10 Fragen an Wolfram Hänel

Uns alle verbinden gute Geschichten und die Leidenschaft, Kinder und Jugendliche für diese zu begeistern. Im Rahmen der Bücherkinder-Interview-Reihe möchte ich diese Menschen vorstellen.

© Ulrike Gerold

Wer sind Sie und wie sieht Ihre Arbeit mit Kinderbüchern aus?
Ich heiße Wolfram Hänel aka Jan Andersen und schreibe seit 1986 vor allem Kinder- und Jugendbücher. Wenn ich nicht mit Lesungen unterwegs bin, schreibe ich jeden Tag vom späten Vormittag an bis es Zeit wird, mit dem Hund rauszugehen. Und ich schreibe zunächst alles mit der Hand und immer am großen Tisch in der Küche.

Wie würden Sie sich aktuell in drei Hashtags (#) beschreiben?
#weiß nicht #vielleicht #ganz bestimmt

Welches Buch liegt derzeit ganz oben auf Ihrem Nachttisch und warum?
„Ohne Ausweg“ von Kathrin Lange – weil ich die Kollegin bei einer Lesung kennengelernt habe und natürlich wissen will, was sie schreibt und wie sie schreibt.

Wie beeinflusst Ihre Arbeit mit bzw. für Kinder und Jugendliche Ihre Sicht auf die heutige Gesellschaft und unsere Welt?
Mit zunehmender Empörung über die maßlose Arroganz und Ignoranz weiter Teile der Gesellschaft.

Was ist die treibende Kraft, auch weiterhin was mit Kinderbüchern zu machen?
Ich will immer noch die Welt verändern! Und ich will, dass meine Leser lernen, ihren eigenen Kopf zu benutzen. Ich will ihnen mit meinen Geschichten zeigen, dass es immer eine Möglichkeit gibt, sich einzumischen und für etwas einzustehen, was man für richtig hält. Und dass man selber etwas tun muss, wenn eine Situation ausweglos erscheint – es hilft nichts, darauf zu warten, dass andere das für einen tun.

Wie begeistern Sie potenzielle Nichtleser für das Buch?
Ich biete ihnen Texte, die anders sind als das übliche Angebot. Aber jeder Leser, ob klein oder groß, muss sich auf meine Geschichten und meine Sprache einlassen, sonst wird er wie der sprichwörtliche Ochs vorm Scheunentor stehenbleiben. Und da kann ich ihm dann auch nicht helfen.

Was macht für Sie ein gutes Kinderbuch aus?
Eine neue Welt zu eröffnen, die mit der ersten Seite der Geschichte beginnt und mit der letzten noch lange nicht vorbei ist. Ansonsten siehe unter 5.

Wie hat sich Ihre Arbeit mit fortschreitender Digitalisierung verändert?
Sowohl das Bearbeiten eines Manuskripts als auch der generelle Kontakt zu Verlagen und KollegInnen sind einfacher geworden, die Wege sind schneller und kürzer. Recherche ist weniger aufwändig.

Welche sozialen Netzwerke nutzen Sie und warum?
Facebook. Um von bestimmten Leuten, die mich interessieren, zu erfahren, was sie tun, und mich mit ihnen auszutauschen, wenn ich es für wichtig halte.

Mit welchem Kinderbuchmenschen sollten wir dieses Interview unbedingt mal führen?
Kathrin Lange, Marion Meister, Sigrid Zeevaert. Vielleicht auch Michael Wildenhain, wenn er Interesse hat.


Webseite von Wolfram Hänel
Titelbild: © Privat

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