Unsere Eselsohren im Juni

Auf Seite 34 der Zeitschrift Eselsohr gab es im Juni folgende Buchtipps:
Jule (9): Die nahezu unerschrockenen 5
Leyla (13): Siebengeschichten Hörbuch
Yannic (13): The Crown’s Game
Noah (15): Bienenkönigin Hörbuch
Joshua (10):  Die Helikopterbande und das Raubtier aus China

Und da unsere Zeichenanzahl natürlich begrenzt ist, gibt es unterhalb der Printansicht nochmal alle Buchtipps in ungekürzter Version nachzulesen.

Das Buch „Die nahezu unerschrockenen 5“ von Barbara van den Speulhof ist ein Buch mit sehr vielen Abenteuern. Es handelt von einer Gang, die aus fünf Kindern besteht. Der Jüngste, er heißt Linus, muss noch eine Mutprobe bestehen, um ganz bei der Gang dabei zu sein. Seine Aufgabe ist es, sich in das Haus der alten Wanda zu schleichen. Eigentlich ist es verboten dort hinzugehen, weil sie eine Hexe sein soll. Am Ende kommt es ganz anders als alle denken! Die Namen der Kinder sind Siri, Linus, Erwin, Fine und Tilda.
Den Rest müsst ihr selber lesen. Es war ein fest gebundenes Buch mit süßen Bildern. Es gibt keine richtigen Titel für die Kapitel, aber das stört nicht weiter. Das Buch umfasst 205 Seiten und es hat mir wirklich sehr gut gefallen, da immer genug Spannung in den Abenteuer war. Ich empfehle es ab 8 Jahren! Ich gebe dem Buch 5 Sterne!
Barbara vban den Speulhof/Astrid Henn (Illu.): Die nahezu unerschrockenen 5
(Fischer KJB 2019, ab 8)

Das Hörspiel „Siebengeschichten“ von Nina Blazon besteht aus drei CDs (238 Min.). Diese beinhalten sieben in sich geschlossene Geschichten.
Die Hülle der CDs kann von der Mitte in zwei Richtungen aufgeklappt werden. Auf dem Cover ist eine handgezeichnete Abbildung eines geistähnlichen Wesens. Es schaut hinter flatternden Gardinen in einen geschlossenen Raum, zum Betrachter hin. Die Farben haben blau-grau Töne und erwecken ein gespenstisches Gefühl. Auf der Hinterseite steht der Klappentext und darunter erkennt man sieben fast abgebrannte Kerzen. Da die Kerzen aber sehr nah aneinander stehen kann man zuerst keinen Zusammenhang zu den sieben Geschichten erschließen. Hier wird der Platz für die Verbindung zum Inhalt nicht wirklich gut ausgenutzt.
Jede Erzählung beginnt mit der Ankündigung des Titels und wird in Tracks unterteilt und wiedergegeben. So kann man auch später zu der letzten gehörten Stelle zurückfinden. Es ist ein sehr buntes Gemisch an dunklen und düsteren Erzählungen. So gibt es eine Geschichte über eine Mädchenclique an einem Benediktiner Kloster in Irland, Skyrgamor, ein von der verstorbenen Oma genähter Troll, einem wurzelschlagenden und katzenfressenden Tannenbaum oder einem Ausflug zu einem Dämonenwald in Japan.
Die Geschichten fangen ruhig an, doch schnell wird dies eine unheimliche Einführung. Die Geschichten sind dicht und relativ kurz. Sie sind spannend aufgebaut und erzählt. Mein Herz raste an manchen Stellen. Die Geschichten waren für die Ohren bestimmt und ich hatte nicht das Gefühl, dass ein Buch als Hörspiel vertont wurde. Deshalb waren die Geschichten authentisch und gruselig. Gänsehaut garantiert.
Das Hörspiel wird zuerst von Svenja Pages und ab der dritten Geschichte im Wechsel mit Peter Kaempfe vorgetragen. Es gibt keine begleitende Musik oder Hintergrundgeräusche. Der Anfang der CD wirkt daher etwas „leer“. Eine einleitende, wenn auch kurze, akustische Begleitung wäre gut gewesen.
Ich würde dieses Hörspiel für Mädchen und Jungs ab 13 empfehlen, die schaurige Erzählungen mögen.
Nina Blazon: Siebengeschichten
(Gesprochen von Svenja Pages und Peter Kaempfe, Audiolino 2018, ab 12)

Es geht um zwei Magier, die ein Spiel bis zum Tode auf sich nehmen, um Zauberer des Zaren zu werden.
Das Titelbild des Buches macht direkt Lust, es zu lesen. Die Schrift im Buch ist groß und man kann sie gut lesen. Auch die Idee dahinter finde ich sehr faszinierend und trifft genau meinen Nerv. Leider ist der Klappentext irreführend, da es so scheint, als hätten beide Magier jeweils nur zwei Fähigkeiten, in Wahrheit können sie aber alles zaubern, solange es nicht ihre Kraft übersteigt, sie sind halt nur auf bestimmte Magie spezialisiert. Diese ist im Buch aber gut beschrieben, so dass man beim Vorstellen in eine bestimmte Richtung getrieben wird, sich aber dennoch seinen Teil dazu denken kann. Auch gut vorstellen konnte man sich berühmte Plätze in Russland, wie zum Beispiel den Newski-Prospekt. Allgemein konnte man was über die Kultur Russlands erfahren. Und auch nicht bloß die russische Sprache war in dem Buch vorhanden, denn auch französische Sätze stecken in der Geschichte drin. Das machte mir, als Französischschüler, viel Spaß zu übersetzen.
Ich finde es gut, dass am Ende, doch nicht alles gut ausgegangen ist, denn das wäre in der Geschichte gar nicht passend gewesen. Allerdings wurde das Ende doch ein bisschen verharmlost. Ungerecht finde ich es, dass das Mädchen sich immer mit Magie aus Notsituationen hilft, während der Junge auf das Mitleid der anderen Person angewiesen ist. Die Charaktere sind dennoch sehr einfallsreich erschaffen worden und es ist interessant, sie sich genauer anzuschauen. Schlussfolgernd denke ich, dass in diesem Buch genug Potenzial für einen nächsten Band steckt, auch wenn der auf einer anderen Grundidee basieren müsste. Ich finde, dass das Buch ab 12 geeignet ist und vergebe 5 Sterne.
Evelyn Skye: The Crowns’s Game
(Aus dem Englischen von Friederike Levin, Beltz & Gelberg 2018, ab 14)

Melissa, die Mel (das ist lateinisch für Honig) genannt wird, ist in der Selbstfindungsphase. Macht mal dies, dann das. Nachdem Josh ein Zimmer in seinem Haus vermieten muss und Mel dort einzieht, suchen sie sich weitere naturverbundene Mitbewohner. Ihre WG wird liebevoll „Beehive“
(Bienenstock) genannt, weil sie einen Bienenstock im Garten haben. Mit Bienen konnte Mel schon immer. Wie ihre Oma hat sie die Gabe, mit ihnen zu kommunizieren – und plötzlich ist richtig was los im Bienenstock: eine schwarze Drohne in der Form einer Biene hat sich in den Stock geschlichen, und so harmlos, wie sie aussieht, ist sie leider nicht. Ihre Aufgabe ist es, Bienenvölker auszurotten. Mel und ihre Freunde versuchen, das zu verhindern.
Ich finde das Cover ansprechend. Die Bienen im „Honig“, vielleicht hätten Waben statt Kreise besser gepasst, aber die Farben harmonisieren.
Die Sprecherin Leonie Landas liest das Hörbuch richtig gut. Ich konnte die einzelnen Stimmungen erfühlen und war ganz nah dabei.
Das Hörbuch hat viel Zukunftsweisendes! Wenn wir so weiter machen und die letzte Biene stirbt, dann wird es auch Menschen nicht mehr geben und das kann man so klar sagen! Ich kann es auch nicht verstehen, warum die Umwelt so dermaßen zerstört wird von großen Firmen, von Giften, Bohrungen – und alle sehen zu! Ist es den Alten egal? Ja, die sterben, bevor es richtig schlimm wird, aber was ist mit mir? Mit meinen Kindern? Manchmal möchte ich die Alten schütteln, um die Dummheit aus ihnen raus zu bekommen und ihnen Hörbücher wie „Bienenkönigin“ zeigen, sodass auch sie die Botschaft verstehen – eine Botschaft, die eigentlich klar ist.
Ein Thriller mit Fantasy, der zur Realität werden kann. Ich gebe dem Hörbuch 5 von 5 Sternen.
Claudia Praxmeyer: Bienenkönigin
(gesprochen von Leonie Landa, Der Hörverlag 2018, ab 13)

In dem Buch „Die Helikopterbande und das Raubtier aus China“ von Christina Erbertz geht es um vier Kinder, sie heißen Fenja, Aspi, Noah und Zoe. Sie wohnen in Berlin und gehen zu einer Chinesisch Schule, um die – laut ihren Eltern – Sprache der Zukunft zu lernen, haben aber selbst eigentlich keine große Lust dazu. Der Lehrer ist eigentlich kein richtiger Lehrer, er hat selbst nur chinesisch für Anfänger gelernt. Da Fenja das Buch schon vorher durchgearbeitet hat, kann sie das Wort Anfänger auf dem Zertifikat entziffern. Daraufhin wollen sie den Lehrer ausspionieren und entdecken dabei das Geheimnis um das Raubtier aus China. Dann kommt noch der Helikopter von Fenjas Papa ins Spiel, den sie liebend gerne schon lange mal fliegen will.
Das Buch ist spannend und lustig und ich würde auch gerne mal im Helikopter fliegen. Außerdem mag ich Bücher in denen Tiere vorkommen.
Das Buch ist im Verlag Beltz & Gelberg erschienen und hat 156 Seiten in 15 Kapiteln. Ein Inhaltsverzeichnis gibt es nicht. Es gibt sonst keine Bilder. Das Titelbild gefällt mir ganz gut. Die Schriftgröße ist normal groß und gut zu lesen.
Auf dem Buch ist keine Altersangabe vorgegeben. Ich schätze dass es ab der 3. Klasse geht, wenn man gerne liest. Bei Antolin ist es noch nicht gelistet. Ich (4. Klasse) habe das Buch auf jeden Fall an einem Nachmittag durchgelesen.
Christina Erbertz: Die Helikopterbande und das Raubtier aus China
(Beltz & Gelberg 2019, ab 9)

 

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