Unsere Eselsohren im März

Die monatlich in der Eselsohr erscheinenden (Hör-)Buchtipps aus der Kinder- und Jugendredaktion gibt es hier zum Nachlesen.

Auf Seite 38 der Zeitschrift Eselsohr gab es im März dieses Mal folgende Buchtipps:
Lara (8): Professor Plumbums Bleistift, Bd. 1
Lea (11): Retter der verlorenen Bücher, Bd. 1
Nathanael (12): Der Detektiv von Paris
Clara (12): Taurus – Die Erben der Macht, Bd. 1
Ole (9):  Der Weltenexpress, Bd. 1 – Hörbuch

Und da unsere Zeichenanzahl natürlich begrenzt ist, gibt es unterhalb der Printansicht nochmal alle Buchtipps in ungekürzter Version nachzulesen.

Am Ende der Kastanienstraße ist ein Haus, in dem Hanna und Henri wohnen. Im Haus ist auch ein Schreibwarenladen, wo Professor Plumbum nicht nur Schulhefte und Malpapier verkauft, sondern auch Schokolade und Lakritze. Eines Tages machen Hanna und Henri gemeinsam Hausaufgaben, als Henri Hanna einen besonderen Stift gibt. Hanna vermutet, dass er vom Professor ist, doch Henri sagt, er hat ihn im Treppenhaus gefunden. An Professor Plumbum kann er ihn ja zurückgeben, wenn sie ihn mal ausprobiert haben. Der Stift hat eine Weltkugel am Ende und einen blauen Spiraldraht drumherum. Als Hanna mit dem Stift schreibt fegt ein Wind durch das Zimmer wie ein Wirbelsturm. Damit verschwinden Hanna und Henri mit der Katze Karuso aus dem Zimmer und das Abenteuer beginnt.
Hanna und Henri landen im alten Ägypten. Dort treffen sie die Mumie Tutdochnix, die ihren Grabraum verloren hat und herumirrt. Ein Krokodil möchte die Mumie fressen. Hanna und Henri entscheiden sich, der Mumie zu helfen. Henri nimmt ein Kaugummi aus der Hosentasche und wirft es dem Krokodil ins Maul. So lenken sie es ab und fliehen. Aber ob sie der Mumie helfen können, verrate ich nicht.
Das Buch Professor Plumbums Bleistift hat mir gefallen, weil die Figuren lustig waren. Am meisten fand ich die rechteckige Mumie Tutdochnix witzig gezeichnet. Auf einer Seite war auch eine mumifizierte Maus, die ihre Zunge rausstreckt. Die Katze Karuso hat komische Augen. Darüber musste ich lachen. Das Krokodil ist dick, tollpatschig und gemein. Das Bild war genau so gezeichnet. Die bunten Bilder haben mir im ganzen Buch gefallen, weil ich mich mit ihnen in die Geschichte vertiefen konnte. Ich war gespannt, was am Ende mit der Mumie passiert.
Die Schrift ist nicht sehr groß und ist für geübte Leser geeignet, für Mädchen und Jungen.
Nina Hundertschnee: Professor Plumbums Bleistift: Mumien-Alarm! (Bd. 1)
(Carlsen 2018, ab 6)

In dem Buch geht es um die drei Freunde und Bücherwürmer Emma, Maya und Oskar, die eine erschreckende Entdeckung machen: ihr Lieblingsaufenthaltsort, die Bücherei, hat geschlossen. Sie wollen der Sache auf den Grund gehen und statten deshalb der Bibliothekarin Frau Müller-Liebelein einen Besuch ab. Diese erzählt, dass die Bibliothek schließen muss. Als Dank dafür, dass die Kinder ihr beim Umzug der Bücher in einen Kellerraum helfen, bekommen sie ein besonderes Buch geschenkt. Dieses führt sie über unbekannte Wege in die Zeit des Robin Hood. Doch der für seine Heldentaten bekannte Räuber ist in Wirklichkeit ein skrupelloser Angeber, den die Freunde zur Vernunft bringen müssen.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es hat 184 Seiten und ist in 21 nicht zu lange Kapitel unterteilt. Es ist sowohl spannend als auch lustig. Die Handlung ist verständlich beschrieben und man versteht immer wo sich die Leute gerade befinden und was gerade passiert. Es gibt ein paar Bilder, die sehr schön gezeichnet sind. Ich habe das Buch gesehen und sofort Lust bekommen es zu lesen, auch weil das Titelbild und die Überschrift so einladend gewirkt haben. Außerdem finde ich es lustig, dass immer wenn sich die Kinder in der Zeit des Robin Hood befinden, der Text mit kleinen gezeichneten Pfeilen umrandet ist.
Wenn man das Buch liest, fühlt man sich wie eine der Hauptfiguren. Man kann sich in das Buch so gut hineinversetzen als wäre man selbst Teil der Geschichte. Man möchte gar nicht aufhören zu lesen, so spannend ist es geschrieben. Doch auch lustige Momente kommen nicht zu kurz und am Schluss gibt es natürlich ein Happy End. Ich empfehle das Buch für Jungen und Mädchen ab der 4. Klasse und gebe ihm 5 Sterne.
Rüdiger Bertram: Retter der verlorenen Bücher: Mission Robin Hood (Bd. 1)
(Ueberreuter 2018, ab 8)

Am 23. Juni 1775 wird François Eugène Vidocq, der Sohn eines Bäckers aus Arras, in einer stürmischen Nacht geboren. Daraufhin prophezeit die Hebamme, die nebenbei als Magierin und Handleserin arbeitet, dass der Junge ein stürmisches Leben haben wird. Das hat er auch!
Denn 1809 wird Vidocq von der Polizei dringend gesucht, da er schon 25-mal aus verschiedenen französischen Gefängnissen ausgebrochen ist.
Doch eigentlich hat er es satt, dauernd von der Polizei gejagt zu werden, gefangen zu sein und dann wieder auszubrechen, daher hat er die Idee, selbst auf Verbrecherjagd zu gehen. Sogar der Polizeipräsident ist einverstanden, ihn aus dem Gefängnis zu entlassen, um die Sûreté, eine Spezialeinheit der französischen Polizei, zu gründen und zu führen. Die Sûreté ist mit ihrem Konzept sehr erfolgreich, daher wird Vidocq zu einem angesehenen Mann. Er stirbt, sehr berühmt, am 11. Mai 1857 im Alter von 82 Jahren.
Ich gebe dem Buch 5 Sterne, weil es sehr humorvoll und gleichzeitig sehr ernst und spannend geschrieben ist. Es handelt sich um eine wahre Geschichte. François Eugène Vidocq hat wirklich zu diesem Zeitpunkt gelebt und sein Unwesen in Paris getrieben. Er gilt als „der erste Detektiv“ und daher als „Vater der Kriminalistik“, denn sowohl Scotland Yard als auch das FBI haben sich seine Methoden zum Vorbild genommen.
Das 284 Seiten starke Buch hat keine Bilder und ist im Hardcover-Format gebunden.
Ich finde das Titelmotiv schön, da es auf „alt“ gemacht ist und man Vidocq mit seinem roten Zylinder und Frack vor der Kathedrale Notre Dame hocken sieht.
Walter Hansen: Der Detektiv von Paris – Das abenteuerliche Leben des François Vidocq
(Ueberreuter 2018, ab 12)

Das Buch Taurus die Erben der Macht wurde von Michael Templar geschrieben. In dem Buch geht es um die 13-jährige Natalie Hardaker, deren Großvater von Gestalten mit gehörnten Tiermasken gekidnappt wird. Also nimmt sie die Verfolgung auf. Dies macht sie gemeinsam mit ihrem Freund dem Millionärssohn Giles und dessen Bodyguard. Im Privatjet. Doch bald werden sie selbst zu Gejagten und ihre Gegner sind skrupellos. Warum haben diese Leute ihren Großvater entführt? Und was ist das geheimnisvolle Oraklum? Lest selbst!
Das Cover und der Klappentext haben mich sofort fasziniert. Das Cover sah cool aus und ich habe mich schon oft im Buchladen gefragt, ob ich das Buch mitnehmen soll. Der Klappentext ist spannend und passt gut zur Geschichte. Das Buch ist leicht zu lesen, hat 295 Seiten und ist in 21 Kapitel unterteilt. Zu jedem neuen Kapitel ist ein anderes Sternbild und dessen Bedeutung aufgezählt. Außerdem passt die Bedeutung immer zu dem nachfolgenden Kapitel. Man ist dann immer ganz gespannt, wenn man die Bedeutung liest.
Taurus ist der erste Band von hoffentlich noch vielen weiteren! Mir hat das Buch super gut gefallen und ich hoffe, es gefällt Jungen und Mädchen von 11- 14 Jahren genauso gut.
Michael Templar: Taurus: Die Erben der Macht (Bd. 1)
(Aus dem Englischen von Nadine Mannchen, Oetinger 2018, ab 10)

Die 13-jährige Flinn ist jede Nacht an einem stillgelegten Bahnhof und träumt vor sich hin. Sie denkt an ihren Halbbruder Jonte, der dort vor zwei Jahren spurlos verschwand. Eines Nachts kommt aus dem Nichts plötzlich eine Dampflokomotive mit Anhängern angefahren. Flinn springt im letzten Moment auf, obwohl sie kein Ticket hat. Dieser besondere Zug fährt mit Magie-Technologie und ist ein Internat für Kinder, die eines Tages zu großen Helden werden. Flinns Reise in eine spannende und gefährliche magische Welt beginnt. Wird sie Jonte finden?
Mir gefällt das Hörbuch sehr gut. Der Sprecher Rainer Strecker hat eine angenehme Stimme, der ich gerne zuhöre. Die magische Geschichte ist spannend und oft überraschend. Sie macht mich neugierig auf die weitere Reise des Zuges und Flinns Erlebnisse. Die Covergestaltung mit den geheimnisvollen Zeichnungen passt sehr gut zur Geschichte und regt meine Phantasie an.
Insgesamt besteht das Hörbuch aus 4 CDs, die in mehrere Kapitel unterteilt sind. Ich würde das Hörbuch ab 8 Jahren empfehlen, wenn Kinder Ausdauer beim Zuhören haben, da die Lesung eine Länge von 321 Minuten hat.
Ich gebe dem Hörbuch 5 Sterne, da mich die phantasievolle Geschichte mit viel Magie-Technologie beeindruckt hat.
Anca Sturm: Der Weltenexpress (Bd. 1)
(gelesen von Rainer Strecker, Silberfisch 2018, ab 10)

 

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