Alle Artikel mit dem Schlagwort: Bilderbuch

Heute bin ich … ja was denn?

Fische gehören wohl zu den ausdruckärmsten Haustieren, die man sich vorstellen kann. Fröhlich, traurig, ängstlich, es gibt wohl kaum ein Gefühl, das man ihnen im Gesicht ablesen könnte. In dem fantastischen Bilderbuch „Heute bin ich“ von Mies van Hout, das 2012 bei aracari erschien, sieht das jedoch ganz anders aus. Hier werden Gefühle pur präsentiert. Auf jeder Doppelseite ist ein Fisch auf schwarzem Grund abgebildet, der jeweils in einer anderen Stimmung ist. Von A wie ängstlich bis Z wie zufrieden ist alles dabei. Beim Aufräumen meines Büros fiel mir neben dem eigentlichen Bilderbuch auch ein Kunstkarten-Set in die Hand, das auf 20 Karten Fische mit ganz unterschiedlichen Gefühlen zeigt. Ich bin der Meinung, dass diese Karte dringend geschrieben werden müssten, denn hin und wieder sollten wir unsere Lieben auch einmal mit ein paar ganz analogen Zeilen beglücken. Überzeuge mich mit einem pfiffigen Kommentar, dass gerade DU unbedingt mal wieder Karten schreiben müsstest. Am Ende bin ich dann so zufrieden wie der grüne Fisch und schicke sie dir zu! Ich versende die hochemotionalen Fische aufgrund der …

Leipziger Lesekompass 2015: Die Gewinner

Soeben wurden in Leipzig die diesjährigen Siegertitel des Leipziger Lesekompass prämiert. Der Leipziger Lesekompass zeichnet Kinder- und Jugendbücher aus, die Lesespaß mit kreativen Ansätzen der Leseförderung verbinden. Ausgewählt werden sie von einer Jury aus unabhängigen Fachleuten der Bereiche Kita, Schule, Bibliothek und Buchhandel, aber auch aus jugendlichen Lesern und Bloggern. Prämiert werden jeweils Neuerscheinungen, die im Zeitraum zwischen zwei Leipziger Buchmessen (zwischen März und März) erschienen sind. Hier findet ihr die Gewinner (10 Bücher und Medien) aus jeder Kategorie. Mit einem Klick auf das Cover könnt ihr in den Büchern blättern. Kategorie 2 bis 6 Jahre: Kategorie 6 bis 10 Jahre: Kategorie 10 bis 14 Jahre:

Wie sehr schmerzt der Tod? Bilderbücher über Tod, Verlust und Trauer

„Manchmal bekomme ich eine richtige Wut deswegen. Dann sage ich mir: ‚Was fällt ihm ein, einfach so zu sterben? Was fällt ihm ein, mich so traurig zu machen?‘“ So erzählt Michael Rosen in seinem Bilderbuch „Mein trauriges Buch“. Starke Worte mit ebenso eindrucksvollen Illustrationen von Quentin Blake liest man in diesem Kinderbuch für ab 5-Jährige. Mein erstes Kinderbuch zum Thema Tod, Trauer und Verlust hielt ich im Frühjahr in den Händen. Ich kann mich noch recht genau erinnern, wie ich beim Lesen von Kai Lüftners „Für immer“ schlucken musste. Sein Bilderbuch erfuhr letztes Jahr viel Beachtung. Ich nahm es zwar am Rande wahr, denn schließlich tauchte es in meiner Internetblase immer wieder an verschiedenen Stellen auf, aber in den Händen hielt ich es erst viel später. Ich war mit der Zeit immer neugieriger auf das Kinderbuch geworden, dass bei diesem hochemotionalen Thema so viel gelobt wurde und schließlich als eines der ganz wenigen Kinderbücher sogar im Fernsehen zur besten Abendzeit vorgestellt wurde. Was braucht ein gutes Kinderbuch über Tod, Trauer und Verlust? Soll es pädagogisch …

Ritter Wüterich und Drache Borste auf Schloss Burg

Hoch über der Wupper thront Schloss Burg. Den etwas außergewöhnlichen Namen aus Schloss und Burg erhielt der Stammsitz der Grafen von Berg im 15. Jahrhundert nach Abschluss der Umbauarbeiten zum Jagdschloss. Und genau an diesem Ort, im Rittersaal um genau zu sein, fand am gestrigen bundesweiten Vorlesetag die erste Patenschaftsübernahme für zwei Bilderbuchhelden statt. Keine geringere als Annette Langen, Autorin von mehr als 80 Kinderbüchern (u.a. Felix der Reisehase), hatte zur feierlichen Zeremonie eingeladen, um ihren neuen Bilderbuchhelden Ritter Wüterich und Drache Borste zwei Paten zur Seite zu stellen. Andreas Maximilian Tim Ritter Clanner von Engelshofen, der als Patenonkel von Ritter Wüterich fungieren sollte, musste bedauerlicherweise kurzfristig absagen. Aufgrund eines Infekts blieb seine Ritterrüstung im Schrank. Die Drachenbeauftragte der Phantastischen Bibliothek in Wetzlar Maren Bonacker hingegen kam zwar nicht auf dem Rücken eines Drachen geflogen, brachte dafür als Drachenkennerin – es sollen sich schließlich einige in der Phantastischen Bibliothek rumtreiben – das richtige Geschenk für ihr „Patenkind“ mit: zwei Feuersteine, falls es in der feuchten Drachenhöhle beim Feuerspucken zu Startschwierigkeiten kommen sollte. Auch Ritter Wüterich …