10 Fragen an André Marx

Uns alle verbinden gute Geschichten und die Leidenschaft, Kinder und Jugendliche für diese zu begeistern. Im Rahmen der Bücherkinder-Interview-Reihe möchte ich diese Menschen vorstellen.

© Privat

Wer sind Sie und wie sieht Ihre Arbeit mit Kinderbüchern aus?
Ich schreibe Kinder- und Jugendbücher und bin vor allem für meine Arbeit für „Die drei ???“ bekannt.

Wie würden Sie sich aktuell in drei Hashtags (#) beschreiben?
#storyteller #fulloflove #toooldforhashtags

Welches Buch liegt derzeit ganz oben auf Ihrem Nachttisch und warum?
„Mittagsstunde“ von Dörte Hansen. Weil das gerade in unserer Literaturgruppe dran ist und ich ihren Erstling „Altes Land“ schon super fand.

Wie beeinflusst Ihre Arbeit mit bzw. für Kinder und Jugendliche Ihre Sicht auf die heutige Gesellschaft und unsere Welt?
Ich bekomme immer stärker mit, wie sehr das Buch mit dem Smartphone und dem Internet konkurrieren muss. Das ist bitter und stellt vieles infrage. Antworten habe ich allerdings noch nicht gefunden.

Was ist die treibende Kraft, auch weiterhin was mit Kinderbüchern zu machen?
Ich kann nix anderes.

Wie begeistern Sie potenzielle Nichtleser für das Buch?
Mit einem starken ersten Kapitel.

Was macht für Sie ein gutes Kinderbuch aus?
Es nimmt seine Leser ernst. Es verzichtet auf den erhobenen Zeigefinger. Es ist spannend. Es funktioniert auch für Erwachsene. Und bei Jugendbüchern würde ich noch hinzufügen: Es stellt Fragen, anstatt Antworten zu geben.

Wie hat sich Ihre Arbeit mit fortschreitender Digitalisierung verändert?
Gewaltig. Meine ersten Bücher habe ich noch auf der Schreibmaschine und ohne Internet geschrieben. Die Recherchen fanden in der Bibliothek statt und nicht bei google. Sätze wurden erst nach Beendigung der ersten Fassung geändert, nicht alle dreißig Sekunden. Die Vorteile von heute: Meine Recherchen sind fundierter und die Texte insgesamt runder, weil das Ändern kein großer Akt mehr ist. Die Nachteile: Ich bin permanent abgelenkt und muss allermindestens das W-Lan abschalten, um überhaupt vernünftig arbeiten zu können.

Welche sozialen Netzwerke nutzen Sie und warum?
Meine Familie, meine Freunde und Bekannten, meine Friseurin. Ansonsten keine. Ich habe den Sinn von digitalen sozialen Netzwerken nie verstanden. Sie sind in meinen Augen vor allem Zeitfresser.

Mit welchem Kinderbuchmenschen sollten wir dieses Interview unbedingt mal führen?
Mit Michael Ende. Ach, der ist schon tot? Doof. 🙁


André Marx bei Kosmos
Titelfoto: © KOSMOS Verlag

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