Kinderbücher zum Fall der Mauer

Lea (11): Vor 30 Jahren fiel die Mauer zwischen Ost- und Westdeutschland. Wir Kinder heutzutage wissen nicht viel darüber, wie es war als es noch zwei Deutschlands gab. Grund genug sich einige Kinderbücher anzusehen, die diese Zeit thematisieren.

Das Mauerschweinchen


Kinderbuch ab 9
von Katja Ludwig
illustriert von Uwe Heidschötter
cbj 2019

In dem Buch geht es um ein Mädchen namens Nora, das in der BRD wohnt und sich von ganzem Herzen ein Meerschweinchen wünscht, aber keines bekommt. Deshalbt leiht sie sich heimlich aus der Zoohandlung ihres Freundes Antonio eines aus, das sie dann zur Tierparty einer Klassenkameradin mitbringt. Doch es kommt ans Licht, dass es nicht ihr eigenes Tier ist.

Außerdem geht es um einen Jungen namens Aron, der in der DDR lebt. Eines Tages trifft er die Zwillinge Ronny und Moni, die er nicht besonders leiden kann. Die beiden haben ein kleines Meerschweinchen. Als die Zwillinge in den Westen ziehen trifft er Andi, mit dem er sich sehr gut vertseht. Die beiden Jungen finden heraus, dass das Meerschweinchen zurückgelassen wurde und wollen es nachschicken. Sie packen es in eine Kiste, ziehen ihm einen Fallschirm an und lassen es mit einem Propeller über die Mauer fliegen. Das Meerschweinchen kommt bei Nora an, die sich freut und es behalten darf.

Das Buch hat mir gut gefallen. Man lernt einiges über das geteilte Deutschland. Das Buch ist ein „Wendebuch“, das bedeutet dass man von vorne und hinten anfangen kann zu lesen und in der Mitte treffen sich die beiden Geschichten. Das fand ich super. Es war spannend und interessant. Noras Geschichte hat 110 Seiten und ist in 22 Kapitel unterteilt, Arons Geschichte hat 96 Seiten und ist in 19 Kapitel unterteilt. In der Mitte des Buches ist die Mauer aufgemalt.

Ich empfehle das Buch für Mädchen und Jungen ab der 4. Klasse und gebe ihm 5 Sterne.

Hübendrüben

Als deine Eltern noch klein und Deutschland noch zwei waren

Kinderbuch ab 7
von Franziska Gehm
illustriert von Horst Klein
Klett Kinderbuch 2018

„Hübendrüben“ ist ein Bilderbuch, in dem es um die DDR, die BRD geht. Maja und Max sind Cousine und Cousin, doch Max lebt in der BRD und Maja in der DDR. Es werden viele Vergleiche zwischen den beiden Lebenswelten hergestellt, zum Beispiel, was die beiden gerne essen oder was ihre größten Wünsche und Ängste sind. In dem Buch sieht man ihre Familien, ihre Häuser, ihre Angewohnheiten, was sie gerne in der Schule und in der Freizeit machen und wohin sie in den Urlaub fahren. Außerdem wird thematisiert, warum es überhabt eine Mauer zwischen Ost und West gab.

Das Buch hat mir gut gefallen. Man lernt sehr viel über die DDR und die BRD. Es ist in kindgerechter Sprache geschrieben, allerdings hatte ich Probleme die Schrift zu lesen. Es ist eine Art Schreibschrift und für Kinder zum Selbstlesen eher nicht geeingnet. Die Bilder fand ich sehr schön gezeichnet. Allerdings gibt es auch eine Seite über Hitler und den Krieg, die Bilder auf dieser Seite fand ich gruselig. Daher finde ich es für jüngere Kinder nicht geeignet, auch wenn es ein Bilderbuch ist.

Ich empfehle das Buch für Mädchen und Jungen ab 9 Jahren und gebe ihm 4 Sterne.

Gertrude Grenzenlos

Kinderbuch ab 10
von Judith Burger
illustriert von Ulrike Möltgen
Gerstenberg 2018

In dem Buch geht es um ein Mädchen namens Ina, das in der DDR wohnt und in Gertrude eine Freundin findet. Da gibt es nur ein paar Probleme: 1. Gertrude geht in die Kirche, das war damals in Ostdeutschland nicht üblich; 2. Gertrudes Vater hat staatsfeindliche Gedichte veröffentlicht und 3. Gertrudes Familie hat einen Ausreiseantrag gestellt, deshalb werden sie von der Stasi überwacht. Also zusammengefasst: sie sind Staatsfeinde. Dadurch bringt sie sich in Gefahr. Getrude wird von den Lehrern und dem Direktor ungerecht behandelt und ihr Bruder darf das Abitur nicht machen. Doch das ist Ina egal, sie möchte Gertrudes Freundin bleiben. Sie findet die Repressalien unfair und versucht mit Aktionen wir zum Beispiel Altpapiersammeln Gertrude beliebt zu machen, doch das klappt nicht richtig. Die beiden erleben eine spannende und aufregende Zeitt, es tun sich viele Fragen auf: Wird Gertrude der Stasi entkommen? Wird der Ausreiseantrag genehmigt? Werden sie wegziehen?

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es war spannend und abenteuerlich. Man versteht gut wie es damals in der DDR gewesen sein muss. Außerdem wird sehr gut vermittelt, was Freundschaft bedeutet. Mir gefällt, dass Ina sich nicht einschüchtern lässt, obwohl alle ihre Freunde und Verwandten sagen, sie solle nichts mit Gertrude zu tun haben. Es steckt viel Gefühl in diesem Buch.

Das Buch hat 240 Seiten und ist in 12 Kapitel unterteilt. Was mir gut gefallen hat sind die kleinen Bilder am Anfang von jedem Kapitel, das grob den Inhalt beschreibt. Die Schrift ist nicht zu groß und nicht zu klein. Hinten im Buch werden einige Wörter erklärt die für Kinder der heutigen Zeit vielleicht schwer verständlich sind, da sie mit der ehemaligen DDR zu tun haben, wie zum Beispiel „Timurhilfe“

Ich empfehle das Buch für Mädchen ab 10 Jahren und gebe ihm 5 Sterne.

Lea Wieland (11) aus der Kinder- und Jugendredaktion

Lea ist 11 Jahre alt und erst durch die Bücherkinder zur Leseratte geworden. Am Liebsten liest sie spannende Bücher und fantasievolles. Sie schreibt auch gerne selbst Geschichten und in ihrer Freizeit tanzt sie Ballett und Jazztanz.

 

 

Titelbild: Lea Wieland
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