steht plötzlich der 14-jährige Colin aus der Zukunft vor der Tür, der die Berliner Szene für ein extrem gut gemachtes Virtual-Reality-Spiel hält. Durch einen Fehler geraten die vier in ein Paralleluniversum. Werden sie es schaffen, wieder in ihre eigene Realität zu kommen?

Bei Kinder- und Jugendbüchern wünsche ich mir immer, dass sie die jungen Leser (und bisweilen auch die ältere Leserin) direkt im ersten Kapital von der Geschichte „gepackt“ werden. Holly-Jane Rahlens benötigt dafür gerade mal einen Absatz. Und auch im weiteren Verlauf der Geschichte lässt sie jedes der 30 Kapitel mit einem Cliffhanger enden, dass es kaum möglich ist, das Buch zur Seite zu legen.

Die Autorin wählt für ihre Hauptfiguren ganz unterschiedliche Typen, die sich alle mit vermeintlichen Schwächen auseinandersetzen müssen. Die zwei Jungen und Mädchen weisen dabei anfangs kaum Gemeinsamkeiten auf, entdecken aber schließlich neben den eigenen Stärken auch die Qualitäten der anderen. Hier bietet die Geschichte viele Identifikationsmöglichkeiten und spricht weibliche wie männliche Leser gleichermaßen an.

Holly-Jane Rahlens hat mit „Blätterrauschen“ ein spannendes und bisweilen auch humorvolles Zeitreise-Abenteuer geschaffen, das dem jungen Leser zudem eine wichtige Erkenntnis mit auf den Weg gibt: Du hast deine Zukunft selbst in der Hand, denn deine Geschichte ist noch lange nicht geschrieben!

Übrigens, wer sich das Cover ganz genau anschaut, wird entdecken, dass sich neben den vier Hauptdarstellern auch die Autorin auf das Cover geschmuggelt hat.

#bookupDE: Bücher, Menschen, Medien

bookupDEAm vergangenen Samstag fand das erste #bookupDE in Münster statt. Der Coppenrath Verlag öffnete für zahlreiche Interessierte den Showroom im Münsteraner Hafen. Neben zahlreichen Veranstaltungen in Buchhandlungen und Bibliotheken war dies das vierte #bookupDE-Treffen in einem Verlag.

„Handy RAUS! statt Handy aus.“ lautet die Devise.

Bei einem #bookupDE treffen sich buchbegeisterte Onliner, die bei Facebook,Twitter, Instagram und Co. aktiv sind, an bibliophilen Orten wie Buchhandlungen, Verlagen oder Bibliotheken mit Gleichgesinnten. Von dort berichten sie per Smartphone live – und/oder im Anschluss im eigenen Blog – mit dem Hashtag #bookupDE über die Veranstaltung.

Rund 40 interessierte Onliner – eine bunte Mischung aus Lesern, Bibliothekaren, Buchbloggern und Buchhändlern – fanden sich gegen 15 Uhr an der Alten Feuerwache in Münster ein, um einen Blick in das altehrwürdige Gebäude zu werfen, das neben der Coppenrath-Spiegelburg-Produktpalette auch zahllose Antiquitäten und Kuriositäten beherbergt.

Der Verlag war bestens auf die vielen neugierigen Buchliebhaber vorbereitet und hatte neben wunderschönem Ambiente auch für leibliches Wohl gesorgt. Zu Beginn simulierte das Team des Verlags eine Vertreterkonferenz wie sie zweimal pro Jahr im Hause stattfindet. Danach wurden sämtliche Türen in die Büroräume und den ehemaligen Schlauchturm geöffnet (siehe Storify). Und sogar für ein After-#bookupDE-Event hatte der Verlag gesorgt und versüßte den Teilnehmern den Nachmittag noch mit einer Premierenlesung: Katrin Lankers las aus ihrer neuen Buchreihe „Verrückt nach New York“. Wer mochte konnte sich im Anschluss ein vom Verlag spendiertes Exemplar signieren lassen.

Einen Eindruck dieses #bookupDE vermittelt diese Sammlung aus Fotos und Tweets:

 

Weitere #bookupDE-Veranstaltungen sind bereits geplant:

  • 06.03. Solingen – Stadtbibliothek
  • 06.03. Gelsenkirchen – Stadtbibliothek
  • 13.03. Leipzig Buchmesse – Binooki Verlag
  • 10.03. Krefeld – Mediothek
  • 19.03. Erlangen – Stadtbibliothek
  • 20.03. Hamburg – Bücherhalllen
  • 21.03. Köln – Buchladen Neusser Straße
  • 10.04. Frankfurt – Börsenblatt
  • 18.04. Hanau – Buchladen am Freiheitsplatz
  • 09.06. Wuppertal – Peter Hammer Verlag

Informationen über Veranstaltungen gibt es auf Twitter und Facebook.