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Buchtipp: Kirschen im Schnee

kirschenimschnee

Kat Yeh: Kirschen im Schnee
Magellan 2015, ab 11

„Kirschen im Schnee“ erzählt die Geschichte der Schwestern GiGi (Doppel-G) und DiDi (Doppel-D), die ihre außergewöhnlichen, nach BH-Größen klingenden Spitznamen ebenso außergewöhnlichen Vornamen zu verdanken haben.

Seit dem Tod der Mutter, von der den beiden lediglich ein Ringbuch mit handschriftlichen Rezepten als Erinnerungsstück geblieben ist, sind die 12-jährige GiGi und ihre neun Jahre ältere Schwester auf sich gestellt. DiDi arbeitet als Friseurin, um ihrer Schwester eine gute Schulausbildung zu ermöglichen.

Ein besonderes Rezept der Sammlung ist die Torte „Kirschen im Schnee“, die nach der Lieblings-Lippenstift-Farbe der verstorbenen Mutter benannt ist, und lediglich zu Geburtstagen und besonderen Anlässen zubereitet wird.

Noch ohne überhaupt das Buch aufgeschlagen zu haben, erfreut man sich als zukünftiger Leser zu allererst am liebevoll gestalteten Cover. Es mutet ein wenig 50er-Jahre-mäßig an und zeigt neben Titel und einem kleinen Spruchbanner eine Torte bzw. Pancakes mit Kirschen und Sahne. Wer das Buch allerdings gelesen hat, wird feststellen, dass es sich dabei nicht um die „Kirschen im Schnee“-Torte handelt. Titel, Untertitel sowie Kirschen sind mit Relieflack hervorgehoben. Auch der Klappentext – von einer Ich-Erzählerin geschrieben – macht neugierg.

Blättert man dann einmal quer durch das Buch mit seinen 55 Kapiteln fallen einem diverse handschriftlich anmutende Seiten mit liebevoll ausgearbeiteten Koch- und Back-Rezepten auf, die – so erfahren wir beim Lesen – ganz bewusst und sehr passend dort eingestreut sind.

Zunächst sieht alles nach einer recht alltäglichen Teenager-Geschichte aus: Mädchen kommt in neue Schule, findet neue Freunde (und Feinde), verliebt sich ein wenig und bricht aus alten Mustern aus. Doch sehr geschickt webt die Autorin Kat Yeh nach etwa einem Drittel der Geschichte eine erste große Veränderung im Leben der beiden Schwestern ein, um dann – etwa nach einem weiteren Drittel – die Bombe mit einer großen Wendung platzen zu lassen.

Die kurzen Kapitel feuern die Geschwindigkeit der Ereignisse noch an, die Rezepte dagegen, die ausgezeichnet zu den jeweiligen Stimmungen passen und unbedingt mal ausprobiert werden müssen, wirken dazwischen fast wie Ruhepole.

Die Sprache, in denen die Ich-Erzählerin GiGi ihre eigenen Gefühle oder die allgemeine Stimmung beschreibt, ist sehr anschaulich. „Die ganze nächste Woche waren alle Worte, die DiDi und ich wechselten, staubtrocken und zerfielen wie wochenaltes Brot.“ oder „Das glückliche Gefühl weht aus mir heraus, als hätte jemand die Hintertür offen gelassen.“ Sicherlich auch ein Verdienst des bekannten Übersetzerteams Jessika Komina und Sandra Knuffinke.

Mit „Kirschen im Schnee“ legt die amerikanische Autorin Kat Yeh eine bezaubernde Geschichte vor, deren Icherzählerin ehrlich, humorvoll und klug von kleinen und großen Teenagersorgen, Freundschaft und Nöten berichtet. Dabei wachsen einem nicht nur die Hauptfiguren förmlich ans Herz, auch die Nebenfiguren sind mit Sorgfalt gestaltet.


Ein Buch auch für dich? Dann bewirb dich bis 22. Februar 18:00 Uhr für eines von zwei Exemplaren, indem du mir in einem Kommentar dein Lieblingsrezept verrätst.
Bei mehr als zwei Teilnehmern entscheidet das Los per random.org. Bücher verschicke ich augrund der Portokosten nur an Postadressen in Deutschland.

Kategorie: Bücherregal, Buchtipps

von

Seit über 10 Jahren betreibe ich die Webseite Buecherkinder.de. Ich bin leidenschaftliche Netzwerkerin (online wie offline), Jurymitglied des “Leipziger Lesekompass” und schreibe regelmäßig für die Fachzeitschrift “Eselsohr”. Obwohl technikaffin lese ich zur Zeit noch am liebsten Bücher der Holzklasse.

17 Kommentare

  1. Steffi sagt

    Kürbisbrot

    1 Kilo Dinkelvollkornmehl, 2 Pakete Trockenhefe, 800g Kürbis, 2 EL Margarine, 200 ml Milch, 200 ml Wasser, 2 TL Salz, 3-4 EL Zucker. Kürbis kochen und pürieren, Maragrine, Salz, Zucker, Milch und Wasser dazu geben und alles mit dem Mehl verkneten. Teig in die Brotform, 30 min gehen lassen, dann in den kalten Ofen, auf 170 Grad stellen, 35 Minuten warten – fertig. Geht natürlich auch mit ’normalem‘ Weizenmehl, dann wird das Brot knallorange… 🙂

  2. Fabienne sagt

    Veganes Früchtebrot 🙂
    500 g Trockenfrüchte (z.B. Pflaumen, Soft-Feigen, Soft-Aprikosen, Rosinen)
    150 g Apfelmark
    1 kleine Orange (davon den Abrieb + Saft)
    100 g Mandeln (oder Aprikosenkerne)
    100g Kastanienmehl
    150 g Nüsse (ganz oder grob gehackt, z.B. jeweils 50g Walnüsse, Mandeln, Haselnüsse)
    1 Msp gemahlener Ingwer
    1 Msp Kardamom
    1 Msp Nelke
    Trockenfrüchte 30 Minuten lang in Apfelmark und Orangensaft einweichen.
    Währenddessen Mandeln mahlen und mit allen restlichen, trockenen Zutaten vermischen.
    Dann alles zusammen schütten (auch die eingeweichten Früchte nach 30 Minuten) und gut verkneten.
    Reicht für zwei kleine Früchtebrote, die 40 Min bei 200°C (Ober-/Unterhitze) backen müssen.

  3. Schokoladenkuchen
    250 Gramm Zartbitter-Schokolade
    175 Gramm Butter
    150 Gramm Datteln (getrocknet, ohne Stein)
    5 Eier
    125 Gramm Rohrzucker (braun)
    1 EL Zimt (gemahlen)
    ¼ TL Nelken (gemahlen)
    175 Gramm Mandeln (gemahlen)
    100 Gramm Mandeln (gehackt)
    1 Prise Salz
    5 Zimtstangen als Verzierung
    10 Mandeln (ganz, geschält, Verzierung)
    Schokolade fein hacken und zusammen mit der Butter über einem warmen Wasserbad schmelzen lassen. Backofen auf 180 Grad, Umluft 160 Grad, Gas Stufe 3 vorheizen. Eine Springform (Ø 24 cm) oder eine Kastenform (Länge etwa 28 cm) mit Backpapier auslegen.
    Datteln sehr fein hacken. 3 Eier trennen und das Eiweiß in einer Schüssel kalt stellen. Zucker, Eigelb und die restlichen Eier mit den Quirlen des Handrührers 5 Minuten dick-cremig schlagen. Die Schokoladen-Butter unterrühren. Datteln, gemahlenen Zimt, Nelken und die gemahlenen und gehackten Mandeln dazugeben und die Masse gut verrühren.
    Eiweiß und Salz steif schlagen. Etwa 1/3 vom Eischnee unter den Teig rühren, dann den Rest vorsichtig unterheben. Den Teig in die vorbereitete Form geben. Zimtstangen und ganze Mandeln zum Verzieren darauflegen und im Ofen etwa 40 Minuten backen. Kuchen in der Form abkühlen lassen.

  4. Viola Müller sagt

    Quark-Grieß-Auflauf mit Obst

    Zutaten:
    100 g Butter oder Margarine
    200 g Zucker
    1 Pk. Vanillezucker
    3 Eier getrennt
    Schale einer abgeriebenen Zitrone
    500 g Magerquark
    75 g Grieß
    5 EL Milch
    1 Dose Obst z.B. Pfirsiche, Birnen oder Äpfel, Himbeeren – einfach was schmeckt)

    Zubereitung:
    Eier trennen und das Eiweiß zu Schnee schlagen. In einer weiteren Schüssel 75 g Butter/Margarine, Zucker, Vanillezucker, Eigelb schaumig rühren.
    Zitronenschale, Margerquark, Grieß und Milch hinzufügen und gut verrühren. Das steifgeschlagene Eiweiß unter die Quarkmasse heben.
    Eine Auflaufform ausfetten und die Hälfte der Quarkmasse einfüllen. Das Obst gleichmäßig darauf verteilen. Mit der restlichen Quarkmasse bedecken. Zum Schluss die übrige Butter/Margarine in Flöckchen darauf verteilen und mit 1 EL Zucker bestreuen.
    Im vorgeheizten Backofen bei 200 C ca 40 Min. backen. Schmeckt kalt und warm sehr lecker!

  5. Janine sagt

    Fluffig süßer Zungentraum- und trotzdem in nur einer halben Stunde komplett fertig… 😉

    Kirsch-Marzipan-Muffins (vegan)

    250g Vollkorn-Dinkelmehl
    220ml Pflanzenmilch
    100g Zucker
    30ml Öl (Sonnenblumen- oder Rapsöl)
    150g Marzipan
    1 Prise Salz
    1EL Essig
    1 Glas Kirschen, abgetropft

    Zubereitung:
    Trockene Zutaten mischen. Öl, Essig und Pflanzenmilch mischen und den trockenen Zutaten unterrühren. Marzipan hobeln und dazu geben. Schließlich Kirschen unterrühren. In 12 große Muffinförmchen füllen. C.20 Minuten bei 180 Grad Umluft.

    dann die köstlichen, kleinen Kirschteilchen knuspern… hmmmmmm 🙂

  6. Ich liebe Cookies, besonders diese hier:

    Black and Whites

    Ergibt ca. 55 Stück
    Ofen noch nicht vorheizen, Teig muss vor dem Backen gekühlt werden.

    Zutaten:
    2 cup Chocolate Chips (ca. 340 g, da die Schokolade geschmolzen wird, kann man auch einfach Blockschokolade nehmen)
    3/4 cup Butter (ca. 170 g)
    2 cups braunen Zucker (ca. 360 g)
    4 Eier
    2 Teelöffel Vanillezucker
    2 Teelöffel Backpulver
    1 Teelöffel Salz
    2 cups Mehl (ca. 240 g)
    ungfähr 1/2 cup Puderzucker in einer kleinen Schüssel

    Chocolate Chips zusammen mit der Butter schmelzen. (In der Mikrowelle bei 440 Watt, 2-3 Minuten)
    Zucker dazu geben, mixen und abkühlen lassen.
    Eier eins nach dem anderen dazutun, nach jedem Ei gut durchmischen.
    Vanillezucker, Backpulver und Salz dazugeben.
    Mehl dazugeben und gut durchkneten.
    Für mindestens 4 Stunden in den Kühlschrank stellen, über Nacht ist noch besser.

    Wenn der Teig gekühlt ist, Ofen auf 175°C vorheizen.

    Walnussgroße Teigbälle mit den Händen formen. Teigbällchen in einer Schale mit Puderzucker rollen, bis sie rundherum bedeckt sind.

    Bällchen auf ein Blech mit Backpapier legen, ca. 12 Stück auf ein Blech.

    Bei 175°C 12-14 Minuten backen. Danach 2 Minuten abkühlen lassen, dann die Cookies auf ein Rost zum abkühlen legen.

  7. Hier ist mein liebstes Rezept für Rhabarberkuchen:
    Beide Beutel von einer Packung Obstkuchenteig nach Anleitung zubereiten.
    Den Rhabarber waschen, schälen und in jeweils ca. 5 cm kleine Stücke schneiden.
    500 g Quark und 125 g Butter (Margarine geht auch) verkneten. Ein Päckchen Vanillezucker mit Zucker (nach Gedchmack 50-100 g) hinzufügen.
    Zwei Eigelb und drei EL Vanillepudding verrühren und hinzufügen. Zwei Eiweiß steifschlagen und unter die Masse heben.
    Den Obstkuchenteig auf ein Blech legen, darauf den Rhabarber und zuoberst die Quarkmasse.
    Bei 200 Grad im vorgeheizten Backofen ca. 50 Minuten goldgelb backen.
    Ist ein bisschen Arbeit, schmeckt aber göttlich! 🙂
    Liebe Grüße, Ute

  8. Verena Julia sagt

    Hallo Stefanie,

    da ich das Buch unbedingt lesen möchte, verrate ich dir gerne mein allerliebstes Franzbrötchenrezept. Gesehen hast du sie ja neulich bei facebook schon…inzwischen sind sie leider alle…aber ich könnt schon wieder welche backen. *grins*
    Man nehme: 1 Würfel Hefe, den man in 200ml lauwarmer Milch auflöst, bis die Hefe vollkommen flüssig ist. Dann in einer anderen Schüssel 500g Mehl abwiegen, 75g weiche Butter oder Margarine hinzufügen, dann noch 50g Zucker, 1 Ei und 6g Salz dazutun. Die Milch mit der Hefe darüber gießen und alles zu einem glatten Teig verkneten.
    Den Teig nun 30 Minuten bei circa 40°C ruhen lassen, dann noch einmal mit den Händen kneten und wieder zusammen stauchen. Nun nochmal 20 Minuten ruhen lassen. Dann den Teig rechteckig dünn ausrollen und mit Margarine bestreichen. Und jetzt kommt der Zimt ins Spiel…viel Zimt und Zucker auf der gesamten Teigplatte verteilen. Nun darfst du den Teig aufrollen, immer schön eng, damit keine Luft dazwischen ist.
    Danach die Rolle in 2 Zentimeter breite Streifen schneiden und aufs Backblech setzen, dabei darauf achten, dass viel Platz gelassen wird. (Bei mir passen etwa 8 Franzbrötchen auf ein Blech.) Und nun mit einem Kochlöffelstiel die Rollen in der Mitte nach unten eindrücken. Der Stiel dabei parallel zur Schnittkante. Beim Runterdrücken, kommen die aufgerollten Kreise nach außen, so entsteht die Franzbrötchenform. Dann noch einmal ungefähr 10 Minuten die Teilchen ruhen lassen. Anschließend bei 160°C bis 180°C backen. Etwa 15 Minuten.
    Dann abkühlen lassen und genießen. Wenn sie nicht ganz frisch sind, sondern zwei, drei Stunden gelegen haben, dann ist der Zimtgeschmack etwas kräftiger.
    Herzliche Grüße, Verena.

  9. Stefanie Leo sagt

    Random.org hat entschieden!
    Herzlichen Glückwunsch an Viola Müller und Janine. Ihr habt je ein Exemplar von „Kirschen im Schnee“ gewonnen 🙂

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