10 Fragen an Bart Moeyaert

Uns alle verbinden gute Geschichten und die Leidenschaft, Kinder und Jugendliche für diese zu begeistern. Im Rahmen der Bücherkinder-Interview-Reihe möchte ich diese Menschen vorstellen.

© Joost Joossen

Wer sind Sie und wie sieht Ihre Arbeit mit Kinderbüchern aus?
Meine Name is Bart Moeyaert. 1983 wurde mein Debüt veröffentlicht, ‘Duet met valse noten’ (‘Liselot, Leander und die Liebe’, Peter Hammer Verlag, 1998). Ich war damals 19. Noch immer denke ich, dass ich nie Schriftsteller geworden bin. Für mich war das, was ich jetzt immer noch mache — nämlich: schreiben — logisch. Es hat zu mir gehört, immer. Meistens sind meine Hauptpersonen Kinder oder Jugendliche. Warum? Ich vermute, weil in der Kindheit oder Jugend alles entsteht, sich alles entwickelt, sich ständig etwas ändert und immer wieder Neues entdeckt wird.
So interessant wird es nie wieder im Leben.

Wie würden Sie sich aktuell in drei Hashtags (#) beschreiben?
#aufdersuche #staendigeunruhe #wenigeristmehr

Welches Buch liegt derzeit ganz oben auf Ihrem Nachttisch und warum?
Es gibt bestimmte Autoren, von denen ich jedes Wort lesen will. Einer dieser Schriftsteller ist David Almond. Von ihm lese ich derzeit „The Tale of Angelino Brown“. Was mir an David Almond gefällt ist, dass er seinen eigenen Weg verfolgt, mich immer wieder überrascht und mir mit Entstehen seines Gesamtwerkes sozusagen alle Ecken der Zimmer zeigt.

Wie beeinflusst Ihre Arbeit mit bzw. für Kinder und Jugendliche Ihre Sicht auf die heutige Gesellschaft und unsere Welt?
Meine Arbeit und wer ich bin sind nicht getrennt. Durch alle Erfahrungen ändert sich mein Blick auf unsere Welt ständig. Dass ich Schriftsteller bin (ob es nun für Kinder ist oder nicht), macht alles wahrscheinlich noch schlimmer, weil ich in jedem Moment alle Sinnen verwende.

Was ist die treibende Kraft, auch weiterhin was mit Kinderbüchern zu machen?
Es ist einfach das, was ich tun sollte.

Wie begeistern Sie potenzielle Nichtleser für das Buch?
Eine Lehrerin hat mir vor mehr als 25 Jahren etwas Kluges gesagt: „Du kannst nicht bestimmen, was jemand anderes liebt. Zeige nur was du liebst, und warum. Bettle nie. Zeige was du liebst, und inspiriere.“

Was macht für Sie ein gutes Kinderbuch aus?
Ein gutes Kinderbuch nimmt seine Leser mehr als ernst. In einem guten Kinderbuch ist viel mehr zu entdecken als das, was man auf den ersten Blick sieht. Es geht tiefer und zwischen die Zeilen.

Wie hat sich Ihre Arbeit mit fortschreitender Digitalisierung verändert?
Weniger Papier.

Welche sozialen Netzwerke nutzen Sie und warum?
Besonders Instagram mag ich. Die Beziehung mit meinen Lesern finde ich wichtig. Via Instagram ist es möglich zu zeigen, wer ich bin, womit ich beschäftigt bin, mal ganz ohne Wörter. Auch schön, dass andere mitkriegen, dass Schriftsteller ein Leben haben (und nicht nur eine Brille tragen und Buchstaben atmen).

Mit welchem Kinderbuchmenschen sollten wir dieses Interview unbedingt mal führen?
Aus Belgien: Gerda Dendooven, Kitty Crowther, Benjamin Leroy, Sebastiaan Van Doninck. Ich nenne nur Illustratoren, stimmt, weil Sie diese entdecken müssen.


Webseite  und Instagram-Account von Bart Moeyaert
Titelbild: © Privat

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