Eselsohr Mai 2019

Unsere Eselsohren im Mai

Die monatlich in der Eselsohr erscheinenden (Hör-)Buchtipps aus der Kinder- und Jugendredaktion gibt es hier zum Nachlesen.

Auf Seite 34 der Zeitschrift Eselsohr gab es im Mai folgende Buchtipps:
Ole (9): Stories for boys who dare to be different
Lea (11): Twyns, Band 1
Fjon (11): Billionen Boy Hörbuch
Isabella (11): Geheimagentin Candy und die Schokoladenmafia
Nicole (9):  Fitz Fups muss weg

Und da unsere Zeichenanzahl natürlich begrenzt ist, gibt es unterhalb der Printansicht nochmal alle Buchtipps in ungekürzter Version nachzulesen.

In dem Buch „Stories for Boys who dare to be different“ geht es um Jungen und Männer, die sich getraut haben, anders zu sein als der Rest der Welt. Sie sind mutig ihren eigenen Weg gegangen, haben nie aufgegeben und ihre Träume verwirklicht.
100 verschiedene Helden werden vorgestellt. Immer auf einer Seite ist ein gezeichnetes Bild der Person zu sehen und auf der zweiten Seite folgt die Beschreibung.
Die Schriftseiten sind farbig, das ist einerseits schön, andererseits ist es manchmal schwieriger den Text zu lesen. Besonders bei dunkelblau finde ich es anstrengend.
Die Auswahl der Menschen gefällt mir sehr gut, weil sehr unterschiedliche Geschichten genommen wurden. Es sind für jeden Vorbilder dabei.
Das Buch ist nicht nur für Jungen, das können genauso auch Mädchen lesen.
Ich empfehle es ab einem Alter von 9 Jahren, aber auch für Jugendliche und Erwachsene.
Trotz der anstrengend zu lesenden Seiten gebe ich dem Buch 5 Sterne, weil es mir gezeigt hat, wie wichtig es ist, nie den Mut zu verlieren.
Ben Brooks/Quinton Winter (Illu.): Stories for boys who dare to be different. Vom Mut, anders zu sein
(Aus dem Englischen von Ulrich Thiele, Anja Seelow, Bea Reiter, Heinrich Koop, Franca Fritz, Loewe 2018, ab 10)

In dem Buch „Twyns“ geht es um zwei Mädchen, die in verschiedenen Welten leben. Wynn lebt in der Anderwelt voller Fabelwesen und Anny in der Menschenwelt. Beide sind manchmal nicht so zufrieden mit ihrem Leben, denn Wynn darf das Schloss ihrer Mutter nicht verlassen und Anny hat in ihrer Schule keine Freunde. Auf der Flucht vor den Wachen des bösen Königs kommt Wynn auf magische Weise in die Menschenwelt. Dort trifft sie Anny. Die Beiden stellen fest, dass sie sich sehr ähnlich sehen und beschließen kurzerhand dies auszunützen. Wynn soll an Stelle von Anny deren Vater helfen so dass Anny selbst zu einem Konzert gehen kann. Doch die Leibwache von Wynn taucht auf und nimmt Anny anstatt Wynn mit in die Anderwelt. Dort berichtet diese alles Wynns Mutter und stellt fest, dass sie Wynns Zwillingsschwester ist. Schließlich findet die Leibwache auch Wynn. Der Vater der Beiden wird allerdings vom bösen König gefangengenommen. Beim Versuch ihn zu befreien wird ihre Mutter ebenfalls überwältigt und nun liegt es an den Zwillingen ihre Eltern zu befreien.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Das Titelbild und der Titel machen neugierig auf das Buch ohne zu viel über den Inhalt zu verraten. Es hat 308 Seiten und ist in 48 nicht zu lange Kapitel unterteilt. Es ist sowohl spannend als auch gefühlvoll und lustig. Man kann sich super in die Hautfiguren hineinversetzen. Ich wusste immer wo die Personen sind, was sie machen und wie sie sich dabei fühlen. Es tauchen viele lustige Fabelwesen mit magischen Eigenschaften auf. Diese werden schön und ausschmückend aber auch verständlich beschrieben. Dadurch kann man sie sich gut vorstellen. Die Spannung baut sich immer weiter auf. Es tauchen immer mehr unbeantwortete Fragen auf, die dann am Ende alle aufgeklärt werden.
Ich empfehle das Buch für Mädchen ab 10 Jahren und gebe ihm 5 Sterne.
Michael Peinkofer: Twyns, Bd. 1: Die magischen Zwillinge
(Ravensburger 2018, ab 10)

Joe Spud hat alles, was man sich nur wünschen und vorstellen kann. SeinVater hat Billionen mit Klopapier gemacht. „Saupo“ ist sehr erfolgreich, nur ist es für einen 12-jährigen Jungen
unerträglich, sagen zu müssen, dass der Herr Vater Geld mit Klopapier macht. In seiner Privatschule wird er gemobbt und gehänselt, denn Joe ist dick und dann ist da eben die Tatsache, dass sein Vater einen komischen Beruf hat.
Was Joe auch noch fehlt, ist ein bester Freund; und so fragt er seinen Vater, ob er in eine ganz normale Schule gehen darf, wo niemand weiß, wer er ist – denn das will er unbedingt geheim halten. Er lernt dort Bob kennen, einen ebenfalls übergewichtigen Jungen, und versucht etwas schwerfällig, seine Freundschaft zu gewinnen. Joe hat es halt nie gelernt und nutzt all zu oft einfach sein Geld, was bei Bob nicht so gut ankommt. Dann kommt der Tag, an dem Bob erfährt, dass Joe reich ist …
Kolja Ullmann hat das Hörbuch richtig gut gesprochen, gerade die völlig verrückten Situationen hat er so gesprochen, dass ich mitlachen musste!
Mein erster Gedanke war natürlich, dass es absolut klasse wäre, soviel Geld zu haben und damit machen zu können, was ich will. In Gedanken habe ich mir ganz viele, tolle Sachen gekauft. Mein zweiter Gedanke war dann aber, ob ich dann auch echte Freunde hätte oder eben nur Menschen um mich, die so tun, als ob sie meine Freunde sind, weil sie mein Geld wollen. Die Idee, inkognito an eine andere Schule zu wechseln und so nochmal neu anzufangen, fand ich toll, genauso wie direkt angesprochen zu werden, so war ich fast in der Geschichte mit drin.
Die 3 CDs mit fast 4 Stunden Hörzeit sind für Kinder ab 10 Jahren geeignet. Ich gebe dem ungewöhnlichem und witzigen Hörbuch, das auch zum Träumen nach dem Motto „was wäre, wenn?“, einlädt, 5 von 5 Sternen.
David Walliams: Billionen-Boy
(Aus dem Englischen von Dorothee Haentjes, gesprochen von Kostja Ullmann, Argon Sauerländer Audio 2018, ab 10)

In dem Buch „Die Schokoladen-Mafia“ von Lavie Tidhar geht es um die 12-jährige Detektivin Nelle Faulkner – Agentin Candy. Sie lebt in einer Stadt, in der das Essen von Süßigkeiten illegal ist und der Schwarzmarkt die Versorgung übernimmt. Die wichtigsten Schmuggler in der Geschichte sind: Waffles, der hauptsächlich Gebäck verkauft und Eddie de Menthe Bonbons und Schokolade.
In den Sommerferien bekommt Nelle von Eddie einen Auftrag und verwickelt sich bei ihrer Suche nach einem Teddy, der einfach Teddy heißt, immer mehr mit der Schokoladenmafia.
Schon der Klappentext ist sehr spannend und macht ziemlich neugierig. Die Kapitel sind durchnummeriert und mit einem kleinen Bild statt einer Überschrift versehen. Ansonsten gibt es im Buch keine Bilder. Die Schrift ist sehr gut lesbar und wenn etwas Wichtiges gesagt wird, wird das durch eine andere Schrift hervorgehoben.
Mir hat die Spannung besonders gefallen und ich konnte mir die Geschichte im Kopf richtig gut ausmalen. Dieses Buch ist für Kinder zwischen 8 und 13 Jahren zu empfehlen, besonders für Detektiv-Fans. Ich gebe ihm 5 Sterne, weil es sehr spannend und mitreißend ist.
Lavie Tidhar/Max Meinzold (Illu.): Geheimagentin Candy und die Schokoladen-Mafia
(Aus dem Englischen von Anja Seelow und Ulrike Köbele, Loewe 2018, ab 10)

In dem Buch „Fitz Fups muss weg“ geht es um die 10-jährige Phine, deren kleine Schwester von einem Auto angefahren wurde. Deshalb zieht sie für eine Weile zu ihrem nervigen Cousin Graham, da ihre Mama im Krankenhaus bei der Schwester bleiben muss.
Mit ihm zusammen fällt sie die Kellertreppe, in ein fremdes Land, hinunter. Dort erwachen die Lieblingsspielzeuge ihrer Schwester zum Leben. Fitz Fups, der böse Herrscher des Landes, ist einer von ihnen. Er möchte das Volk der Wimblys, die aussehen wie Mülltonnen und sehr verschiedene Eigenschaften haben, beherrschen. Zusammen mit Graham, einer besserwisserischen Plastikkarotte und einem lila Plüschelefanten helfen sie den Wimblys gegen die Unterdrückung.
Im Gegensatz zur Geschichte sieht das Titelbild nicht sehr vielversprechend aus, dafür hat das Buch ein Lesebändchen. Es ist spannend und fesselnd und ich habe es gerne gelesen. Es hat 314 Seiten und 34 Kapitel und ist für Kinder zwischen 8 und 11 Jahren geeignet. Ich gebe ihm 5 Sterne.
Lissa Evans: Fitz Fups muss weg
(Aus dem Englischen von Elisa Martins, Mixtvision 2019, ab 9)

 

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