Unsere Eselsohren im November

Die monatlich in der Eselsohr erscheinenden (Hör-)Buchtipps aus der Kinder- und Jugendredaktion gibt es hier zum Nachlesen.

Auf Seite 34 der Zeitschrift Eselsohr gibt es im November folgende Buchtipps:
Veit (9): Ist das ein Witz? (Hörbuch)
Jonas (9): Wenn Drachen Sachen machen
Leif (14): Camp Honor, Bd. 1
Fjon (11): Stories für kids who dare to be different
Yumi (9): Podkin Einohr, Bd. 1

Und da unsere Zeichenanzahl natürlich begrenzt ist, gibt es unterhalb der Printansicht nochmal alle Buchtipps in ungekürzter Version nachzulesen.

Willi Weitzel und Eckart von Hirschhausen sind bei uns in Hannover im GOP Varieté Theater und erzählen Witze. Auch das Publikum darf Witze erzählen, der Bruder von Willi und auch die Cousine von Willi kommen zu Wort. Als besonderer Gast ist auch Marwin von GAG ATTACK mit dabei.
Die vielen Witze sind wirklich toll, ich habe viel geschmunzelt und herzhaft gelacht.
Das Cover zeigt Eckart und Willi, beide am Lachen, das passt zu der Reihe und macht sie noch sympathischer, als sie eh schon sind.
Einige, spontane Witze kommen nicht ganz so flüssig rüber, aber ich habe fast alle verstanden. Ich finde es toll, dass wenn man die CD kauft, die Stiftung HUMOR HILFT HEILEN (HHH) unterstützt wird! Ich war auch oft im Krankenhaus, als ich jünger war, und die Klinikclowns waren immer so
witzig und haben mich gut abgelenkt!
Die CD mit Willi ist Nummer 5 einer Reihe, es gibt noch weitere mit Hellmuth Karasek, Jürgen von der Lippe, Guido Cantz und Ralph Caspers. Das Inlet liest sich spannend, mit vielen Fotos von den Klinikclows, dem Publikum in Hannover, den besonderen Gästen und 10 Witzetipps.
Eine CD mit einer Gesamtlänge von 56 Minuten, die einfach Spaß machen, ist für alle Kinder und Erwachsenen, die mal wieder richtig lachen wollen. Ich habe viele, neue Witze kennengelernt
und lerne sie noch! 5 von 5 Sternen.
Eckart von Hirschhausen/Willi Weitzel: Ist das ein Witz? Kommt noch ein Kind zum Arzt
(Hörverlag 2019, ab 6)

Das Buch „Wenn Drachen Sachen machen“ ist momentan mein Lieblingsbuch, weil es so phantasievoll und witzig ist und ich gerne auch einen Drachen hätte.
Im Buch geht es um Tomas, der im Garten einen Baum findet mit Früchten. Eine Frucht nimmt er mit nach Hause und nachts schlüpft ein Drache. Der kleine Drache ist sehr wild und seine Haufen explodieren. Trotzdem hat Tomas Flicker lieb und am Baum hängen noch mehr Drachen.
Ich finde super, wie Tomas die Geschichte erzählt und dass er mich als Leser immer wieder selber anspricht, so dass ich mir vorstellen kann, was ich machen würde. Tomas stellt immer wieder Fragen und schafft es, dass du glaubst , dass du auch einen Drachenfruchtbaum finden kannst.
Mein Lieblingssatz ist: „Flicker ist nämlich keine Sache, er ist noch nicht einmal ein Haustier. Er ist mein Freund.“
Flicker mag ich jetzt auch total und ich freue mich schon auf eine Fortsetzung oder ich finde auch so einen Baum. 5 Sterne dafür
Andy Shephard/Sara Olgilvie (Illu.): Wenn Drachen Sachen machen
(Aus dem Englischen von Emma und Sabine Ludwig, Dressler 2018, ab 7)

Wyatt Jennings Brewer Leben ändert sich in nur einer Nacht. Er wollte eigentlich nur seinem Freund Derrick helfen und wurde dann von der Polizei festgenommen. Plötzlich steht Sergeant Hallsy mit einem Deal vor ihm – er braucht nicht ins Gefängnis zu gehen, sondern nimmt am Sommercamp für schwer erziehbare Jugendliche im Camp Honor teil. Wyatt überlegt nur kurz und landet so im Camp Honor. Eine weitere Geschichte handelt im Jahr 1984. Wilberforce „Wil“ und Chris Gibbs sind Freunde, so denkt Wil jedenfalls – denn plötzlich ist sein Vater verschwunden, Wils gesamtes Leben fällt auseinander und er verändert sich.
Das Cover ist cool, der amerikanische Helikopter, dazu ein Fallschirmspringer und die Agenten.
Von der ersten Seite einfach spannend, wenn mich auch die verschiedenen Zeiten/Personen am Anfang etwas durcheinader gebracht haben. Auch wenn es bei mir etwas gedauert hat, die Personen und Zeiten zu sortieren, wurde es immer klarer, wie alles zusammenpasst. Das Ende
explodiert beim Lesen, der Chliffhanger ist grausam: gut, dass Teil 2 schon im Frühling 2020 erscheint. Gerade Wyatt fand ich ganz stark! Angst hatte ich vor Wil, seine Entwicklung ist echt heftig, auch waren einige beschriebene Szene schon brutal. Die Zeit im Camp: knallhart,
schweißtreibend, um zusammenzuwachsen, sich auf sich selbst zu verlassen, auf seine Instinkte zu hören, Gefahr zu erspüren, an seine Grenzen zu gehen. Dazu der Wettkampf zwischen Hud und Wyatt, das alles hat mir eine Gänsehaut bereitet. Ich gebe dem Buch 5 von 5 Sternen!
Scott McEwen/Hof Williams: Camp Honor, Bd. 1: Die Mission
(Aus dem Englischen von Christian Dreller, Ravensburger 2019, ab 14)

Geschichten von 100 Menschen/Paaren, die in ihrem Leben etwas besonders gemacht haben, etwas entdeckt haben, etwas erforscht haben oder etwas interessantes, trauriges, spannendes erlebt haben. Es gibt berühmte Persönlichkeiten in dem Buch und weniger bekannte. Einige Menschen sind schon lange gestorben, weil sie im Mittelalter gelebt haben, einige sind
ganz jung und sogar Kinder sind in dem Buch genannt.
Das Cover ist bunt und wenn man nicht so gut englisch versteht, auch erstmal verwirrend.
Es gibt immer ein gemaltes Foto der Person und dazu einen Text, der beschreibt, was die Person zu erzählen hat. Interessante Geschichten, manche sind auch irgendwie erstmal traurig, z. B. Saroo Brierley, der als 5-Jähriger mit seinen älteren Brüdern betteln musste, auf der Straße lebte, in einem Zugwaggon einschlief und 1.500 km von seiner Familie in Kalkutta aufwachte. Da er nicht wusste, wo er herkam, kam er in ein Waisenhaus, wurde von Australiern adoptiert, vergaß nie seine Ursprungsfamilie und fand sie später wieder und sorgt für sie. Über die Geschichte gib es einen Kino Film, den würde ich zu gerne mal sehen. „Jack Johnson“: seine Musik hat mich, laut meiner Mutter, als Baby immer beruhigt, sie hat „In between dreams“ jeden Abend für mich
angemacht und ich finde es cool, dass Jack zu der Platte sagt, dass sie die Menschen entspannen soll und ein Lächeln auf die Gesichter zaubern soll, genau das hat sie bei mir wohl bewirkt. 🙂
Ich finde das Buch ganz toll, es steht viel interessantes darin und vor allem viele Sachen, die man gar nicht weiß! Ich habe früher „Puh der Bär“ geliebt, als Buch, in Filmen, die Figuren, und in dem Buch steht, wer sich die Geschichten ausgedacht hat, warum sie dann als Buch erschienen und was die Geschichten mit dem echten Christopher Robin gemacht haben – das war nicht nur positiv. Ich könnte ganz viele tolle Geschichten aus dem Buch nacherzählen! Es macht so Spaß, immer wieder einfach eine aufzuschlagen und zu lesen. Ich finde, dass Eltern die Geschichten schon 6-Jährigen vorlesen können, aber vielleicht nicht alle, denn einige sind wirklich traurig, aber spätestens ab 8 Jahren werden alle Kinder das Buch lieben!
Ich gebe 5 von 5 Sternen.
Ben Brooks/Quinton Winter (Illu.): Stories für Kids who dare to be different
(Aus dem Englischen von Ulrich, Thiele, Bea Reiter, Ann Lecker, Franca Fritz, Heinrich Koop, Loewe 2019, ab 5)

Als ich das Buch in der Buchhandlung entdeckt habe, wollte ich es sofort kaufen. Mich hat gleich interessiert, warum Podkin nur ein Ohr hat und der Klappentext klang interessant. Es ist Band 1 von insgesamt drei Bänden, die alle schon erschienen sind.
Die Geschichte wird von einem alten Barden erzählt, der nach altem Brauch zur Wintersonnenwende in Dornhag, einem Hasendorf, auftaucht, um die Nacht hindurch Geschichten zu erzählen. Man erfährt erst später, wer der alte Barde ist. Er erzählt wie Podkin und seine Geschwister während eines Überfalls der Gorm-Krieger auf ihren Hasenstamm mit dem heiligen Dolch des Stammes flüchten. Nach der Flucht verliert Podkin sein Ohr, weil sie erst lernen müssen, wem sie vertrauen können und auch dem Geheimnis der Entstehung der Gorms auf die Spur kommen müssen, um Verbündete zu finden und sich gegen sie zu wehren.
Die Geschichte von Podkin und seinen Geschwistern an sich fand ich sehr spannend. Die Einschübe von dem Barden in Dornhag waren nicht so interessant. Am faszinierendsten fand ich Podkins kleinen Bruder Puk, weil er eine besondere Verbindung mit Knochen hat, was ihm beim Glücksspiel sehr geholfen hat.
Insgesamt gebe ich Podkin Einohr 4 Sterne, da ich es gerne gelesen habe, aber es mit dem Barden auch seine Längen hatte. Ich würde es eher geübten Lesern empfehlen, da es außer der immer gleichen Illustration am Kapitelanfang keine Bilder hat.
Kieran Larwood/Maximilian Meinzold (Illu.): Podkin Einohr, Bd. 1: Der magische Dolch
(Aus dem Englischen von Katharina Orgaß, Ravensburger 2018, ab 10)

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