10 Fragen an Tanya Stewner

Uns alle verbinden gute Geschichten und die Leidenschaft, Kinder und Jugendliche für diese zu begeistern. Im Rahmen der Bücherkinder-Interview-Reihe möchte ich diese Menschen vorstellen.

© Sonja Blietschau

Wer sind Sie und wie sieht Ihre Arbeit mit Kinderbüchern aus?
Mein Name ist Tanya Stewner. Ich bin Kinder- und Jugenbuchbuchautorin und mache Kindermusik.

Wie würden Sie sich aktuell in drei Hashtags (#) beschreiben?
#lebedeinentraum #autorenleben #dasmeerbrauchtmich

Welches Buch liegt derzeit ganz oben auf Ihrem Nachttisch und warum?
„Emmi & Einschwein“ von Anna Böhm liegt gerade auf meinem Nachttisch, da ich es gemeinsam mit meiner siebenjährigen Tochter lese.

Wie beeinflusst Ihre Arbeit mit bzw. für Kinder und Jugendliche Ihre Sicht auf die heutige Gesellschaft und unsere Welt?
Dadurch, dass ich Bücher für Kinder und Jugendliche schreibe, beschäftige ich mich mehr mit Themen, die sie interessieren und vor allem auch mit dem Thema Umweltschutz. Es ist wichtig, die Welt gerade für die nächste Generation lebenswert und gesund zu erhalten. In den Jugendlichen finde ich da ein sehr offenes Gegenüber. Gerade im Moment sind die Jugendlichen sehr engagiert, gehen auf die Straße und streiken für den Naturschutz. Das finde ich toll und unterstützte ich aus ganzem Herzen. Durch meine Arbeit und vor allem durch meine eigene Tochter bin ich da noch viel näher dran und sehe die heutige Gesellschaft automatisch mit dem Blick auf Kinder und Jugendliche.

Was ist die treibende Kraft, auch weiterhin was mit Kinderbüchern zu machen?
Mir macht es wahnsinnigen Spaß, Kinderbücher zu schreiben. Ich habe das Gefühl, man kann bei Kinderbüchern noch mehr die Phantasie schweifen lassen und noch phantastischere Elemente hineinnehmen, als bei Erwachsenenliteratur. Es ist ein großes Plus, das in diesem Bereich Welten erschaffen werden, in die man sich als Leser regelrecht flüchten kann. Bei der Erwachsenenliteratur habe ich das noch nicht so gefunden.

Wie begeistern Sie potenzielle Nichtleser für das Buch?
Indem ich darüber spreche, was Bücher mit mir selbst machen und indem ich aufzeige, wie Bücher einem ganze Welten eröffnen können, die man sonst nie kennenlernen würde. Und indem ich Bücher schreibe, die dies vielleicht leisten. ☺

Was macht für Sie ein gutes Kinderbuch aus?
Ein Kinderbuch muss die Leser*in zum Träumen bringen, sie inspirieren, sie über den eigenen Tellerrand blicken lassen, ihr Impulse und Anregungen schenken und – ganz wichtig! -, ein gutes Kinderbuch muss Spaß machen. Für jede Leser*in ist ein gutes Buch aber natürlich etwas Individuelles. Ein gutes Buch holt den Leser im Bestfall dort ab, wo er steht und schafft es, seine Aufmerksamkeit so zu erregen und zu halten, dass er immer weiterlesen möchte. Das kann für das eine Kind eine ganz andere Art von Buch sein als für ein anderes Kind. Es gibt wahrscheinlich keine Bücher, die alle gut finden.

Wie hat sich Ihre Arbeit mit fortschreitender Digitalisierung verändert?
Meine ersten drei Bücher habe ich mit Hand auf Papier geschrieben, weil ich dachte, so könnte man mehr in den Schreibfluss kommen. Außerdem fand ich es irgendwie authentischer. Aber da man Manuskripte danach trotzdem noch abtippen muss, um sie abgeben zu können, sprach alles dafür, direkt am Computer zu schreiben und sich diese Arbeit zu sparen. Inzwischen arbeite ich komplett am Computer. Selbst Notizen werden im Handy notiert und nicht mehr auf Papier.

Welche sozialen Netzwerke nutzen Sie und warum?
Ich bin bei Facebook und bei Instagram. Bei Instagram bin ich vor allem, weil ich festgestellt habe, das dort die Alea-Aquarius-Leserinnen sind. In sozialen Netzwerken kann ich sehr gut mit meinen Lesern in Kontakt treten, und das ist für mich ein wichtiges Werkzeug. Dort bekomme ich ganz direkt Stimmungen mit und erhalte Feedback, was für mich und meine Arbeit sehr wichtig ist.

Mit welchem Kinderbuchmenschen sollten wir dieses Interview unbedingt mal führen?
Interessieren würde mich ein Interview mit der Kinderbuch-Illustratorin Eva Schöffmann-Davidov.


Webseite von Tanya Stewner
Tanya Stewner bei Facebook und Instagram
Titelfoto: © Jörg Schwalfenberg

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