10 Fragen an Susanne Orosz

Uns alle verbinden gute Geschichten und die Leidenschaft, Kinder und Jugendliche für diese zu begeistern. Im Rahmen der Bücherkinder-Interview-Reihe möchte ich diese Menschen vorstellen.

© Stefan Hofmann

Wer sind Sie und wie sieht Ihre Arbeit mit Kinderbüchern aus?

Ich bin Entdeckerin, Forscherin, Gärtnerin und Reisende. Dabei fallen mir Geschichten ein, die ich aufschreibe. Früher in Drehbuchform für´s Fernsehen (ARD, ZFD), jetzt als Kinder- und Jugendbücher und als Radiogeschichten.

Wie würden Sie sich aktuell in drei Hashtags (#) beschreiben?
#fahrradaffin #wanderlustig #lesefiebrig#

Welches Buch liegt derzeit ganz oben auf Ihrem Nachttisch und warum?

“Der Rubin im Rauch“ von Philip Pullmann. Ich lag im Krankenhaus, mir ging´s richtig schlecht und das Buch hat mich da „rausgeholt“. Seither lese ich die Sally-Lockhart-Tales immer wieder. Die Storys sind atemberaubend und voll erstaunlicher Charaktere – zum Teil finster und hemmungslos. So was vermisse ich in deutschen Kinder- und Jugendbüchern.

Wie beeinflusst Ihre Arbeit mit bzw. für Kinder und Jugendliche Ihre Sicht auf die heutige Gesellschaft und unsere Welt?

Ich beschäftige mich intensiv mit Werten und der Frage, welche ich vermitteln will. Was macht Sinn angesichts digitaler Herausforderungen, radikalisierter Denkweisen und Klimawandel? Ich beziehe in meinen Geschichten oft eine klare ethische Position.

Was ist die treibende Kraft, auch weiterhin was mit Kinderbüchern zu machen?

Geld natürlich!!! Und Spaß am Erzählen. Ideen einzufangen, damit zu spielen, sie umzusetzen ist toll. Andere machen Musik, malen oder fahren schnelle Autos. Geschichten schreiben ist meine Leidenschaft.

Wie begeistern Sie potenzielle Nichtleser für das Buch?

Bei meinen Lesungen sind Kinder Handlungsträger. Sie setzen Masken auf, spielen, experimentieren, erzählen. Sie werden produktiv und damit neugierig auf Texte.

Was macht für Sie ein gutes Kinderbuch aus?

Figuren und Szenen, die im Kopf bleiben, überraschende Wendungen und Storys, bei denen mir die Luft wegbleibt.

Wie hat sich Ihre Arbeit mit fortschreitender Digitalisierung verändert?

Die Recherchearbeit ist viel leichter geworden. Auch die Kommunikation mit KollegInnen und Verlagen.

Welche sozialen Netzwerke nutzen Sie und warum?
Keine.

Mit welchem Kinderbuchmenschen sollten wir dieses Interview unbedingt mal führen?

Mit Marie-Thérèse Schins aus dem Netzwerk der Elbautoren!


Webseite der Elbautoren
Porträt und Beitragsbild: © Stefan Hofmann

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