Unglaublich fantasievoll

"Der Riesentöter" von Iain Lawrence ist für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2018 in der Kategorie Kinderbuch nominiert.

Der Riesentöter

RiesentöterKinderbuch ab 11
von Iain Lawrene
übersetzt von Alexandra Ernst
Verlag Freies Geistesleben 2018

Laurie ist eine geniale Geschichtenerfinderin, und mit ihrer besonderen Begabung entführt sie die Kinder einer Polio-Station in eine fantastische Welt. Was als Fabulieren beginnt, wird schließlich so wichtig wie das Leben selbst. In der Auseinandersetzung mit ihrer Krankheit entwickeln die Kinder einen bewundernswerten Mut. Als ihr Freund Dickie an Kinderlähmung erkrankt, besucht Laurie ihn in der Klinik. Dort lernt sie weitere junge Polio-Patienten kennen. Für die Kinder beginnt Laurie eine Geschichte zu erzählen: vom randalierenden Riesen Collosso und dem Jungen Jimmy, der zum Riesentöter berufen ist. Immer mehr fantastische Wesen treten auf, und schließlich glaubt Dickie, selbst eine Figur im erzählten Geschehen zu sein. Auch die anderen entdecken sich in der Handlung wieder. Sie werden von der Schilderung ganz in den Bann gezogen, und als Laurie nicht mehr weitererzählen kann, helfen sie mit, die Geschichte des Riesentöters zu Ende zu bringen. Damit verändert sich auch ihr Leben in erstaunlicher Weise.

Kurz notiert

Dieser Titel ist im vergangenen Lesejahr an mir vorbeigegangen. Erst durch die Nominierung der Kritikerjury für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2018 wurde ich auf ihn aufmerksam. Zum Glück!

An dieser Geschichte ist wirklich alles außergewöhnlich. Sie beginnt im Jahr 1955 und erzählt von einem uns heute kaum noch bekannten Abschnitt medizinischer Geschichte, der Bekämpfung der Kinderlähmung (Polio). Dies ist allerdings nur eine Erzählebene, denn mit der Geschichtenerzählerin Laurie gelangen wir über die Große Nordroute ins Land der Riesen.

Zunächst laufen die beiden Erzählstränge parallel nebeneinander her. Im Krankenhaus erzählt Laurie ihren Freunden die fantasievolle Geschichte von Collosso und Jimmy dem Riesentöter, Zuhause dreht sich ihr Leben um die heimtückische Krankheit Polio, denn ihr Vater hat sein Leben dem Sammeln von Spendengeldern für den Kampf gegen die Krankheit gewidmet.

Doch nach und nach verweben sich die beiden Erzählebenen miteinander und die Kinder der Polio-Station werden zu Protagonisten in Lauries Geschichte, in der der Riese Collosso (die Krankheit Polio) besiegt werden muss.

Der Riesentöter ist ein spannendes, fesselndes und ungeheuer fantasievolles Buch, das ich verschlungen habe.

Stefanie Leo - Frau Bücherkinder

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