10 Fragen an Thilo Krapp

Uns alle verbinden gute Geschichten und die Leidenschaft, Kinder und Jugendliche für diese zu begeistern. Im Rahmen der Bücherkinder-Interview-Reihe möchte ich diese Menschen vorstellen.

© Edith M. Balk

Wer sind Sie und wie sieht Ihre Arbeit mit Kinderbüchern aus?
Mein Name ist Thilo Krapp und ich illustriere und schreibe Kinderbücher und Comics.

Wie würden Sie sich aktuell in drei Hashtags (#) beschreiben?
#nostalgisch #historisch #lustig

Welches Buch liegt derzeit ganz oben auf Ihrem Nachttisch und warum?
Schillers „Wilhelm Tell“ (weil ich in Weimar war) und H.G. Wells‘ „Die erste Fahrt zum Mond“ (weil es sehr unterhaltsam ist). Außerdem liegt dort ein prächtiger Bildband über die Entstehung von Fritz Langs „Metropolis“ und ein altes Buch über das Warenhaus Tietz am Alexanderplatz. Vor diesen Büchern habe ich lange an den „New York Stories“ von Edith Wharton gelesen, die ungelogen mit das Beste waren, was ich in meinem ganzen Leben gelesen habe. Die muss ich nun bei geringfügig leichterer Lektüre erstmal verdauen.

Wie beeinflusst Ihre Arbeit mit bzw. für Kinder und Jugendliche Ihre Sicht auf die heutige Gesellschaft und unsere Welt?
Man macht sich mehr Gedanken um die Zukunft und wie sie für die nachkommenden Generationen aussieht, wenn man viel für (und mit) Kindern arbeitet, vielleicht. Und man schaut eventuell differenzierter auf gesellschaftliche Entwicklungen im Erwachsenenbereich, wenn man gelernt hat, sich berufsbedingt zu fragen: „Wie sieht das ein Kind beziehungsweise was wäre ihm daran wichtig?“

Was ist die treibende Kraft, auch weiterhin was mit Kinderbüchern zu machen?
Die Freiheit, in andere und viele interessante, spannende und lustige Lebensbereiche einzutauchen! Wenn man Bücher entwickelt, erlebt man ja förmlich mit, wohin es – auf dem Papier – auf Reisen geht.

Wie begeistern Sie potenzielle Nichtleser für das Buch?
Ich spreche ehrlich gesagt wenig mit Nichtlesern. Ich sehe mich da auch nicht als Botschafter. Wer nicht zu überzeugen ist, dass Bücher toll sind, dem kann ich wohl leider nicht helfen. Aber er tut mir leid! Ich habe zwischen Buchdeckeln schon so viel Wunderbares entdeckt und erlebt.

Was macht für Sie ein gutes Kinderbuch aus?
Liebenswerte Charaktere, die in der Geschichte ein Funktion haben, tolle Settings (Schauplätze), und Illustrationen, die einen wirklich in eine Welt führen, die jemand anderes‘ Gedankenwelt ist – und an der man dadurch teilhaben kann. Für mich darf ein Illustrationsstil irgendwie nicht zu „flüchtig“ sein, vielleicht. Sonst packt es mich zu wenig. Eine mitreißende Geschichte ändert das aber durchaus!

Wie hat sich Ihre Arbeit mit fortschreitender Digitalisierung verändert?
Ich sitze einfach viel mehr am Rechner. Alles ist etwas eiliger geworden. Manche Sachen einfacher – aber nicht so viele, wie man hoffte.

Welche sozialen Netzwerke nutzen Sie und warum?
Ich nutze Facebook, Twitter und Instagram. Hauptsächlich, um Kunden, die mir dort folgen, über den Fortgang meiner Arbeit und Neuigkeiten zu informieren, aber auch, um mich mit Kollegen zu vernetzen und auszutauschen, die ich schätze.

Mit welchem Kinderbuchmenschen sollten wir dieses Interview unbedingt mal führen?
Mit Karoline Jakubik. Ich habe mit ihr studiert und ihre Schweinchen-Figuren sind einfach wunderbar!


Webseite von Thilo Krapp
Titelbild (Ausschnitt): © Thilo Krapp, Porträt: © Edith M. Balk

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